Feldhockey Frauen-Bundesliga

Lehrreiches Wochenende für die HTCU-Frauen in Berlin

Charlotte von Hülsen (r.) war in beiden Spielen am Wochenende in Berlin für den HTCU erfolgreich. In der Partie beim Berliner HC erzielte die Stürmerin kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 2:1.

Charlotte von Hülsen (r.) war in beiden Spielen am Wochenende in Berlin für den HTCU erfolgreich. In der Partie beim Berliner HC erzielte die Stürmerin kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 2:1.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Der HTCU verliert zunächst beim Drittletzten Zehlendorf mit 1:2, zeigt tags darauf aber ein tolles Spiel beim 2:1 gegen den BHC.

Solch eine Reaktion wünscht sich eigentlich jeder Trainer einer Mannschaftssportart von seinem Team: Nach der dürftigen Vorstellung der Uhlenhorsterinnen am Samstagnachmittag beim 1:2 gegen Aufsteiger Zehlendorfer Wespen überraschten die Mülheimerinnen in der 1. Bundesliga am Sonntagmittag mit dem 2:1-Erfolg beim Berliner HC.

Das 2:1 war die Antwort, die sich HTCU-Coach Benjamin Hinte nach der unglücklichen Niederlage tags zuvor gewünscht hatte. „Spielerisch sind wir unter unseren Möglichkeiten geblieben. Es war das schlechteste Saisonspiel“, analysierte Hinte die 60 Minuten beim Drittletzten Zehlendorfer Wespen. Die Mülheimerinnen haben ihr spielerisches Potenzial in der ersten Hälfte nicht ausgeschöpft. Die Zehlendorferinnen machten es mit ihrer defensiven Grundordnung dem HTCU sichtlich schwer, Chancen herauszuspielen. Dagegen nutzten die Gastgeberinnen eiskalt ihre wenigen Möglichkeiten. Erst erzielte Alina Jäger das 1:0 (14.), dann erhöhte Anna Mareike Kell nach der einzigen Ecke für die Wespen zum 2:0 nach 21 Minuten.

Mehr als der Anschluss durch von Hülsen war nicht drin

Nach dem Wechsel kontrollierte das Hinte-Team die Partie, ließ die Gegnerinnen nicht mehr zur Entfaltung kommen. Doch mehr als der Anschlusstreffer durch Charlotte von Hülsen (37.) war nicht mehr drin. „Vom Leistungsvermögen her hätten wir am Samstag einen Sieg holen müssen. Für unsere junge Mannschaft ist so ein Ausrutscher aber auch mal in Ordnung. Das ist nicht schlimm“, sagt Benjamin Hinte.

Die Spielaufbereitung begann für Hinte und seine Spielerinnen bereits direkt nach Schlusspfiff. „Wir haben uns zusammengesetzt und über die Niederlage gesprochen“, sagte Benjamin Hinte. Das Ergebnis dieser Aussprache mündete am Sonntag dann im 2:1-Erfolg beim Berliner HC. „Wir haben ein tolles Spiel gemacht, wir waren richtig gut“, so Hinte, der sich aber viel mehr über die Art und Weise dieses Sieges freute: „Die Spielerinnen haben Moral bewiesen und Charakter gezeigt. Sie haben konsequent unseren Spielplan verfolgt.“

Rückstand nach fünf Minuten

Die taktische Marschroute lautete gegen den BHC: über die Außenpositionen für Gefahr vor dem Berliner Tor sorgen. Allerdings waren die Berlinerinnen zunächst das gefährlichere Team. Nach einer kurzen Ecke stand es früh 1:0 für die Gastgeberinnen. Jana Gonnermann traf bereits in der fünften Minute. Berlin bestimmte fortan das Geschehen auf dem Platz. Der HTCU hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn sie bis zur Pause deutlicher in Rückstand geraten wären.

Von ihrem Matchplan wichen die Mülheimerinnen indes nicht ab. Nach dem Wechsel erhöhten sie den Druck und spielten geduldig weiter nach vorne. Zunächst jedoch ohne einen Torerfolg. Der ließ nämlich lange auf sich warten. Sieben Minuten vor dem Ende belohnten sich die Mülheimerinnen für ihr geduldiges Spiel. Nach einem Angriff über außen gab es eine Ecke für den HTCU. „Maren Kiefer hat die erste Welle der Verteidigung aussteigen lassen und die Kugel dann abgezockt reingemacht“, lobte Benjamin Hinte seine Stürmerin.

lLhrreiches Wochenende für diese junge Mannschaft

Die Uhlen gaben sich mit einer Punkteteilung jedoch nicht zufrieden. Sie drängten auf den Siegtreffer und drehten die Partie tatsächlich noch. „Das war ein super Angriff, viele Spielerinnen sind mit nach vorne gelaufen. Da hat sich der Wille gezeigt, das Spiel noch gewinnen zu wollen. Jede Spielerin hätte das Tor schießen können“, blickt Hinte zurück. Letztendlich war es Charlotte von Hülsen, die das viel umjubelte 2:1 für ihre Farben erzielte. „Es war ein lehrreiches Wochenende für diese junge Mannschaft“, zog Hinte ein zufriedenstellendes Fazit nach der Fahrt in die Hauptstadt.

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