LEICHTATHLETIK

Laufsport im Frühlingstrubel

Im 1300-Meter-Lauf der Damen hat sich eine Führungsgruppe gebildet. Angeführt wird sie von Katharina Schroer (475). Die Läuferin des TSV Viktoria war am Ende mit 4:36 Minuten auch die Schnellste.

Im 1300-Meter-Lauf der Damen hat sich eine Führungsgruppe gebildet. Angeführt wird sie von Katharina Schroer (475). Die Läuferin des TSV Viktoria war am Ende mit 4:36 Minuten auch die Schnellste.

Foto: Udo Gottschalk

Mülheim.   146 Sportler nahmen an der Stadtmeisterschaft im Crosslauf teil. Ohnehin war es im Witthausbusch voll. Lise Devits gewinnt Hauptlauf

Jede Menge los war am Wochenende im Witthausbusch. Viele Familien nutzten das gute Wetter für einen Ausflug mit den Kindern. Der Nachwuchs bevölkerte den großen Spielplatz und hatte Spaß mit den Tieren im Arche Park. Wären die rot-weißen Absperrbänder nicht gewesen, wäre kaum aufgefallen, dass im großen Park gleichzeitig ein Sportwettkampf stattfand.

Wie immer nutzte die Fachschaft Leichtathletik eine der größten Mülheimer Parkanlagen für die Stadtmeisterschaft im Crosslauf. Trotz des vergleichsweise späten Termins waren insgesamt 146 Teilnehmer mit dabei. „Wir müssen bei der Terminfindung ja auch Rücksicht nehmen auf andere Veranstaltungen wie die Winterlaufserie oder die Medl-Nacht“, erklärt Fachschaftsleiterin Birgit Lübke.

Wenig Resonanz bei „fachfremden“ Sportlern

Erstmals versuchten die Leichtathleten die Cross-Meisterschaft auch für Aktive aus anderen Sportarten zu öffnen. Das Interesse blieb aber noch überschaubar. „Das muss sich vielleicht auch noch einspielen“, so Lübke. Sie freute sich zumindest über einige Nachmelder am Veranstaltungstag, die auch mit guten Leistungen aufwarten konnten.

Am größten waren die Teilnehmerfelder traditionell bei den Kindern, aber auch im Lauf über 5850 Meter gingen 22 Läuferinnen und Läufer an den Start. Dabei kamen sogar drei jeweils dreiköpfige Teams bei den Damen zustande.

Perfekte Bedingungen im Witthausbusch

Die Bedingungen hätten bei 13 bis 14 Grad und Sonnenschein kaum besser sein können. „Nur die Steigungen müssten echt nicht sein, da laufen sie mir weg“, schmunzelt Dieter Schönlau. Der Läufer von Viktoria, Jahrgang 1940, war der älteste Starter beim Crosslauf und ließ auf der Strecke über 5850 Meter immerhin zehn jüngere Konkurrenten hinter sich. Zehn Jahre möchte er noch durchhalten und Bestzeiten laufen.

Damit ist Schönlau mit Sicherheit ein Vorbild für viele Läufer aus Mülheim. Die guten Manieren hat er offenbar schon weitergegeben. Denn im Hauptrennen liefen Lise Devits und Janik Emmendörfer von Marathon Mülheim über zehn Kilometer lang Seite an Seite. Kurz vor der Ziellinie ließ Emmendörfer seiner Freundin aber den Vortritt.

Duo war im Hauptlauf von Beginn an konkurrenzlos

Das Duo war von Anfang an konkurrenzlos. Schon der Drittplatzierte Volker Zorn kam mit fünf Minuten Rückstand ins Ziel, hatte seinen Humor aber nicht verloren. „Ihr wart ein bisschen zu flott, beim nächsten Mal könnt ihr ein bisschen mehr auf die älteren Leute achten“, lachte Zorn.

Die beiden Sieger sind vor zwei Jahren nach Mülheim gekommen und haben sich gleich nach einem Laufverein umgesehen. Aktuell trainieren sie für den Marathon, sind aber auch auf der Triathlon-Langdistanz zu Hause. „Es ist eine schöne Strecke. Sie ist nicht ganz ohne, es macht aber Spaß“, sagte das Duo nach dem Zieleinlauf.

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