Feldhockey

Nur ein Punkt: Kahlenberger Herren so gut wie abgestiegen

Der Kahlenberger HTC bleibt drei Spieltage vor Schluss Tabellenschlusslicht in der 2. Bundesliga. Trainer Tim Leusmann möchte aber noch nicht aufgeben.

Der Kahlenberger HTC bleibt drei Spieltage vor Schluss Tabellenschlusslicht in der 2. Bundesliga. Trainer Tim Leusmann möchte aber noch nicht aufgeben.

Foto: Michael Dahlke / FFS

Der KHTC hat am letzten Doppelspieltag der Saison in der 2. Bundesliga erneut keinen Dreier eingefahren. Die Konkurrenz ist davongezogen.

Mülheim. Am Ende ist der Gegner einfach ein Stück cleverer gewesen. Der Kahlenberger HTC hat sein vorletztes Heimspiel der Spielzeit 2018/19 gegen Aufstiegsaspirant Schwarz-Weiß Neuss mit 0:4 (0:2) verloren. Das Ergebnis fällt deutlicher aus, als es der Spielverlauf eigentlich hergegeben hat. Am Samstag noch hatte der KHTC bei Blau-Weiß Köln beim 2:2 einen überraschend Punkt eingefahren und ist doch der Verlierer des Spieltags.

Denn die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt hat bis auf die TG Heimfeld allesamt mindestens einen Sieg am Doppelspieltag eingefahren. „Jetzt wird es ganz, ganz eng für uns. Rechnerisch ist die Rettung noch möglich, aber uns allen ist bewusst, dass jetzt auch eine gehörige Portion Glück dazugehört“, lautete das Fazit von Trainer Tim Leusmann nach der Heimschlappe gegen Neuss am Sonntagmittag.

Nach nur zwei Minuten steht es 0:1

Zuvor bot seine junge und teils nicht bundesligaerfahrene Mannschaft dem erfahrenen Gegner aus dem Rheinland ordentlich Paroli. Die Tore machte allerdings nur Schwarz-Weiß Neuss. Schon nach nur zwei Minuten lief der KHTC dem Rückstand hinterher, weil die Abwehr eine Strafecke nicht final aus dem Kreis geklärt bekam und der Neusser Abwehrspieler Ivo Otto am Ende Nutznießer war und mit einem Schlag Keeper Krischan Schliemann überwand.

In der Folgezeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Kahlenberg fand aus dem Spiel heraus zunächst wenig Möglichkeiten, die beiden Viererketten von Schwarz-Weiß zu umspielen und wählte häufig lange Schlenzbälle von Kevin Kleine-Kopries. Torchancen blieben bei den Blau-Weißen erst einmal Mangelware, bis sie sich die ersten Strafecken vor der Halbzeit erspielen konnten. Allerdings scheiterte Abwehrmann Kleine-Kopries zweimal an Keeper Konstantin Hayner.

Die nötige Griffigkeit und Aggressivität ließ die junge Mannschaft von Tim Leusmann in den Zweikämpfen manchmal vermissen. So entstand schließlich auch das 0:2, als der Pakistani Syed Sibtain Raza Naqvi sich spielerisch einfach bis in den Kreis dribbeln konnte und mit einem Beinschuss auch noch Schliemann im Tor überraschte.

Jan Köppen einer der Lichtblicke

Spätestens nach dem zweiten Nackenschlag investierte der KHTC noch mehr und arbeitete sich in die Neusser Hälfte vor, blieb im letzten Drittel aber häufig zu ungenau und hektisch. „Der Wille war bis zum Schluss da. Meine Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft“, sagte Leusmann und nahm seine Spieler in Schutz. „Bis auf den etwas zu zaghaften Start haben wir mit Neuss auf Augenhöhe gespielt.“

Vor allem Jan Köppen wirbelte die erfahrene Abwehr des Aufstiegsaspiranten immer wieder durcheinander. Aber auch ihm fehlte am Ende das nötige Quäntchen Glück zum Erfolg. In der Schlussminute aber kassierte Kahlenberg noch zwei weitere Treffer, als Leusmann Keeper Schliemann längst vom Feld genommen hatte.

Drei Spiele stehen noch aus. Die Mülheimer liegen sechs Punkte hinter der TG Heimfeld, die auf dem achten Rang steht. Leusmann bleibt kämpferisch: „Es muss schon viel passieren, dass wir drinbleiben. Aber noch ist es möglich und deshalb glauben wir weiter an uns.“

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