LEICHTATHLETIK

Ruhrauenlauf lockt mehr Läufer an als 2016

Nach dem Start des Hauptlaufes dürfte es am Samstag noch voller werden als vor einem Jahr. Fast 400 sind aktuell schon dafür gemeldet.

Foto: Oliver Müller

Nach dem Start des Hauptlaufes dürfte es am Samstag noch voller werden als vor einem Jahr. Fast 400 sind aktuell schon dafür gemeldet.

Geänderter Streckenverlauf stieß vor einem Jahr auf große Zustimmung. Neuer Parkraum durch Einbahnstraßenregelung.

Tradition ist ein Wort, das gerade im Sport sehr inflationär gebraucht wird. Findet ein Event aber bereits zum 23. Mal statt, darf ruhigen Gewissens von einer Traditionsveranstaltung gesprochen werden. Dies trifft auf den RWW-Ruhrauenlauf zu, der am Samstag seine neueste Auflage erlebt.

Es gibt Helfer, die tatsächlich bei allen 22 bisherigen Veranstaltungen dabei waren und die in jedem Jahr neu herausgebrachten T-Shirts in den unterschiedlichsten Farben gesammelt haben. Für Dirk Winkelmann wird der Ruhrauenlauf 2017 allerdings eine Premiere. Gewissermaßen. Denn mitgelaufen ist der begeisterte Ex-Leichtathlet „bestimmt schon zehn- oder zwölfmal“. Diesmal lernt er das Rennen aber von der anderen Seite kennen. Von der Organisationsseite. Denn seit Mai ist Winkelmann neuer Vorsitzender des TSV Viktoria. „Ich wollte mich gerne in einem Sportverein engagieren und der TSV hatte zufällig den Posten des ersten Vorsitzenden frei“, lacht Winkelmann und ergänzt: „Es wird absolut spannend für mich, den Lauf von der anderen Seite kennen zu lernen.“

Viktoria kann auf eingespieltes Team zurückgreifen

Gut, dass der TSV ansonsten auf ein eingespieltes Team zurückgreifen kann. Insgesamt 175 Helfer stellt die Viktoria, 25 ergänzt der langjährige Haupt- und Namenssponsor RWW. Sie werden neben den sechs verschiedenen Laufwettbewerben auch wieder ein buntes Familienprogramm auf die Beine stellen. Verschiedene TSV-Abteilungen wie Taekwondo oder Turnen stellen sich vor.

Im vergangenen Jahr waren bei brütender Hitze etwas mehr als 1000 Teilnehmer dabei. Bis Montagvormittag hatten sich diesmal bereits 935 Aktive angemeldet. Bei deutlich angenehmeren Verhältnissen dürfte die Zahl aus dem Vorjahr also geknackt werden, zumal sich viele der besten Läufe oft erst am Veranstaltungstag selbst nachmelden. Der vielfache Sieger Karsten Kruck kann diesmal aber nicht dabei sein, weil er sich beim Fußballspielen den Fuß gebrochen hat.

Ausgabe der Startunterlagen bereits am Freitag

Alle gesunden Läufer können schon am Freitagvormittag von 10 bis 12 Uhr sowie am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr ihre Startunterlagen im Wettkampfbüro in der Harbecke-Sporthalle abholen. Am Samstag öffnet das Büro um 11 Uhr. Der erste Start erfolgt eine Stunde später.

Nachdem die Streckenführung nach dem Bau des Flüchtlingsdorfes im vergangenen Jahr geändert werden musste, gibt es diesmal keine Änderungen im Streckenprofil. „Wir haben im letzten Jahr nur positive Rückmeldungen bekommen“, verrät der Streckenbeauftragte Ulrich Siekmann. „Die Strecke ist zuschauerfreundlicher und wir hatten weniger Eingriffe in den Straßenverkehr“, so Siekmann. Da die letzten 300 Meter auf der Sportanlage gelaufen werden, setze das noch einmal Kräfte im Endspurt frei.

Organisatoren wollen Parkplatzproblem lösen

Ein großes Problem war nach dem Wegfall des Kirmesplatzes die Parkplatzsituation. Durch eine Einbahnstraßenregelung wollen die Organisationen dies nun entschärfen. Die Mintarder Straße ist nur aus Richtung der Mendener Brücke befahrbar. Auf der anderen Spur schaffen die Verantwortlichen Parkraum.

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