Handball

Giesbert macht Styrum 06 glücklich

HSG-Rückraumspieler Sebastian Engels drehte erst in der Schlussphase auf und brachte sein Team mit mehreren Treffern erst wieder in Schlagdistanz.

Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

HSG-Rückraumspieler Sebastian Engels drehte erst in der Schlussphase auf und brachte sein Team mit mehreren Treffern erst wieder in Schlagdistanz. Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

Mit dem letzten Wurf gewinnt die DJK 06 das Verbandsligaderby. Trotz langem Rückstand hatte die HSG am Ende die Chance auf den Sieg.

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HSG Mülheim -
DJK Styrum 06 26:27 (11:13)

HSG: Pütter, Justen – Rosin (9/1), Schroer (6), Engels (5), Jantze (2), Richter (2), Görgens (1), Koziorowski (1), P. Diemers, Hinz, Leck, Reimers, Völkel

DJK: Schoofs – Best (5), Bremkes (5), Giesbert (4), Milhorst (4), Schmidt (4), Hidding (3), Kruß (1), Mnich (1), Aus der Wiesche, Chakeri, Schüngel, Wagemakers

Als Pascal Giesbert den Ball von der Rechtsaußenposition im Netz unterbrachte, sprangen die Handballer und Fans der DJK Styrum 06 begeistert auf. Wenig später tanzten sie im Kreis herum. „Derbysieger, Derbysieger“, schallte durch die Halle an der Von-der-Tann-Straße. Mit dem letzten Wurf einer spannenden Handballpartie hatte die DJK das Verbandsligaderby gegen die HSG Mülheim mit 27:26 (13:11) für sich entschieden.

„Ich denke es war verdient, denn wir haben die meiste Zeit geführt“, meinte Styrums Trainer Carsten Quass, aus dessen Worten auch eine Menge Erleichterung sprach. „Wir waren mit den Kräften schon ganz schön am Ende“, meinte Quass. Der Coach musste nicht nur auf seine beiden Rückraumspieler Markus Burczyk und Marvin Siemes, sondern in der zweiten Halbzeit auch auf Spielmacher Alexander Schmidt verzichten. Dafür bot Quass überraschend Kreisläufer Robin Milhorst auf, der zu seinem zweiten Saisoneinsatz kam.

Torwart Pütter hält die HSG früh im Spiel

Nicht nur wegen des Spiels mit zwei Kreisläufern (Milhorst und Sascha Hidding) fand Styrum besser ins Spiel. 5:2 führte die DJK nach sieben Minuten. Dass die HSG wieder den Anschluss fand, lag vor allem an Torwart Alexander Pütter, der zwei Siebenmeter hintereinander hielt und kurz darauf auch einen Tempogegenstoß von Michael Mnich entschärfte. Die Gastgeber nutzten das aber nur zum 4:5-Anschlusstreffer und gerieten anschließend mit 4:7 und 5:8 ins Hintertreffen. In der ersten Auszeit gab es eine Standpauke von Trainer Daniel Hellenbrandt.

Die Styrumer blieben im weiteren Verlauf vorn und wirkten galliger. Bezeichnend war das Tor zum 11:7, als Alexander Schmidt nach abgesessener Zeitstrafe wieder aufs Feld kam, sich sofort auf den Ball warf und den Torschützen Piet Best bediente. Immerhin gelangen der Spielgemeinschaft vor der Pausensirene zwei wichtige Treffer, mit denen sie auf 11:13 verkürzte.

Styrums Timo Bremkes trifft in acht Minuten dreimal

Nach dem Wiederanpfiff schien Styrum in Richtung Vorentscheidung unterwegs zu sein. Am 19:14 hatte Timo Bremkes großen Anteil. Der Rückraumspieler traf in acht Minuten dreimal und legte einmal für Michel Kruß auf. Auf der Gegenseite war es immer wieder Dominik Rosin, der die Hoffnungen der HSG am Leben erhielt. Auch Sebastian Engels drehte rechtzeitig auf und brachte sein Team mit drei Treffern hintereinander wieder in Schlagdistanz (22:24). Marco Schroer gelang sogar der Anschlusstreffer (54.). Als Robin Milhorst das 24:26 erzielte, schien Styrum auf dem richtigen Weg. Doch Engels und Marco Schroer glichen für die HSG aus. Mehr noch: Eine Minute vor dem Ende wehrte Alexander Pütter seinen dritten Siebenmeter ab. Nun hatte die HSG es in der Hand. Doch etwa 30 Sekunden vor dem Ende gaben die Gastgeber den Ball aus der Hand, Styrum spielte die Zeit herunter und Giesbert traf zum umjubelten Siegtreffer.

Während die DJK feierte, stand HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt wie ein begossener Pudel in einer Ecke der Halle. Vor seinen Augen schien immer noch diese letzte Minute abzulaufen. „Wir müssen das Ding ganz klar gewinnen. So wie wir das am Ende gespielt haben, geht das echt nicht“, schimpfte der Coach.

Da Konkurrent Altendorf verlor, bleiben die beiden Mülheimer Teams – nun punktgleich – sieben Zähler vor den Abstiegsplätzen.

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