Feldhockey 1. Bundesliga

Nackenschlag für Uhlenhorst-Damen in München

Moses Lodarmasse betreut in den kommenden Tagen die russischen Nationalmannschaft. Im Gepäck hat er viel Arbeit aus Mülheim.

Moses Lodarmasse betreut in den kommenden Tagen die russischen Nationalmannschaft. Im Gepäck hat er viel Arbeit aus Mülheim.

Foto: Martin Möller / Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim.  Mit einer 0:1-Niederlage verabschieden sich die Damen des HTC Uhlenhorst in die Winterpause. Das hat Auswirkungen auf den Kampf um die Play-offs.

Am Sonntagmittag machte sich Moses Lodarmasse auf den Weg nach Perth. Dort betreut der Trainer der Damenmannschaft des HTC Uhlenhorst die russischen Frauennationalmannschaft im Spiel gegen Australien. Es geht um nicht weniger als das Olympiaticket. Im Gepäck hatte er eine 0:1-Niederlage der Uhlenhorster-Damen aus dem Spiel beim Münchner SC – und damit verbunden eine Menge Druck für die Rückrunde im Frühjahr 2020.

Erst am 4. April geht es für die HTCU-Damen mit dem Auswärtsspiel beim Rüsselsheimer RK weiter. Das wird dann sofort ein Endspiel um die Teilnahme an den Play-offs. Denn die Uhlenhorster verpassten es zum Hinrundenabschluss in Bayerns Landeshauptstadt, sich mit einem Sieg ein Polster von drei Punkten auf Rüsselsheim und Berlin zu erspielen. Mit weiterhin elf Punkten auf dem Konto liegen die drei Teams nach der Vorrunden gleich auf.

Erst im Schlussviertel dreht Mülheim auf

Die knappe Niederlage hatten sich die Uhlenhorster unter dem Strich selbst zuzuschreiben. Zu pomadig waren sie über drei Viertel des Spiels aufgetreten, kreierten kaum Torchancen und konnten so auch nicht an das letzte Viertel aus dem Spiel gegen Rot-Weiss Köln am vorherigen Spieltag anknüpfen. „Die Münchner kamen kaum vor unser Tor, haben aber nach 39 Minuten das 1:0 gemacht“, kommentierte Moses Lodarmasse. Charlotte Veitner schockte die Mülheimerinnen mit ihrem Treffer.

Danach zeigten die Uhlenhorster endlich den Esprit und die Leidenschaft, die sie zuvor hatten vermissen lassen. Kapitänin Maike Schaunig traf nur die Querlatte, auch die weiteren Angriffsbemühungen blieben erfolglos. Obwohl der HTCU im Schlussviertel mit vier Stürmerinnen agierte. „Es soll keine Ausrede sein, aber auch mit den Schiedsrichtern hatten wir kein Glück“, so Lodarmasse.

Potenzial nicht voll abgerufen

Erneut gelang es seinem Team nicht, das vorhandene Potenzial über die komplette Spieldauer abzurufen. „Wir können es, aber uns fehlt die Konstanz“, hielt er fest. Daran werden sie am Uhlenhorst arbeiten, um in den fünf verbleibenden Spielen das Saisonziel Play-offs zu erreichen. Im Flugzeug hat der Trainer viel Zeit, sich Gedanken zu machen.

Münchner SC – HTC Uhlenhorst
Tor:
1:0 Veitner (39.)
HTCU: Jovy – Schaunig, Birkner, M. Kiefer, Grote, Barth, Köllinger, Kresken, Apeltrath, K. Kiefer, Terber, Strobel, Hieben, Neuheuser, de Maria, Meister.
Gelbe Karte: Konsek / –
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Horn – Rissel

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben