Tennis

DTB-Turnierserie macht in Mülheim erfolgreich Station

Tom Schönenberg vom Netzballverein Velbert, der aber im Tennis Center Moraing trainiert, belegte in der Bonusrunde den zweiten Platz.

Tom Schönenberg vom Netzballverein Velbert, der aber im Tennis Center Moraing trainiert, belegte in der Bonusrunde den zweiten Platz.

Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Oscar Otte und Mats Rosenkranz vom Tenniscenter Moraing stehen im Halbfinale. In Mülheim wird hochklassiges Tennis geboten.

Peter Moraing zeigte sich nach dem Viertelfinale der Tannenhof Resort German Men’s Series zufrieden. Einerseits, weil auf der Anlage des TC Dümpten alles glatt lief, andererseits, weil die von ihm trainierten Spieler einmal mehr ablieferten.

Spontan war das Tennis Center Moraing eingesprungen, als der Deutsche Tennisbund (DTB) einen Ersatzausrichter für den Tennispark Versmold suchte. Dort musste das Viertelfinale wegen des Corona-Ausbruchs in der Tönnies-Schlachterei und dem darauffolgenden Lockdown im Kreis Gütersloh abgebrochen werden. Moraing stellte einen Court beim TC Dümpten zur Verfügung, und die jeweils vier in Haupt- und Bonusrunde verbliebenen Spieler dankten das mit starken Leistungen.

Vereine halten sich an die Hygiene – DTB organisiert das Turnier

„Die Organisation hat der DTB perfekt umgesetzt“, lobte Peter Moraing die Veranstalter um DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard. Moraing betonte: „Wir sind sehr gerne eingesprungen. Es hat uns viel Spaß bereitet.“ Einzig auf viele Zuschauer mussten die Aktiven verzichten, das gab die Corona-Schutzverordnung nicht her. „Unsere Anlage ist nicht dafür ausgelegt, dass 100 Zuschauer kommen und gleichzeitig noch den Abstand einhalten“, so Moraing.

Grundsätzlich sei die Turnierserie des DTB aber eine sehr gute Sache – und mancherorts hätten sogar schon wieder Zuschauer kommen können. „Es haben sich alle an die Hygieneregeln gehalten und die Spieler sind froh, dass sie endlich wieder Matches bestreiten können“, so Moraing.

Vorbereitung für den Neustart auf der ATP-Tour

Gleichzeitig dient die Serie als gute Vorbereitung auf den Neustart der ATP-Turniere, der nach aktuellem Stand für den 17. August vorgesehen ist. Für negative Schlagzeilen hatte dagegen zuletzt die vom Weltranglistenersten Novak Djokovic initiierte Adria-Tour gesorgt, bei der es gleich mehrere positive Coronafälle gegeben hatte.

Die vom DTB organisieren Serie läuft dagegen reibungslos – ab dem 9. Juli steigt in Meerbusch das Halbfinale, bei dem die besten acht im Turnier verbliebene Spieler aufschlagen. Qualifiziert haben sie sich über die Viertelfinals in Oberhaching, Großhesselohe, Neuss und Mülheim.

Oscar Otte und Mats Rosenkranz bleiben im Rennen

Und dabei weiter im Rennen um den Titel sind auch Oscar Otte und Mats Rosenkranz, die beide für den TC Bredeney aufschlagen, aber im Tennis Center Moraing trainieren. Otte gewann sein „Heimspiel“ auf der Anlage in Dümpten. Er schlug Nino Ehrenschneider (LTTC Rot-Weiß Berlin) und seinen Teamkollegen Louis Weßels in der Vorrunde je in zwei Sätzen, gegen Yannick Maden (TEC Waldau Stuttgart) zog er mit 6:7, 4:6 den Kürzeren. Im erneuten Aufeinandertreffen im Finale behielt er dann aber mit 6:3 und 6:4 die Oberhand.

Ähnlich erfolgreich war Mats Rosenkranz, der parallel in Neuss aufschlug. Er unterlag Daniel Altmaier (Gladbacher HTC) in drei Sätzen, schlug dann aber Christoph Negritu (TEC Waldau Stuttgart) und die deutsche Nummer sieben, Yannick Hanfmann (TC Weinheim 1902), ehe er im Finale gegen Hanfmann mit 6:4, 4:6, 4:6 zwar den Kürzeren zog, aber dennoch den Sprung in die nächste Runde schaffte.

Rosenkranz hat die deutsche Nummer zwei geschlagen

Wie gut Mats Rosenkranz aktuell drauf ist hatte er schon in der Runde zuvor bewiesen, als er die deutsche Nummer zwei, Jan-Lennard Struff (TK Kurhaus Aachen) mit 4:6, 7:6, 6:4 schlagen konnte. „Er hat jetzt zum ersten Mal jemanden auf Weltklasseniveau geschlagen. Das gibt Selbstvertrauen und die Chance, den nächsten Schritt zu machen“, sagte Peter Moraing nach dem Sieg gegen die Nummer 34 der Welt.

Mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf betonte Moraing: „Oscar Otte zählt jetzt unbedingt zu den Favoriten. Mats ist mit seinen 21 Jahren der jüngste im Turnier verbliebene Spieler.“ Und schob nach: „Die jungen Wilden müssen jetzt aber ran.“

In den Bonusrunden belegte Tom Schönenberg (Netzballverein Velbert) beim Turnier in Mülheim Rang zwei, Adrian Oetzbach (TC Bredeney) wurde in Neuss Dritter. In der ersten Runde verletzt aufgeben musste der ebenfalls bei den Moraings trainierende und für Bredeney spielende Tobias Simon.

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