SCHWIMMEN

Mülheimer Schwimmer wollen Damian Wierling besiegen

Fritz Mund gehört über 50 Meter Brust zu den Kontrahenten von Damian Wierling.

Fritz Mund gehört über 50 Meter Brust zu den Kontrahenten von Damian Wierling.

Foto: Carmen Wierling / SG Mülheim

Mülheim.  Nach den Sommerferien sind die Stadtmeisterschaften die erste Standortbestimmung für Mülheims Schwimmer. Sie wollen einen Prominenten schlagen.

Fünf Wochen lang war es etwas ruhiger in Mülheims Schwimmbädern. Die Vereinsschwimmer legten eine fünfwöchige Sommerpause ein. Die ist mit dem Ende der Sommerferien aber Geschichte, die neue Saison steht vor der Tür. Als erste Leistungsüberprüfung dienen die Stadtmeisterschaften der langen und kurzen Strecken, die von Freitag bis Sonntag im Südbad stattfinden.

Seit vier Wochen sind die Schwimmer mittlerweile wieder im Training. Nun wird erstmals der Ausdauerzustand abgefragt. Trainer André Engel hat seine Schützlinge dabei nicht langsam wieder herangeführt, sondern bevorzugte einen Kaltstart. „Das tut dann mal drei Tage weh“, sagt der Coach mit einem fiesen Grinsen.

Gutes erstes Jahr für den neuen Chefcoach

Für Engel sind es die dritte Stadtmeisterschaften als Trainer der SG Mülheim. Die erste Saison am Mülheimer Beckenrand verlief durchaus erfolgreich. „Wir haben es geschafft, uns auf eine breitere Basis zu stellen“, sagt Engel. Die Medaillen, etwa bei den NRW-Meisterschaften, seien nicht mehr geworden, sondern eben auch auf mehrere Schwimmerinnen und Schwimmer verteilt als zuvor. „Die Leistungen im Training wurden auch auf die Wettkämpfe übertragen“, sagt Engel.

Das erhofft er sich auch für die neue Saison. Höhepunkt der Saison werden wieder die deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin. „Unser Ziel muss es aber natürlich auch sein, Leute zu den offenen deutschen Meisterschaften zu bringen“, betont Engel. Bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Zusammenlegung der kurzen und langen Strecken

Einer, der mit den Stadtmeisterschaften beginnt. Hierbei wurden die langen und kurzen Strecken zusammengelegt. Die langen Strecken fanden sonst im Februar statt, parallel zu mehreren anderen Veranstaltungen. „Wir wollten den Wettkampfkalender ein bisschen entzerren“, erklärt Christian Mund, zweiter Vorsitzender des Fördervereins TG Schwimmen.

Geschwommen werden nun die 50 und 100 Meter in allen vier Disziplinen, die 100 und 200 Meter Lagen sowie die 400, 800 und 1500 Meter Freistil. Dabei stehen die 50- und 100-Meter-Strecken im Fokus, weil sie für die Zuschauer besonderes interessant sind, während die langen Strecken eher ans Ende der Veranstaltung gesetzt wurden. Zudem lobt die Sparkasse zum wiederholten Mal einen Sprintpokal für die Jahrgangsbesten in der Gesamtleistung der 50-Meter-Wettbewerbe aus.

Ehemalige Mülheimer geben sich die Ehre

„Die Stadtmeisterschaften sind auch immer ein kleines Familienevent“, weiß Christian Mund. Es kommt dabei nicht nur zu ehrgeizig geführten Duellen zwischen den Mülheimer Schwimmern, es sind auch Athleten dabei, die im Süd- und Nordbad groß geworden sind, aber mittlerweile für andere Vereine starten. Dazu zählt etwa der Gladbecker Christopher Theis, aber auch Olympiateilnehmer Damian Wierling von der SG Essen.

Der 22-fache Stadtmeister startet nur am Freitag und absolviert dabei neben den 100 Meter Freistil auch die für ihn eher ungewohnten 50 Meter Rücken und 50 Meter Brust. Vor allem die Bruststrecke ist er seit acht Jahren nicht mehr in einem Wettkampf geschwommen. Die Mülheimer werden hier besonders scharf darauf sein, den 23-Jährigen zu schlagen. Trainer André Engel hat vor allem Routinier Daniel Cornelsen, Fritz Mund oder Luca Bork auf dem Zettel.

Die Wettkämpfe beginnen am Freitag um 17.30 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils um 14.30 Uhr. 113 Athleten absolvieren insgesamt 661 Starts.

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