Fußball Kreispokal

Olaf Rehmann ist nach Speldorfer Pokal-Aus in Rage

In der Regenschlacht von Buchholz hatten Vladan Velichkovski (r.) und der VfB Speldorf einen schweren Stand. Der Landesligist schied beim Bezirksliga-Spitzenreiter mit 1:3 aus.

In der Regenschlacht von Buchholz hatten Vladan Velichkovski (r.) und der VfB Speldorf einen schweren Stand. Der Landesligist schied beim Bezirksliga-Spitzenreiter mit 1:3 aus.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der Trainer des VfB Speldorf ärgert sich nach dem 1:3 in Speldorf über die eigenen Fans. Die verstehen die Personalrochaden des Trainers nicht.

Olaf Rehmann war bedient. Nicht etwa, weil der VfB Speldorf mit 1:3 (0:1) bei Viktoria Buchholz verloren hat und aus dem Kreispokal ausgeschieden ist, sondern vielmehr wegen der Zuschauer, von denen er sich mehr Respekt für seine junge Mannschaft wünscht. Der attestierte er nämlich einen couragierten und bemühten Auftritt.

Dass das Spiel beim Bezirksliga-Tabellenführer kein Selbstläufer werden würde, damit hatte Olaf Rehmann bereits im Vorfeld gerechnet. Dass es aber schon nach drei Minuten zu einer Herkules-Aufgabe wird, das hatte er so sicherlich nicht auf dem Zettel. Da nämlich brachte Lars Mrozek die Hausherren in Führung.

Speldorf tut sich auf Asche schwer

Auf dem tiefen Ascheplatz taten sich die Speldorfer in der Folge schwer. Die Zuschauer sahen viel Langholz auf beiden Seiten, echte Torchancen gab es wenige. Das Ergebnis: Mit dem 1:0 für Buchholz ging es in die Kabinen.

Olaf Rehmann, der einigen jungen Spielern Einsatzzeiten ermöglichte, reagierte in Minute 50 und brachte Michael Siminenko für Cankut Bastutan. Und Siminenko testete gleich einmal die Standhaftigkeit des Buchholzer Tores mit einem satten Schuss an die Latte. Das wäre fast der Ausgleich gewesen.

Stattdessen war das Glück den Hausherren hold, die nach 58 Minuten von einem Eigentor von Adrian Figielek profitierten. 2:0 – Speldorf nun mit dem Rücken zur Wand.

Etablierte Kräfte bleiben auf der Bank

Und Rehmann reagierte erneut, brachte Hendrik Willing, der gleich für Schwung sorgte, für Cankut Bastutan (60.) sowie Maxwell Bimpek für Figielek (70.). Toptorjäger Esad Morina stand gar nicht erst im Kader, Janis Timm, André Panz, Burak Demirdere oder auch Semih Zorlu saßen weiter auf der Bank. „In der Liga, die Priorität hat, stecken wir im Abstiegskampf. Da habe ich nicht so viele Möglichkeiten zu rotieren. Deshalb habe ich heute den jungen Spielern die Gelegenheit gegeben, den Druck und die Wettkampfpraxis zu spüren“, argumentierte Rehmann.

Dass das Teile des Speldorfer Anhangs nicht nachvollziehen konnten, brachte den Trainer in Rage. „Auch die jungen Spieler, die hier vielleicht noch ein paar Fehler machen, haben Respekt verdient. Es werden Spiele kommen, da brauche ich die Jungs. Und da sind diese Erfahrungen wertvoll“, sagte der Trainer.

Siminenko bringt die Hoffnung zurück

Beinahe hätte es sogar noch gereicht, um die Verlängerung zu erreichen. Siminenko verkürzte in Minute 70 – Speldorf drückte danach weiter, konnte sich aber keine nennenswerten Torchancen erspielen. „Dieses Spiel mit vielen Zweikämpfen und Luftduellen lag uns auch einfach nicht. Wir haben verdient verloren“, sagte Rehmann. Den Schlusspunkt setzte zwei Minuten vor dem Ende Lars Mrozek mit dem Tor zum 3:1.

Olaf Rehmann richtet den Blick nun bereits wieder auf die Liga, in der in den kommenden Wochen richtungsweisende Duelle anstehen. „Es ist ein schmaler Grat, auf dem ich mich bewege. Ich habe nicht so viele gestandene Spieler wie andere. Deshalb muss ich die jungen Spieler bringen“, sagte er. Letztlich wird es aber auch Ergebnisse brauchen, um den Speldorfer Anhang wieder etwas zu besänftigen.

Viktoria Buchholz – VfB Speldorf 3:1 (1:0)
Tore:
1:0 Mrozek (3.), 2:0 Figielek (58., ET), 2:1 Siminenko (70.), 3:1 Mrozek (88.)
VfB: Hauffe – Weiß, Aborah, Heinz, Boka, Music, Bastutan (50. Siminenko), Figielek (70. Bimpek), Velichkovski (80. Yu), Mang, Steinkusch (60. Willing).

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