Handball

Saisonrückblick: Ausfälle prägten die Saison des SV Heißen

Die Damen des SV Heißen trotzten immer wieder den zahlreichen Verletzungen. Svenja Niel (Nr.9, beim Wurf) blieb in dieser Saison verletzungsfrei.

Die Damen des SV Heißen trotzten immer wieder den zahlreichen Verletzungen. Svenja Niel (Nr.9, beim Wurf) blieb in dieser Saison verletzungsfrei.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Die Handballfrauen des SV Heißen können mit dem achten Platz am Ende leben. Vor allem weil Verletzungen das Team immer wieder zurückgeworfen hat.

Die Verbandsligafrauen des SV Heißen haben die Saison 2018/19 auf dem achten Tabellenplatz abgeschlossen. Ein Ergebnis, das für Trainer Jens Doleys unterm Strich in Ordnung ist, wie er sagt.

Denn zum einen haben die Heißenerinnen nur vier Punkte Rückstand hinter Platz vier, zum anderen kann man die Spiele, in denen der SVH in Normalbesetzung angetreten ist, an einer Hand abzählen, meint Doleys rückblickend. „Die vielen Ausfälle waren schon prägend“, so der Heißener Coach.

Alleine Leonie Schneider fiel wegen drei unterschiedlicher Verletzungen aus. Lisa Naumtschuk stieg erst im Januar nach einer Knie-Operation wieder ein. Auch Svenja Arto machte nach ihrer Schwangerschaft das Knie noch zu schaffen. In die Liste der längerfristigen Ausfälle reihten sich zudem noch Anna Eifert, Sarah Brügge und Vivien Bley. Jana Lilienthal hat aus beruflichen Gründen „etliche Spiele verpasst“.

Neulken geht selbstverständlich in die Mitte

Eigentlich sei nur Marina Neulken immer da und fit gewesen, unkt Doleys. Nicht nur deswegen macht er bei seiner Außenspielerin eine enorme Entwicklung fest. „Marina übernimmt mittlerweile viel mehr Verantwortung. Sie stellt sich mittlerweile auch ganz selbstverständlich auf die Mitte oder deckt auf halb, wenn sie dort gebraucht wird“, lobt er. Denn auf sein Improvisationstalent hat der SVH in der nun abgeschlossenen Saison häufiger setzen müssen. Wie etwa im Spiel gegen die HG Kaarst/Büttgen, wo die Mülheimerinnen mit gerade mal sechs eigenen Feldspielerinnen angetreten waren und am Ende mit 26:22 gewannen.

Ein großes Plus seiner Mannschaft sei aber ihr großes Kämpferherz in teils schon aussichtloslos erscheinenden Spielen. Immer wieder betont Doleys die mannschaftliche Geschlossenheit und den Zusammenhalt. „Bei uns gibt es keine Einzelkämpfer, die Mannschaft ist der Star“, so Doleys. Dies zeige sich insbesondere auch daran, dass sich in jedem Spiel die Torschützen auf ganz viele Köpfe verteilen.

Hervorheben möchte er aber auch Kreisläuferin Kaja Schink. „Kaja hat mit Verletzungen weitergespielt, wo andere ins Krankenhaus gefahren wären“, so Doleys anerkennend. So hat sie in 25 der insgesamt 26 Spiele im Schnitt 59 Minuten gespielt und dabei am Kreis rund 100 Siebenmeter herausgeholt. In der Abwehr hält sie den Heißener Mittelblock zusammen und hat dabei insgesamt nur neun gelbe Karten bekommen. „Das ist schon bemerkenswert auf dieser Position“, sagt der Trainer.

Trainer kassierte die meisten Verwarnungen

Die meisten Verwarnungen im Heißener Team, hat er übrigens selbst kassiert. Ebenfalls in der Statistik ganz oben ist Jennifer Reschke und zwar bei den verwandelten Siebenmetern, sie traf von 80 Versuchen 63 Mal. Für die kommende Saison hofft Doleys, dass sich die Personallage etwas entspannt. Doch bislang hat der Mülheimer Verbandsligist erst einen festen Neuzugang zu vermelden: Janina Kühn kommt aus der Oberliga A-Jugend des TB Wülfrath nach Mülheim und soll die Heißenerinnen vor allem auf der halblinken Rückraumseite verstärken.

Dafür gibt es gleich mehrere Abgänge: Aline Engelhardt wird aus beruflichen Gründen aufhören. Auch Jana Lilienthal wird nach vier Jahren im Heißener Trikot aufhören. Sie wohnt in Wuppertal und wird sich voraussichtlich einen Verein in Wohnortnähe suchen.

Ein weiterer Abgang trifft den SVH hart. Co-Trainerin Heidi Linnenschmidt und Heißener Urgestein, wird ebenfalls aufhören. Nach so vielen Jahren als Spielerin und Trainerin beim SVH soll das Privatleben wieder mehr im Vordergrund stehen. Ob es einen Nachfolger geben wird, ließ Doleys zunächst noch offen. Nun steht erstmal eine längere Pause an. In der ersten Juni-Woche soll der Trainingsauftakt sein.

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