SCHWIMMEN

Olympia-Starter zum Anfassen

Konkurrenzlos im heimischen Gewässer: Damian Wierling wird im Südbad dreimal Stadtmeister und bricht dabei drei Stadtrekorde.

Foto: Oliver Müller

Konkurrenzlos im heimischen Gewässer: Damian Wierling wird im Südbad dreimal Stadtmeister und bricht dabei drei Stadtrekorde.

Damian Wierling startet erstmals wieder bei der Mülheimer Stadtmeisterschaft und bricht gleich drei Stadtrekorde. Hildebrandt fünfmal Meister.

Die Stadtmeisterschaft im September ist jährlich die erste Standortbestimmung für Mülheims Schwimmer. Da in diesem Jahr die kurzen und die mittleren Strecken zusammengelegt wurden, war es im Hallenbad Süd besonders voll. Die Mülheimer Schwimmfamilie schaute dabei vor allem auf ihren Besten.

Denn zum ersten Mal seit mehreren Jahren startete Damian Wierling, seines Zeichens deutscher Meister und Olympia-Teilnehmer, wieder bei den Titelkämpfen in seiner Heimatstadt. „Er hat uns das selbst angeboten und das ist für einen solchen Wettkampf natürlich eine Riesensache“, freut sich Sven Hower, Vorsitzender der TG Schwimmen. Die jüngsten Teilnehmer durften nicht nur Seite an Seite mit dem Olympia-Teilnehmer schwimmen, sondern holten sich nachher auch Autogramme ab.

Zwei intensive Wochen und morgendliches Krafttraining

„Es war eigentlich ein ganz guter Zeitpunkt und es ist immer wieder schön, den Kleinen eine Freude zu machen“, meinte Wierling selbst. Der 21-Jährige hatte zwei intensive Trainingswochen und das morgendliche Krafttraining hinter sich. Dennoch wurde er wenig überraschend bei allen drei Starts Stadtmeistern und brach zudem jeweils den Stadtrekord. „Wir mussten sogar Formulare ausfüllen, die die korrekte Beckenlänge bestätigt haben, damit ein deutscher Rekord gezählt hätte“, erzählt Christian Mund, Vorstandsmitglied des Ausrichters.

Dazu kam es nicht, dennoch war Wierling mit seinem Auftritt zufrieden. „Ich bin gegen meine eigenen Zeiten geschwommen und das war schon okay“, so der 21-Jährige. Am Mittwoch fliegt der Mülheimer zum Weltcup nach Hongkong, anschließend nach Doha. Am 7. und 8. November startet er in Bremerhaven. „Ich bin gesundheitlich stabiler, deswegen machen wir mehr Wettkämpfe und holen uns die Ausdauer durch die Intensität“, erklärt der Schwimmer. Im November steht eine weitere Weltcup-Serie mit Stationen in Tokio, Peking und Singapur an. Jahreshöhepunkt wird entweder die Militär-WM in Rio oder die zeitgleich stattfindende Kurzbahn-EM in Kopenhagen.

Zwei Meisterschaften wurden zusammengelegt

Christian Mund brachte es auf den Punkt: „Sein letzter Start war bei der WM in Budapest vor 18 000 Leuten und jetzt im Südbad.“ Sven Hower fügte scherzhaft hinzu: „Die Stimmung war vergleichbar.“

In der Tat war es im Mülheimer Hallenbad an diesem Wochenende besonders voll, weil die Meisterschaften der kurzen und der mittleren Strecken zusammengelegt wurden. Selbst die Kleinsten absolvierten ein Mammut-Programm von bis zu 14 Starts. „Die Stadtmeisterschaft ist ein tolles Event, wo wirklich alle mitmachen“, betont Sven Hower. Schließlich starten auch die Schwimmer ohne großen Leistungsgedanken, der jüngste Nachwuchs und die Schwimmer mit Handicap. Ein großes Familientreffen also.

Die Stadtmeisterschaftsentscheidungen standen diesmal im Schatten von Damian Wierling, der erfolgreichste Athlet war aber Meik Hildebrandt, der fünfmal als Erster anschlug. Michael Saltaev und Maximilian Helmich sicherten sich zweimal den Titel. Bei den jungen Damen war Lea Heiermann mit vier Goldmedaillen am stärksten. Mara Hower feierte dreimal den ersten Platz, Meike Müller, Hannah Kleischmann und Sarah Everbeck zweimal.

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