FELDHOCKEY

Eckenschütze schockt den HTC Uhlenhorst

Seine drei Treffer sollten nicht reichen: HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski.

Foto: Kerstin Bögeholz

Seine drei Treffer sollten nicht reichen: HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski. Foto: Kerstin Bögeholz

Mülheim.   Münchens Inderthal erzielt vier Tore bei vier Versuchen und ist der Mann des Tages beim überraschenden Sieg des Tabellenletzten.

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Die Warnung von Trainer Omar Schlingemann dürfte laut genug gewesen sein und dennoch passierte den Feldhockey-Bundesligaspielern des HTC Uhlenhorst beim Tabellenletzten Münchner SC das Unausweichliche: Die Mülheimer verloren überraschend mit 4:5 (2:1) und kassierten damit einen unnötigen Rückschlag im Kampf um das Final Four.

Den Plan, auf dem Weg zur deutschen Endrunde weitere drei Punkte einzusammeln, wurde den Uhlenhorstern vor allem von Alexander Inderthal zunichte gemacht. Der Münchner versenkte alle vier Ecken im Mülheimer Gehäuse und war damit der Mann des Tages.

Stralkowski antwortet mit Doppelpack auf die erste Ecke

Auf den ersten Eckentreffer hatten die Mülheimer noch die richtige Antwort parat. Thilo Stralkowski drehte den Rückstand mit einem Doppelschlag in eine 2:1-Führung um. „Im ersten Viertel waren wir eigentlich noch ganz gut, danach kamen wir aber nicht mehr richtig ins Spiel“, meinte HTCU-Coach Omar Schlingemann.

Vor allem nicht im dritten Viertel. Mit einem Ecken-Doppelschlag brachte Inderthal den MSC mit 3:2 in Führung. Im letzten Abschnitt legte er sogar noch Treffer Nummer vier nach. Stralkowski machte das Spiel mit seinem dritten Treffer zwar noch einmal scharf, doch mit dem ersten Münchener Tor aus dem Spiel heraus machte Daniel Schellinger vier Minuten vor Schluss alles klar.

Schlingemann: „Wir haben alles falsch gemacht“

„Wir haben alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte“, schimpfte Omar Schlingemann nach dem Spiel. Der Coach weiter: „München hat das richtig gut gemacht. Sie waren griffiger und haben alles rausgeholt“

Mit Blick auf die anderen Ergebnisse ist der HTCU sogar noch mit dem blauen Auge davongekommen. Da Konkurrent Harvestehude nur remis spielte (2:2 gegen Krefeld), ist der Vorsprung auf Platz fünf nur um einen Punkt geschrumpft, sogar der Rückstand auf Platz eins bleibt durch Kölns Niederlage (2:5 gegen den Club an der Alster) bei drei Zählern. Allerdings steht Platz zwei bei nun nur noch drei Toren Vorsprung auf der Kippe und auch die Teams im Verfolgerfeld holen auf. Es steht eine spannende Saisonschlussphase an.

Münchner SC –
HTC Uhlenhorst 5:4 (1:2)

Tore: 1:0 Inderthal (20., kurze Ecke), 1:1 Stralkowski (23.), 1:2 Stralkowski (24., k.E.), 2:2 Inderthal (37., k.E.), 3:2 Inderthal (40., k.E.), 4:2 Inderthal (49., k.E.), 4:3 Stralkowski (53., k.E.), 5:3 D. Schellinger (57.), 5:4 Ho-Garcia (60.) MSC: Scheidl, Gürtler – D. Schellinger, Hutterer, Greffenius, Duda, N. Schippan – Stephan, C. Schellinger, Humpfer, Rosteck, Burkhardt – P. Schippan, Burgmer, Kirschbaum, Inderthal, Brandenstein HTCU: Weißner, Sons – Weinke, Weehuizen, Windfeder, Brinkmann, Fürk, Bosserhoff – Musters, Ho-Garcia, Stralkowski – Gans, Herzbruch, Becker, Pereira, Schiffer, Hellwig Schiedsrichter: Rissel / Schollmayer Zuschauer: 150

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