Handball Verbandsliga

HSV Dümpten stellt den Kontakt zum rettenden Ufer her

Der HSV Dümpten, hier Daniel Neikes (m.) nahm den Kampf gegen die Cronenberger TG an – und verdiente sich damit den wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf.

Der HSV Dümpten, hier Daniel Neikes (m.) nahm den Kampf gegen die Cronenberger TG an – und verdiente sich damit den wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Zwei wichtige Punkte sicherte sich der HSV Dümpten im Heimspiel gegen die Cronenberger TG – und ist damit zurück im Rennen um den Ligaverbleib.

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Der HSV Dümpten hat die nächsten wichtigen Punkte eingefahren. Die Dümptener gewannen gegen die Cronenberger TG mit 32:29 (15:13) und haben den Anschluss zum rettenden Ufer hergestellt.

Zunächst rückte der Sport aber in den Hintergrund. Denn die Begegnung begann mit einer gemeinsamen Schweigeminute in Gedenken an den am Wochenende verstorbenen Spieler der SG Überruhr. Der 32-jährige war beim Verbandsligaspiel der Essener gegen den LTV Wuppertal II zusammengebrochen. „Angesichts dessen ist es mir vor dem Spiel schon schwergefallen, meine Mannschaft zu motivieren“, so HSV-Trainer Rene Bülten.

HSV Dümpten startet mit viel Tempo

Im Spiel legte der HSV aber gleich flott los und ging 3:1 und 6:3 in Führung. Dann aber stellte sich die Cronenberger Abwehr offensiver auf, was den Hausherren nicht schmeckte. Nach einem Fehlpass brachte ein Tempogegenstoß den 8:8-Ausgleich. Trainer Bülten wechselte auf der halbrechten Rückraumseite und brachte Dominik Gernand für Daniel Neikes, was dem Spielfluss gut tat. Allerdings konnten die Dümptener eine anschließende Überzahlsituation nicht entscheidend nutzen.

Sie verpassten es, das Spiel breit zu machen und damit ihre Außen ins Spiel zu bringen. Aber auch die Cronenberger taten sich mit der defensiven 6:0-Abwehr der Hausherren schwer. So konnte sich der HSV zwischenzeitlich auf 14:10 absetzen. Zum Pausenpfiff hatten die Wuppertaler den Abstand wieder auf zwei Tore reduziert (15:13).

Dümpten holt Cronenberg noch einmal zurück ins Spiel

Nach der Pause stellte der HSV die Abwehr auf eine 3-2-1 um. Dies zeigte die erhoffte Wirkung, die Cronenberger verloren den Ball und Max Heitmann, der vorne in der Spitze spielte, konnte den Konter zum 18:14 verwandeln. Der HSV hielt die Gäste bis zu Schlussphase auf Abstand.

Zwischenzeitlich waren die „Rothosen“ sogar in doppelter Überzahl auf dem Feld. Doch anstatt dies clever auszuspielen, landete der Ball im Aus. Die Gäste verkürzten auf 28:26 und man fühlte sich an die Vorwoche erinnert als der HSV die Punkte in letzter Sekunde verschenkte. „Wir haben es unnötigerweise nochmal spannend gemacht“, so Bülten.

Auszeit bringt Ruhe ins Dümptener Spiel

90 Sekunden vor dem Ende trennten beide Mannschaften immer noch zwei Tore. Die defensive Deckung der Dümptener ließ den Cronenberger Angriff im Rückraum zu viel gewähren und somit einfache Tore erzielen. HSV-Trainer Bülten nahm nochmal eine Auszeit, um seine Mannen zu beruhigen. Die ließen sich dieses Mal dann auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Dominik Gernand traf zum entscheidenden und umjubelten 31:28.

Für Handball-Feinschmecker war das Spiel nichts. „Wir wollten heute keinen Schönheitspreis gewinnen, das war Abstiegskampf pur“, so Bülten. Mit vier Punkten hat der HSV nun zum Solinger TB aufgeschlossen. Vom neunten Tabellenplatz trennt sie nur noch ein Punkt.

HSV Dümpten - Cronenb. TG 32:29 (15:13)
HSV:
Strenger, Lagerpusch - Hellmich (10/6), Tebart, Märker (5), Muscheika, Michalski (1), Anhalt (2) Heitmann (2), Hofmeister (4), Gernand (6), Neikes (1), Hentschel (1).

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