FELDHOCKEY

Die perfekte Timm-Herzbruch-Show bei der EHL in Eindhoven

Den „Man of the Match“ fest im Visier: Die Uhlen (von links) Julius Meyer, Till Brock, Jan Schiffer und Benedikt Fürk stürmen Torjäger Timm Herzbruch entgegen.

Den „Man of the Match“ fest im Visier: Die Uhlen (von links) Julius Meyer, Till Brock, Jan Schiffer und Benedikt Fürk stürmen Torjäger Timm Herzbruch entgegen.

Foto: BEAUTIFULSPORTS/Orangepictures

mülheim.   Dank des Torjägers und Man of the Match Timm Herzbruch hat der HTC Uhlenhorst bei der Euro Hockey League in Eindhoven das Viertelfinale erreicht.

HC Oranje-Rood Eindhoven -
HTC Uhlenhorst 2:3 (1:1)

Tore: 0:1 (3.) Schiffer, 1:1 (22.) van der Weerden, 1:2 (35.) Herzbruch, 2:2 (43.) de Voogd, 2:3 (51.) Herzbruch
HTCU: Weißner, Küppers - Weinke, Windfeder, Bosserhoff, Fürk, Ludwig, Meyer, Matania, Panesar, Godau, Duckscheer, Schiffer, Herzbruch, Hellwig, Pereira, Brock, Halfmann

Dank des überragenden Torjägers und „Man of the Match“ Timm Herzbruch hat Bundesligist HTC Uhlenhorst bei der Euro Hockey League (EHL) in Eindhoven das Viertelfinale erreicht. Die Weichenstellung gelang am Mittwochabend in einem ungemein packenden Spiel mit dem 3:2-Sieg gegen Gastgeber HC Oranje-Rood. Am Samstag geht es gegen den Bundesliga-Rivalen Mannheimer HC in die nächste Runde.

Blitzstart spielt Mülheimer Gästen in die Karten

Es war der Blitzstart, der den Gästen in die Karten spielte. An der Seite von Nationalspieler Julius Meyer musste der Uhlenhorster Stürmer Jan Schiffer am Wochenende verletzungsbedingt das Hamburger Wochenende absagen. Beide bestanden den Belastungstest am Dienstag und nahmen in Eindhoven hellwach ihre Arbeit auf.

Bei einem der ersten Angriffe des Abendspiels war Schiffer artistisch und hart bedrängt zur Stelle und sorgte mit dem Blitztreffer für Schockwirkung beim Gastgeber Oranje-Rood. In der ungemein kompakten Ausrichtung wurde das erste Viertel Beute der Uhlenhorster, die nichts zuließen.

Eindhovener Ausgleich nach dem Videobeweis

Im zweiten Spielabschnitt kamen dann die Niederländer. Die erste Ecke des Spezialisten Mink van der Weerden wurde von der Uhlenhorster Abwehr abgeblockt, kurze Zeit später erzielte er den Ausgleich. Doch dazu bedurfte es des Videobeweises. Erst nach einigen Minuten herrschte im Nachbarland Klarheit.

Der HTCU schüttelte sich einmal und machte unverdrossen weiter. Im Duell der Spitzenteams blieb es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Und als Malte Hellwig von der linken Seite scharf in den Schusskreis flankte, kam Niklas Bosserhoff nicht an die Kugel heran. Mit 1:1 ging es in die Halbzeitpause. In diesem intensiven Match war alles möglich.

Timm Herbruch rennt den Niederländern davon

Die neuerliche Führung des Deutschen Meisters gehörte zu den wahren Hinguckern das EHL-Eröffnungstages. Beim Konter lief Torjäger Timm Herzbruch den Gastgebern unwiderstehlich davon. Nach dem Pass zu Malte Hellwig war Keeper Pirmin Blaak zur Stelle, doch dann fand wiederum der omnipräsente Herzbruch die Lücke. Als die Mülheimer Abwehr einmal nicht im hellwachen Modus war, war es auch schon geschehen.Im Anschluss an einen schnellen Oranje-Rood-Angriff erzielte Angreifer Bob de Voogd den neuerlichen Ausgleichstreffer.

Ganz hohe Intensität im packenden Schlussviertel

Im Schlussviertel nahm die Intensität richtig Fahrt auf. Beide Teams drückten aufs Tempo, immer den dritten Treffer im Visier. Den bekamen die Uhlen, weil Timm Herzbruch den Unterschied ausmachte. Wieder machte er sich im Eilschritt auf und davon, eine Körpertäuschung und dann dieser coole und trockene Abschluss.

Der Zeigefinger ging nach oben, das Trikot bekam ein Küsschen. Da hatte der Unaufhaltsame bereits einen guten Riecher. Doch einen Gefahrenmoment musste die Uhlenhorster noch aushalten. 30 Sekunden vor der Schlusssirene nahm van der Weerden Maß, doch seine Ecke wurde auf der Torlinie entschärft.

Trainer Schlingemann ist stolz auf seine Mannschaft

HTCU-Cheftrainer Omar Schlingemann gönnte sich am Ende des Tages ein Bierchen: „Die Mannschaft hat von Anfang an leidenschaftlich gekämpft. Sie hat immer mit Kontrolle gespielt und absolut die Struktur behalten. Ich bin enorm stolz auf die Jungs. Timm Herzbruch ist einfach Weltklasse und hat sein Ding perfekt gemacht. Er hat aber auch immer die richtige Unterstützung seiner Mitspieler.“

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