FUSSBALL

Mülheimer SV 07 setzt weiter auf Dimitri Steininger

Mülheim.  Beim Derby gegen den MFC 97 waren nicht nur die Leistungen der beiden Mannschaften, sondern auch das Verhalten der Trainer unterschiedlich.

Der Auftritt des Mülheimer FC 97 im Derby beim Mülheimer SV 07 war beeindruckend. Das 4:0 ging letztlich auch in der Höhe in Ordnung – in beste Jürgen-Klopp-Manier drückte der MFC die Hausherren immer wieder tief in deren eigene Hälfte. Die Unterschiede waren auch am Spielfeldrand zu erkennen. An den Auftritten der beiden Trainer.

Hakan Katircioglu und sein Co-Trainer Daniele Autieri konnten mit dem Auftritt ihrer MFC-Mannschaft mehr als zufrieden sein. „Wir haben uns in der Spitzengruppe eindrucksvoll zurückgemeldet“, sagte Katircioglu im Anschluss. Das spiegelte sich auch schon während der Partie wider.

Souveräner Auftritt des MFC

Zwar tigerten die beiden immer wieder durch die Coachingzone, gaben Anweisungen und mahnten ihre Schützlinge zur Ruhe, wenn im temporeichen Spiel Hektik aufzukommen drohte. Der Auftritt war auf wie neben dem Platz souverän.

Auf der anderen Seite sprang Dimitri Steininger wie ein Irrwisch durch die Coachingzone der Hausherren, immer wieder befand er sich auf Höhe der Mittellinie. Liefen seine Spieler zurück – er lief mit. Über 90 Minuten gab der Neuling an der Seitenlinie Anweisungen – und musste doch mit ansehen, wie sein Team ohne wirklich Chance das Spiel verlor. „In den vergangenen zwei Wochen ist viel mit dem Trainerwechsel viel passiert. Aber wir haben von der Spielanlage her ein klares Konzept. Wir müssen aber vor allem die Drucksituationen besser lösen“, erklärte Steininger.

Steininger fehlte die Leidenschaft

Was ihm beim Auftritt seiner Elf vor allem fehlte war die Leidenschaft – die der Trainer selbst an der Seitenlinie vorlebte. Und das soll er auch in Zukunft tun.

Denn der 31-Jährige bleibt auch fortan Trainer der „07er“. Schon vor dem Pokalspiel gegen den Duisburger FV 08 am vergangenen Mittwochabend (1:0-Sieg nach Verlängerung) sprach die sportliche Leitung mit dem bisherigen Interimscoach über diese Möglichkeit. „Die Art und Weise, wie er das Training leitet und wie er die Mannschaft auf das Spiel vorbereitet, gefällt uns sehr gut“, begründet der sportliche Leiter Christian Reck die Entscheidung des Vorstandes. Steininger weiter das Vertrauen zu schenken.

Suche nach einem Co-Trainer

Zwar seien auch Gespräche mit potenziellen externen Kandidaten geführt worden, schnell sei unter den Verantwortlichen aber die Erkenntnis gereift, dass die Option Steininger die sinnvollste für den MSV ist. „Warum sollten wir dann noch anderweitige Risiken eingehen?“, so Reck.

Als Co- und Torwarttrainer steht Dimitri Steininger im Moment nur Jürgen Wirsching zur Verfügung. Ob der bisherige Assistent von Dirk Roenz, Andreas Grande, nach gesundheitlichen Problemen noch einmal zum Mülheimer Spielverein zurückkehrt, ist zurzeit fraglich. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Co-Trainer“, bestätigt der sportliche Leiter.

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