Handball

HSV gewinnt einseitiges Derby

Im Fallen erzielt Dümptens Philipp Peich (li.) einen seiner elf Treffer. Styrums Torhüter Christian Lindmüller kann es ebenso wenig verhindern wie die beiden Verteidiger Piet Best und Pascal Giesbert.

Im Fallen erzielt Dümptens Philipp Peich (li.) einen seiner elf Treffer. Styrums Torhüter Christian Lindmüller kann es ebenso wenig verhindern wie die beiden Verteidiger Piet Best und Pascal Giesbert.

Foto: Christoph Wojtyczka

Nach guten 20 Minuten verliert die DJK Styrum 06 den Anschluss. Nach dem Wechsel kann der Aufsteiger keine Spannung mehr aufkommen lassen.

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HSV Dümpten -
DJK Styrum 06 35:24 (20:15)

HSV: Ahlendorf, Raths – Peich (11/1), Helfrich (10/1), Lohr (5), Auf’m Kamp (3), Merten (3), Hellmich (2), Scharfenberg (1), Grewe, Neikes, Von Ritter, Wrobel

DJK: Schoofs, Lindmüller – Schmidt (8/1), Siemes (5), Burczyk (4), Best (3), Hidding (3), Giesbert (1), Chakeri, Mnich, Schüngel

Der HSV Dümpten hat seinen Status als aktuell beste Mülheimer Handballmannschaft erfolgreich untermauert. In einem einseitigen Verbandsliga-Derby schlugen die Dümptener die DJK Styrum 06 vor 150 Zuschauern an der Boverstraße mit 35:24 (20:15).

Der HSV hatte seine beinahe schon obligatorischen Startschwierigkeiten, so dass Styrum anfangs sogar mit zwei Toren vorn lag (2:4). Nico Helfrich brachte die Hausherren beim Stand von 9:8 aber erstmals in Führung. Nach dem Ausgleich durch Marvin Siemes trafen die Dümptener fünfmal in Folge und legten damit den Grundstein für die 20:15-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel vergrößerte der HSV den Abstand innerhalb weniger Minuten auf acht Tore (25:17). Die Styrumer fanden in der Deckung kein Mittel, die beiden Dümptener Haupttorschützen Philipp Peich und Nico Helfrich zu stoppen. Ging es über Außen, kamen die Gastgeber auch oft zum Erfolg. Timo Lohr (fünf Tore) und Felix Merten (drei) konnten sich auch mehrfach in die Trefferliste eintragen. Zudem war das Derby – allerdings auf beiden Seiten – kein Spiel der Torhüter.

„Wir konnten es ruhig und ohne viel Risiko zu Ende spielen, weil die Styrumer nie mehr wirklich nah herangekommen sind“, meinte Dümptens Veit Wrobel, der erst in der Schlussphase zum Einsatz kam, nach der Partie.

„Kein richtiger Wille erkennbar“

Über diesen Umstand ärgerte sich auch der Styrumer Trainer Carsten Quass. Viel zu schnell wuchs ihm der Vorsprung auf über zehn Tore an. „Es war kein richtiger Wille erkennbar, wenigstens noch einmal ein bisschen heranzukommen. In der Abwehr habe ich eigentlich nur eine Stimme gehört“, meinte Quass. Der Coach weiter: „Nach den ersten 20 Minuten haben wir aufgehört zu spielen. Wir haben es nur noch im Klein-Klein versucht anstatt im Mannschaftsverbund zu spielen. Außerdem haben wir viele technische Fehler gemacht, wodurch die Dümptener einfache Tore erzielen konnten.“

Wesentlich zufriedener war freilich sein Trainerkollege Ronny Lasch. „Dafür, dass wir noch eine Woche Pause mehr hatten als alle anderen, war das schon mehr als okay. Wir sind zwar schlecht reingekommen aber so ein Spiel muss man einfach aufbauen und das haben wir ja dann auch getan“, so Lasch. Der Trainer ergänzte: „Wir haben uns kontinuierlich abgesetzt und haben dann ein sehr stabiles Spiel gezeigt, ohne Einbrüche.“

Der HSV Dümpten verteidigte durch den klaren Erfolg im Lokalduell den vierten Tabellenplatz erfolgreich, hat aber nur noch zwei Punkte Rückstand auf den zweitplatzierten Turnverein Ratingen, der wieder den zweiten Rang vom Kettwiger SV (Niederlage gegen die MTG Horst Essen) übernahm. Theoretisch können die Dümptener am Freitagabend, 20.30 Uhr, im Nachholspiel beim TuS Wermelskirchen 07 mit dem Tabellenzweiten gleichziehen. „Wermelskirchen wird aber ein richtiger Brocken“, wirft Trainer Ronny Lasch bereits einen Blick auf das Duell im Bergischen Land voraus.

DJK bleibt knapp über dem Strich

Die Styrumer bleiben durch den Sieg von Hallennachbar HSG Mülheim in Altendorf über dem virtuellen Strich. Der Abstand zu den beiden Abstiegsplätzen bleibt mit nur einem Punkt aber minimal. Am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, gastieren die Styrumer beim Turnerbund Wülfrath. Der HSV Dümpten empfängt am Sonntag um 16 Uhr die HSG Mülheim zum nächsten Derby.

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