FUSSBALL

MSV 07 holt glücklichen Punkt

Der Spielgestalter in Aktion: Blerim Hysenlekaj beweist mit seinem linken Fuß stets viel Ballgefühl.

Foto: Herbert Höltgen

Der Spielgestalter in Aktion: Blerim Hysenlekaj beweist mit seinem linken Fuß stets viel Ballgefühl. Foto: Herbert Höltgen

Nach Knieverletzung von Philipp Reis verlieren die Mülheimer den roten Faden und holen am heimischen Saarnberg nur ein 2:2-Unentschieden.

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Eine Knieverletzung ist für ein Fußballer einer der schlimmsten Fälle, die eintreten können. Philipp Reis, Mittelfeldspieler des Mülheimer SV 07, verletzte sich früh in der Partie gegen den TuS 84/10 Bergeborbeck am linken Knie. Nach einem Zweikampf auf der rechten Außenbahn blieb Reis vermutlich mit dem Fuß im Rasen hängen und schrie mehrmals laut auf. Das Knacken des Knies hörte selbst der ein oder andere Zuschauer im Stadion am Waldschlösschen.

„Ein Kreuzbandriss wäre bitter für Philipp, der noch ein junger Spieler ist. Ich vermute aber, dass er Glück im Unglück hatte“, so Trainer Dirk Roenz hoffnungsvoll. Nach dem Spiel gab es eine kleine Entwarnung. „Philipp ist aus dem Krankenhaus raus. Es ist wohl kein Kreuzbandriss. Es ist eher angerissen oder das Außenband könnte beschädigt sein“, so der sportliche Leiter Christian Reck weit nach Spielende.

Früher Führungstreffer bringt Schwung in die Partie

Bis zur Verletzung von Reis, der sofort mit dem Krankenwagen abgeholt wurde, lief es für die Mülheimer recht erfreulich. Der frühe Führungstreffer durch Stürmer Daniel Petz (6.) brachte Schwung in das Spiel des MSV. Die Gastgeber kombinierten stark und standen hinten stabil. Der TuS fand kein Durchkommen. Nach dem Ausfall von Reis allerdings verlor der MSV sein Konzept und ließ die Essener mehr und mehr ins Spiel kommen. Folgerichtig schlug es dann durch Mittelfeldspieler Adil Touzani im Tor der Mülheimer ein (35.).

Nach der Pause wirkte die Heimmannschaft nach vorne äußerst ratlos, agierte mit langen Bällen und ließ hinten die nötige Aggressivität vermissen. Trainer Roenz fordert mehr Biss von seinem Team: „Wir gewinnen aktuell zu wenig Zweikämpfe.“ Der TuS legte sein Spiel in Halbzeit zwei auf Konter aus und sorgte so für Gefahr im MSV-Strafraum. „Wir haben gut angefangen bis zum 1:0. Danach haben wir das Fußballspielen eingestellt. Der TuS hätte in Halbzeit zwei mit 5:2 führen können“, so Roenz nach dem Schlusspfiff.

Daniel Petz schnürt einen Doppelpack für den MSV

Umso überraschender kam das 2:1 von Petz, der seinen Körper geschickt einsetzte und per Flachschuss mit seinem Doppelpack die Mülheimer in Front schoss (70.). Die Führung verlieh den „07ern“ jedoch keine Sicherheit, so dass die Gäste zunächst durch Mario Urbasick den Pfosten trafen und danach verdient den Ausgleichstreffer durch Naoufal Nouri markierten (79.). In der Schlussphase hatte der MSV noch zwei Hochkaräter durch Robin Götze, dessen Schuss vom Torwart an den Pfosten gelenkt wurde, und David Römer, der per Kopf nur die Latte traf.

Ein Sieg wäre aber wohl eher als glücklich einzustufen gewesen. „Ein verdienter Punktgewinn für Bergeborbeck. Auch wenn wir am Ende noch die Chancen auf den Siegtreffer hatten, geht das Ergebnis in Ordnung.“, analysierte MSV-Coach Roenz die Partie.

Mülheimer SV 07 –
TuS Bergeborbeck 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Petz (6.), 1:1 Touzani (35.), 2:1 Petz (70.), 2:2 Nouri (79.)

MSV: Schunk – Götze, Käsch, Steininger, Wandel – Reis (21. Römer), Matenar (46. Weißfloh) – Hendricks (71. Brose),
Hysenlekaj – Roenz – Petz

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