Handball

HSV Dümpten verpasst die Pokal-Sensation

Die Dümptenerin Leonie Homberg ist in dieser Szene auch von der Duisburgerin Nadine Wollenberg nicht zu stoppen. Dennoch verlor der Neu-Bezirksligist klar gegen die GSG.

Die Dümptenerin Leonie Homberg ist in dieser Szene auch von der Duisburgerin Nadine Wollenberg nicht zu stoppen. Dennoch verlor der Neu-Bezirksligist klar gegen die GSG.

Foto: Franz Naskrent

Mülheim.   Im Finale unterliegen die HSV-Herren den Wölfen Nordrhein mit 14:25. Für die Damen der Gastgeber war im Halbfinale des Final Four Endstation.

Dem HSV Dümpten ist die Kreispokal-Überraschung nicht gelungen. Der Handball-Verbandsligist unterlag im Endspiel des Final Four dem Regionalligisten HC Wölfen Nordrhein deutlich mit 14:25. Die Dümptener Damen scheiterten in der Vorschlussrunde.

Die „Rothosen“ konnten das Spiel gegen den Absteiger aus der Nordrheinliga nur rund 15 Minuten lang offenhalten. Denn in der Anfangsphase taten sich die Wölfe, die mit einer gemischten Truppe aus erster und zweiter Mannschaft und ihrer A-Jugend angetreten waren, noch mit der defensiv stehenden Abwehr des HSV schwer. Ihre Tore machten die schnellen Duisburger anfangs nur durch Tempogegenstöße.

Dümpten geht in Führung

So ging auch zunächst der Verbandsligist in Führung. Doch auch in dieser Phase ließ das Team von Rene Bülten schon einige Torchancen liegen. Ein Wurf von Rechtsaußen Dominik Gernand ging nur an den Pfosten, Sven Hellmich verwarf den ersten Siebenmeter, so dass die Führung erstmals bei den favorisierten Wölfen lag. Die bauten bis zur Halbzeit den Vorsprung auf fünf Tore aus (11:6).

Ähnlich ging es nach der Pause weiter, der HSV vergab die Chancen, die er sich mühsam erspielte und die Gäste hatten nur noch wenig Mühe, ihren Vorsprung auszubauen. Zehn Minuten vor dem Ende führten sie mit zehn Toren. „Das Halbfinale war zu kräftezehrend. Uns fehlten im Finale die nötigen Körner und dadurch auch die Konzentration“, erklärte Co-Trainer Marek Scharfenberg nach dem Spiel. Die Wölfe hingegen waren frisch und unvorbelastet ins Spiel gegangen. So gewannen sie am Ende mit elf Toren Unterschied (14:25) und konnten den Kreispokal mit nach Duisburg nehmen.

Dass die Mülheimer sich im ersten Halbfinale bereits aufgerieben hatten, lag sicherlich daran, dass es eine durchweg enge Partie war. Bis rund zehn Minuten vor dem Ende führte der HSV nur mit einem Tor (21:20). In der ersten Halbzeit hatte noch der ebenfalls in der Verbandsliga spielende HSG RW O. die Nase vorn. Aber die zweite Hälfte gehörte dann den Mülheimern. RWO wechselte oftmals den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers aus. Weil aber die Dümptener Abwehr gut stand und sich einige Bälle erarbeitete, konnten insbesondere in der Endphase ausnutzen, dass das gegnerische Tor leer war. So setzten sie sich zwei Minuten vor dem Ende mit vier Toren ab (26:22).

Klare Sache bei den Damen

So knapp wie das Halbfinale der Herren war es bei den beiden Damenspielen nicht. Neu-Bezirksligist HSV Dümpten hatte mit der GSG Duisburg dabei sicherlich die härteste Nuss zu knacken. Sie verloren wie erwartet deutlich mit 7:18 nach einer verkürzten Spielzeit von zweimal 20 Minuten. Bereits nach zehn Minuten lag das Team von Trainer Peter Högerle mit 0:6 zurück. Zur Halbzeit hatten sie sich zwar auf 4:9 heran gekämpft, aber in der zweiten Hälfte bauten die Duisburger ihre Führung wieder aus.

Fast genauso klar setzte sich der Oberliga-Aufsteiger Eintracht Duisburg gegen den Stadtrivalen VfB Homberg durch. Die Euphorie des Aufstiegs trug die Eintracht wohl auch durch das Finale gegen die GSG Duisburg. Das Endspiel, das spielerisch nicht unbedingt ansehnlich begann, dominierte zunächst die GSG deutlich, weil Eintracht wohl der Harz am Ball zu schaffen machte. Sie gaben aber nicht auf und kämpften sich mit viel Willen und Einsatzbereitschaft wieder ins Spiel zurück. Zur Pause schafften sie den Anschluss, (10:11) und am Ende holten sie sich nicht unverdient den Titel mit (20:18).

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