FELDHOCKEY

Der HTC Uhlenhorst kommt im Norden nicht vom Kurs ab

Erster Treffer für den HTC Uhlenhorst bei der ertragreichen Hamburg-Reise am Wochenende: Torjäger Timm Herzbruch (links).

Erster Treffer für den HTC Uhlenhorst bei der ertragreichen Hamburg-Reise am Wochenende: Torjäger Timm Herzbruch (links).

Foto: Michael Dahlke

mülheim.   Es gab Zeiten, in denen bei den Uhlenhorster Feldhockey-Spielern Fahrten nach Hamburg nicht unbedingt zu den beliebtesten Übungen zählten.

Es gab Zeiten, in denen bei den Uhlenhorster Hockey-Spielern Fahrten in die Hansestadt Hamburg nicht unbedingt zu den beliebtesten Übungen zählten. Die Zeiten haben sich entscheidend verändert. Nach vier mit zahlreichen Toren abgeschmeckten Heimsiegen verbreiteten die Mülheimer am Wochenende mit den Siegen beim UHC Hamburg (2:1) und Harvestehuder THC (4:0) auch auswärts Angst und Schrecken. Es waren die Siege fünf und sechs in Serie, der HTCU ist bereits seit 14 Spielen ungeschlagen.

Der HTC Uhlenhorst grüßt jetzt von ganz oben

Doch das ist längst nicht alles höchst Erfreuliches. Nach vielen Jahren gilt der erste Tabellenplatz, das Final Four Mitte Mai beim Crefelder HTC ist bereits gebucht und die Vorfreude auf die Euro Hockey League (EHL) am kommenden Mittwoch in Eindhoven hat einen neuen Höchststand erreicht.

Die Partie beim um die Endrunden-Teilnahme ringenden Namensvetter UHC hatte am Samstag eine April-würdige Besonderheit zu bieten. Wegen eines plötzlichen Schnee- und Hagelschauers mussten sich die Mannschaften für eine Viertelstunde in die Kabine zurückziehen. Kurz zuvor hatte der Mülheimer Torjäger Timm Herzbruch per Siebenmeter den 1:1-Ausgleich erzielt: Saisontreffer 26. Nach der Halbzeitpause übernahm der UHC zunehmend das Kommando und kam zu guten Chancen und einer Reihe von Kurzen Ecken. Der Treffer blieb indes aus.

Kandier Panesar macht das entscheidende Tor

Der fiel schließlich auf der anderen Seite. Nach einem Abwehrfehler bekam der kanadische Nationalspieler Sukhpal Panesar die Kugel und vollendete entschlossen. „Es war heute nicht einfach, wir haben ein schlechtes drittes Viertel gespielt“, so Omar Schlingemann. Der HTCU-Cheftrainer weiter: „Ich denke nicht, dass es ein glücklicher Sieg war. Er war hart erarbeitet. Wir hatten eine schwache Phase, haben dann aber taktisch umgestellt und wieder mehr Kontrolle gehabt.“

Der Hamburger Kollege Benedikt Schmidt-Busse zum Match: „Wir haben schon besser gespielt. Aber gegen Mülheim keine Kurze Ecke zuzulassen und ihnen nur wenig Chancen zu gestatten, das war schon gut. Und wir hatten genug Chancen, um im dritten Viertel in Führung zu gehen.”

Erfolgreiche Manöverkritik bei den Gästen aus Mülheim

Über das, was im ersten Spiel nicht wunschgemäß ausgefallen war, wurde vor dem zweiten ausführlich geredet. Mit Erfolg. „Das erste Viertel war wirklich sehr stark. Wir haben vieles besser gemacht als am Vortag. Es war insgesamt ein souveräner Sieg“, freute sich der Coach. Niklas Bosserhoff sorgte dann auch früh für die Mülheimer Führung.

Im weiteren Spielverlauf kamen die Hanseaten zu einigen Strafecke, doch da fehlte der österreichische Spezialist Michael Körper, der sich in der Anfangsphase verletzt hatte. Dem jungen Elian Mazkour blieb es vorbehalten, wenige Minuten vor der Sirene mit dem vierten Treffer den Schlusspunkt zu setzen.

Der Harvestehuder THC wird wieder kalt erwischt

Trübsal wollte HTHC-Trainer Christoph Bechmann nach der zweiten Niederlage ohne eigenes Tor gegen die Uhlen nicht blasen: „Ich denke nicht, dass wir vier Tore schlechter waren. Wir haben eine junge Mannschaft und es immer noch selbst in der Hand, die Endrunde zu erreichen.“

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