Badminton Bundesliga

Der 1. BV Mülheim entzaubert den 1. BC Beuel

Tom Wolfenden (l.) musste sich bei seinem Comeback erst finden. Im Doppel spielte er an der Seite von Callum Hemming.

Tom Wolfenden (l.) musste sich bei seinem Comeback erst finden. Im Doppel spielte er an der Seite von Callum Hemming.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Mit 5:2 gewinnt der 1. BV Mülheim sein Heimspiel gegen den 1. BC Beuel und meldet sich so im Rennen um die Play-off-Plätze zurück.

Beste Laune herrschte am Sonntag bei den Spielern und Verantwortlichen des 1. BV Mülheim. Sie entzauberten in der Innogy Sporthalle den bis dato ungeschlagenen Tabellenzweiten 1. BC Bonn-Beuel. Durch den 5:2-Erfolg setzten sich die Mülheimer vom Tabellenende ab. Bis die Entscheidung gefallen war, mussten sie aber lange zittern.

Der Start in das richtungsweisende Match verlief nahezu perfekt. Lara Käpplein/Katharina Altenbeck und Alexander Dunn/Konstantin Abramov sorgten nach anfänglichen Problemen recht souverän für eine 2:0-Führung.

Mülheim wartet lange auf den dritten Punkt

Der dritte Punkt ließ aber noch lange auf sich warten. „Ich hatte uns im ersten Herrendoppel in einer leichten Favoritenstellung gesehen. Doch Tom Wolfenden war anzumerken, dass ihm nach seiner langen Verletzung noch die Matchpraxis fehlt“, merkte BVM-Teammanager Jonathan Rathke an. Wolfenden hatte aufgrund einer Sprunggelenkverletzung ein halbes Jahr pausieren müssen. Für den 25-jährigen Engländer war das Doppel der erste Wettkampf nach seiner Genesung. An der Seite seines Landsmannes Callum Hemming unterlag er dem Gespann Zach Russ/Peter Briggs mit 5:11 im fünften Satz.

Der indische Neuzugang Siddharath Thakur musste sich im Herren-Spitzeneinzel dem deutschen Meister Max Weißkirchen in vier Durchgängen geschlagen geben. Damit stand die Begegnung beim Stand von 2:2 auf des Messers Schneide.

Katharina Altenbeck schafft die Überraschung

Die Entscheidung fiel dann in den beiden nächsten Einzeln. Katharina Altenbeck, wieder einmal aus der zweiten Mannschaft aufgerückt, fügte ihrem Sieg im Doppel auch noch einen Einzelerfolg hinzu. Beim 3:0-Triumph über die Bonnerin Lisa Kaminski musste sie nur eine brenzlige Situation überstehen, als ihre Gegnerin im dritten Durchgang beim Stand von 9:10 einen Satzball hatte.

Dann spitzte sich die Situation zu. Auf dem benachbarten Feld führte Dmytro Zavadsky gegen den deutschen Top-Nachwuchsspieler Lukas Resch, der in Mülheim wohnt und in diesem Jahr an der Luisenschule sein Abitur gemacht hat, beim Stand von 2:1 Sätzen mit 11:10. Matchball. Doch der baumlange Resch, der eine ungeheure Reichweite und eine enorme Schlaghärte hat, konterte und schaffte den Satzausgleich.

Zavadsky untermauert seine starke Form

Der Ukrainer Zavadsky ließ sich trotz der vergebenen Chance nicht beirren, ging im entscheidenden Durchgang frühzeitig klar in Führung und siegte mit 11:4. „Dima befindet sich zurzeit einfach in einer starken Verfassung. Ganz besonders freut mich, dass Katharina Altenbeck als Aufrückerin aus der Zweiten beide Punkte erobern konnte“, sagte Rathke.

Zu diesem Zeitpunkt war der Sieg bereits in trockenen Tüchern. Schließlich setzten sich noch Lara Käpplein/Alexander Dunn im Mixed gegen Hannah Pohl/Peter Briggs durch. Damit schraubten das Mülheimer Gespann das Resultat auf 5:2 und sorgte dafür, dass die Bonner die Heimreise sogar ohne einen gewonnen Tabellenpunkt antreten mussten.

1. BV Mülheim - 1. BC Bonn-Beuel 5:2
HD2: Dunn/Abramov - Weißkirchen/Resch 10:12, 11:5, 11:5, 11:7
DD: Käpplein/Altenbeck - Pohl/Kaminski 7:11, 11:4, 11:7, 11:6
HD1: Wolfenden/Hemming - Russ/Briggs 9:11, 13:11, 10:12, 11:9, 5:11
HE1: Thakur - Weißkirchen 6:11, 11:6, 8:11, 5:11
DE: Altenbeck - Kaminski 11:8, 11:8, 13:11
HE2: Zavadsky - Resch 7:11, 11:9, 11:5, 11:13, 11:4
GD: Käpplein/Dunn - Pohl/Briggs 9:11, 11:7, 11:2, 11:8

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