Handball Rückblick

Rang zehn hat den HSV Dümpten versöhnt

Marc Aufm Kamp und der HSV Dümpten mussten einige Rückschläge wegstecken, rappelten sich aber immer wieder auf und wurden Zehnter.

Marc Aufm Kamp und der HSV Dümpten mussten einige Rückschläge wegstecken, rappelten sich aber immer wieder auf und wurden Zehnter.

Foto: Martin Möller

Mülheim.   Nach einer von personellen Engpässen geprägten schlechten Hinrunde hat sich der Verbandsligist im zweiten Teil der Saison gesteigert.

Der HSV Dümpten blickt auf eine durchwachsende Saison 2018/19 zurück – die auf Rang zehn endete. Nach einer guten Leistung im ersten Spiel gegen den Kettwiger TV folgte eine lange Durststrecke für die Mülheimer. „Es ist leider so gekommen, wie ich es befürchtet hatte“, sagt HSV-Trainer Rene Bülten rückblickend.

Was er meint, ist zum einen das schwierige Auftaktprogramm mit unter anderem dem TSV Aufderhöhe, der MTG Horst Essen und den Bergischen Panthern. Zum anderen war auch die Saisonvorbereitung für die Dümptener „Rothosen“ nicht optimal verlaufen. „Wir haben die komplette Vorbereitung mit nur einem Torhüter und ohne Mittelmann gespielt“, erinnert sich Bülten zurück. Sven Hellmich stieg erst zu Saisonbeginn wieder ein, Veit Wrobel hingegen hatte aus beruflichen Gründen die Handballschuhe an den Nagel gehängt. „Veits Abgang hat auf der Position eine große Lücke gerissen“, sagt der HSV-Trainer.

Weitere Abgänge im Saisonverlauf

Auch im späteren Saisonverlauf blieben die Dümptener von weiteren Abgängen nicht verschont: Auch Timo Lohr musste aus beruflichen Gründen aufhören. Später verletzte sich Rückraumspieler Justin Märker mit einem Kieferbruch schwer und fiel den Rest der Saison aus. Das zu kompensieren , fiel dem Bülten-Team zusehends schwer, insbesondere das Dümptener Angriffsspiel blieb oft zu harmlos und insgesamt zu abhängig vom halblinken Rückraumschützern Marc Aufm Kamp.

Dies kratzte wohl auch am Selbstbewusstsein der Mülheimer, sie sich so noch einige Spiele in der Schlussphase aus der Hand nehmen ließen. „Wir haben dann nicht die Ruhe bewahrt“, so Bülten. Ungern erinnert er sich zum Beispiel an Spiele wie gegen die Bergischen Panther zurück, wo der HSV in der Hin- und Rückrunde jeweils in der letzten Sekunde den Ausgleichstreffer kassierte. „Ich glaube, wir sind die Mannschaft mit den meisten Unentschieden“, unkt der Dümptener Coach. Fünf waren es insgesamt.

Zwei Glücksgriffe in der Winterpause

Die Wende kam dann nach der Winterpause, denn in dieser gelangen dem HSV gleich zwei Glücksgriffe: Mit Sven Fischer und Hanno Tebart verpflichteten sie zwei Rückraumspieler mit Oberligaerfahrung. „Hanno und Sven haben Qualitäten mitgebracht, die wir zu dem Zeitpunkt dringend nötig hatten“, so Bülten. Ohne die beiden hätte es seiner Meinung nach nochmal eng werden können. So aber sicherte sich der Mülheimer Verbandsligist drei Spieltage vor dem Saisonende frühzeitig den Klassenerhalt.

Aber die Leistungssteigerung in der Rückrunde kam nicht nur von außerhalb. „Auch Sven Hellmich hat eine bärenstarke Rückrunde gespielt“, lobt Bülten. Neben seiner erstklassigen Siebenmeterquote übernahm er auch im Angriffsspiel mehr Verantwortung. „Wir haben darüber gesprochen, dass er mehr in die Tiefe gehen und sich mehr Würfe nehmen muss.“ Lobende Worte findet er auch für seinen Torhüter Jonas Strenger. „Es war seine erste komplette Verbandsligasaison und er hat uns sicher das eine oder andere Spiel gewonnen.“

So zeigte die Kurve für den HSV in der Rückrunde deutlich nach oben. Herauszuheben sind dabei sicherlich Spiele wie gegen den Oberliga-Aufsteiger TSV Aufderhöhe, wo der Tabellenzehnte nur knapp an der Sensation vorbeischrammte und am Ende mit einem Tor unterlag. Oder die Siege gegen den TV Ratingen, in denen das Bülten-Team vor allem mit seiner 3-2-1-Abwehr brillierte. „Die haben wir vor der Saison erst eingeführt und mittlerweile klappt das richtig gut.“ Auch deshalb zieht er schlussendlich ein versöhnliches Saison-Fazit.

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