FUSSBALL BEZIRKSLIGA

Rot-Weiß Mülheim geht mit Wut im Bauch ins Derby beim MSV 07

Auch das letzte Duell der beiden Mannschaften wurde unter Flutlicht ausgetragen. Am Ende jubelte der Mülheimer SV 07 über einen 2:1-Erfolg.

Auch das letzte Duell der beiden Mannschaften wurde unter Flutlicht ausgetragen. Am Ende jubelte der Mülheimer SV 07 über einen 2:1-Erfolg.

Foto: Jill Abanico / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Rot-Weiß Mülheim ärgert sich über die Verlegung des Bezirksliga-Derbys auf Samstagabend. Gastgeber MSV 07 will in die Erfolgsspur zurückkehren.

Nach dem Duell gegen den TuSpo Saarn am vergangenen Freitag steht für die Bezirksliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Mülheim am Samstagabend, 18 Uhr, gleich das nächste Derby auf dem Programm. Diesmal gastieren die Rot-Weißen auf dem Saarnberg beim Mülheimer SV 07 – mit ein bisschen Wut im Bauch.

„Das Spiel wurde ohne unsere Zustimmung das Spiel verlegt, das ist nicht die feine englische Art“, beschwert sich RWM-Trainer Kim Rolinger. Die „07er“ hatten ursprünglich einen Mannschaftsabend geplant und hatten das Spiel deswegen vom üblichen Sonntagstermin verlegt. „Wir fahren also mit einer gewissen Wut hin und wollen die in positive Energie ummünzen“, sagt Rolinger.

Mülheimer SV 07 hat „fokussiert gearbeitet“

Der MSV hat nun aber ganz andere Sorgen, dass er auch einen Tag vor dem Spiel nicht sicher weiß, wie viele Zuschauer er auf die Anlage lassen darf. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gab am Freitagnachmittag eine Beschränkung auf 100 Zuschauer „Innen wie Außen“ bekannt – es sei denn die Kommune erteilt aufgrund eines Hygienekonzeptes eine Ausnahmegenehmigung für 250 Zuschauer. Der MSV muss bis zuletzt abwarten.

Das gilt allerdings nicht für die Mannschaft auf dem Platz. „Wir haben in dieser Woche sehr fokussiert gearbeitet und sind gewillt, den Hebel umzulegen“, sagt Trainer Dimitri Steininger nach vier Spielen in Folge ohne einen Sieg.

Gastgebern fehlte zuletzt die Durchschlagskraft

„Es ist natürlich nicht so, dass wir vor Selbstvertrauen strotzen. Wir erwarten schon ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Steininger. Seiner Mannschaft fehlte zuletzt die Durchschlagskraft im letzten Drittel. „Wir mussten in fast allen Spielen 2:0 führen“, hadert der Coach.

Der fehlende Erfolg sorgte dann auch für Unsicherheiten im Passspiel. Daher wurde in dieser Woche auch noch einmal am Umschaltspiel gearbeitet. „Für uns kommt das Derby zu rechten Zeit“, findet Steininger.

Rot-Weiß Mülheim will seine Qualität ausspielen

Auch die Rot-Weißen waren mit sich im Derby gegen Saarn nicht zufrieden. „Wir müssen mehr Mut haben und dürfen nicht nur lange Bälle spielen“, sagt Trainer Kim Rolinger und ergänzt: „Wir haben eine gewisse Qualität und die müssen wir auch ausspielen.“

Der gestörte Rhythmus aufgrund der zweiwöchigen Quarantäne habe sich schon bemerkbar gemacht. „Aber wir machen das Beste draus, Jammern hilft ja nichts“, sieht es Rolinger pragmatisch. Er hofft, dass seine Spieler im Derby noch ein bisschen mehr motiviert sein werden.

Durch die Verlegung fehlen ihm allerdings mehrere Spieler. Dazu kommen einige Kurzurlauber. Beim MSV sind Philipp Reis, Christopher Weißfloh und Max Tekoe nicht mit dabei. Letzterer befindet sich in Quarantäne, weil sein Bruder positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

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