FUSSBALL

MFC 97 nach 4:0-Sieg endgültig im Aufstiegskampf dabei

MFC-Mittelfeldspieler Yusuf Isik ist nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt.

MFC-Mittelfeldspieler Yusuf Isik ist nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt.

Foto: Franz Naskrent

Mülheim.   Styrumer rücken an den Relegationsplatz heran. Mintards Trainer warnt vor der eigenen Zufriedenheit. Auch der MSV hat nun Blut geleckt.

Es ist längst keine Überraschung mehr, doch der Mülheimer FC 97 ist endgültig im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga angekommen. Am Donnerstag besiegte der Bezirksligist die SG Kupferdreh-Byfang mit 4:0 (3:0), kletterte auf Platz drei und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz sowie fünf auf Spitzenreiter Mintard.

Wilson Moreira, der vorne den Vorzug vor Emre Camdali bekam, brachte den MFC in der 22. Minute in Führung. Per Doppelpack stellte Anil Yildirim schon vor der Pause auf 3:0. „Die erste Halbzeit war stark, wir haben alle Vorgaben umgesetzt“, lobte MFC-Trainer Hakan Katircioglu.

Mülheimer punkten mit offensivem Pressing

Seine Mannschaft setzte den Gegner mit offensivem Pressing unter Druck und traf nach starken Passabfolgen. Dass seine Mannschaft in Hälfte zwei „zehn Gänge“ zurückschaltete, konnte der Coach im Nachhinein beinahe verkraften. „In der Liga wissen jetzt alle, dass das keine zufällige Erfolgsserie war, sondern dass sie mit uns rechnen müssen“, sagt Katircioglu nach diesem überzeugenden Sieg.

Ahmed Ammari könnte auch am Sonntag wieder von Beginn an auflaufen. Foto: Frank Oppitz Mülheimer FC 97 – VfB Essen-Nord (So., 15.15 Uhr, Ruhrstadion). Nun wollen die Styrumer am liebsten den achten Sieg in Serie einfahren, wenn der Tabellenzehnte VfB Essen-Nord ins Ruhrstadion kommt. An der Aufstellung wird der Trainer trotz zweier Spiele innerhalb weniger Tage aller Voraussicht nach nicht viel ändern. Mittelfeldspieler Yusuf Isik könnte nach abgesessener Gelbsperre zwar wieder mitwirken, Ersatzmann Ahmed Ammari hat seine Sache am Donnerstag aber gut gemacht.

Gedanken macht sich Trainer Katircioglu lediglich über die Mittelstürmerposition. „Ich kann mich erinnern, dass Essen-Nord in der Abwehr ziemlich große Brecher hatte. Es kann also sein, dass ich da wieder auf Emre Camdali setze“, so der Coach.

Blau-Weiß Mintard – TuS Essen-West 81 (So., 15 Uhr, Durch die Aue). In den kommenden vier Wochen wird es Spitzenreiter Blau-Weiß Mintard ausschließlich mit Teams zwischen den Plätzen zehn und 14 der Tabelle zu tun bekommen. Und das nach einem 5:0-Sieg gegen den Tabellendritten. Trainer Marco Guglielmi warnt vor dem Heimspiel am Sonntag vor der eigenen Zufriedenheit.

„Das ist eigentlich das Schlimmste, was uns passieren kann: dass wir nach einem 5:0 gegen den Tabellendritten ein paar Gänge zurückschalten. Das dürfen wir wirklich erst am Saisonende“, betont der Coach. Er ist sich sicher, dass seine Elf sich keine Ausrutscher leisten darf. „MFC und Steele machen im Moment keine Fehler“, sagt er mit Blick auf die beiden ärgsten Verfolger in der Bezirksliga-Tabelle.

Nach dem Hinspiel ging es für Essen-West bergab

Ohnehin erwartet er eine schweres Spiel gegen den ehemaligen Landesligisten (2015 bis 2017). Das Hinspiel war noch die Top-Partie des damaligen Spieltags. Danach ging es mit den Essenern bergab. „Ich weiß gar nicht genau, woran das liegt. Ich halte sie für viel besser, als sie jetzt dastehen“, sagt Guglielmi. Essen-West verfügt über erfahrene Akteure und gute Einzelspieler. „Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft und wir werden eine Top-Leistung bringen müssen“, sagt Mintards Coach.

Er muss vor diesem Heimspiel einen neuen Innenverteidiger finden, denn Silvain Wirkus hat sich im letzten Spiel verletzt. Neben Marius Beyer und Marlon Braun kommt auch Eugene Asamoah in Frage. „Alle drei würden ihre Sache gut machen“, ist sich der Coach sicher. Welchen Kandidaten er aus diesem Trio neben Julian Piontek aufstellt, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining. Neben Wirkus fehlen auch Frederic Faßbender, Andreas Kniep und Jakob Kruse.

Heisinger SV – Mülheimer SV 07 (So., 15 Uhr, Uhlenstraße). Im Kampf um den Aufstieg hat nun auch der MSV 07 so richtig Blut geleckt. Nur noch vier Punkte liegt der Spielverein hinter dem zweiten Platz, einem Relegationsplatz, zurück.

Auch der kommende Gegner hat mit der Relegation zu tun, allerdings mit der gegen den Abstieg. Und diese möchte der Heisinger SV selbstredend vermeiden. „Da unten wird dir keiner etwas schenken. Deswegen gibt es für uns auch keine leichten Spiele mehr. Wir haben jetzt elf Endspiele“, sagt MSV-Trainer Dirk Roenz.

Roenz muss in der Offensive eine Position neu besetzen, da sich Neuzugang Sören Alexander Zachries eine Oberschenkelzerrung zugezogen hat. Unter anderem könnten Christopher Weifloh und Benjamin Kuhlewey, die ebenso wie Abwehrspieler Jannik Hoppe aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, in die erste Elf rücken. Allrounde Oliver Ognjanovic ist ins Lauftraining zurückgekehrt.

SpVgg Steele – SV Rot-Weiß Mülheim (So., 15.15 Uhr, Langmannskamp). Auf das Spiel werden nicht nur die Rot-Weißen selbst schauen. Mit einem Sieg beim Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga würde RWM auch den Verfolgern MFC und MSV einen großen Gefallen tun.

Doch die Eppinghofer müssen beim Duell am Langmannskamp vor allem auf sich selbst schauen. Denn mit Fabian Pusch, Yannick Schmitz, Dustin Christmann und Umut Akpolat fallen wieder wichtige Spieler aus. Innenverteidiger Christmann könnte von Jonas Kathmann oder Daniel Friedmann vertreten werden, doch dann entstünden Lücken auf der jeweiligen Außenverteidigerposition. Durch die Ausfälle von Schmitz und Akpolat muss Giulian Boka aller Voraussicht nach sofort wieder von Beginn an spielen. Auch Simon Grün steht wieder zur Verfügung.

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