Road to Tokio

Corona: Timm Herzbruch wird nach Reha ausgebremst

Bis Timm Herzbruch wieder mit seinen Teamkollegen Benedikt Fürk (l.) und Lukas Windfeder (r.) jubeln kann, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Bis Timm Herzbruch wieder mit seinen Teamkollegen Benedikt Fürk (l.) und Lukas Windfeder (r.) jubeln kann, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Nach seiner Verletzung sollte Timm Herzbruch eigentlich wieder voll einsteigen. Die Corona-Pause verhindert das aber. Er hält sich im Garten fit.

Ich hoffe natürlich immer noch, dass die Olympischen Spiele stattfinden können. Alle Athleten bereiten sich seit Jahren auf dieses sportliche Ziel vor. Aber die Gesundheit von allen geht vor und müsste gewährleistet werden. Ob die Spiele im Sommer stattfinden werden, haben die jeweiligen Experten und Offiziellen zu entscheiden.

Momentan herrscht schließlich ein absoluter Ausnahmezustand, bei dem notwendige Maßnahmen erforderlich sind. Unsere Bundeskanzlerin sowie die Regierung haben mit ihren Anforderungen an uns alle sehr deutlich gemacht, was in nächster Zeit immens wichtig ist und woran wir uns als Bürger halten müssen. Ich hoffe sehr, dass sich die Menschen daran halten, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt beziehungsweise eingedämmt werden kann.

Individuelles Training und Hockeytraining im Garten

Wir Sportler versuchen uns derzeit so gut es geht individuell fit zu halten. Läufe und Krafttraining zu Hause stehen auf dem Tagesplan. Und zwischendurch wird natürlich auch noch der Hockeyschläger im Garten geschwungen. Andere Möglichkeiten gibt es momentan leider nicht.

Für mich persönlich ist die Sportpause nach der Verletzung natürlich nicht optimal. Meine Reha ist beendet und ich bin jetzt wieder voll einsatzbereit. Normalerweise wären wir gerade mit der Nationalmannschaft unterwegs und hätten Länderspiele gegen Belgien, Australien und Neuseeland gehabt. Diese Spiele auf internationalem Topniveau wären für mich gerade genau passend gewesen, um mich bestens auf die weitere Zeit vorbereiten zu können.

Von Tag zu Tag die Entwicklung verfolgen

Der Zeitplan wäre mit Spielen mit der Nationalmannschaft sowie in der Bundesliga und der European Hockey League sehr gut gefüllt gewesen. Da jetzt der Sport „pausieren“ muss, ist der vorherige Zeitplan natürlich nicht mehr einzuhalten. Wir müssen von Tag zu Tag schauen wie sich die Lage entwickelt und welche Konsequenzen das mit sich bringt.

Timm Herzbruch, geboren am 7. Juni 1997, ist zweifacher Deutscher Meister im Feldhockey. Er und drei andere Sportler aus Mülheim berichten jeden Mittwoch an dieser Stelle über ihre persönliche Olympia-Vorbereitung.

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