BADMINTON

Bundesligist 1. BV Mülheim arbeitet an der Trendwende

Erfolgreiche niederländisch-schottische Zusammenarbeit:  Robin Tabeling (links) und Adam Hall vom Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim.

Erfolgreiche niederländisch-schottische Zusammenarbeit: Robin Tabeling (links) und Adam Hall vom Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim.

Foto: Oliver Müeller

mülheim.   Mit sieben Siegen hatte sich der Bundesligist im vorderen Tabellenbereich festgesetzt. Dann musste sich der 1. BVM mit Niederlagen beschäftigen.

Sieben auf einen Streich lautete die frühen Botschaft beim im Höhenflug befindlichen Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim. Mit sieben Siegen in Serie hatte sich der Rekordmeister zielstrebig im vorderen Tabellenbereich festgesetzt. Dann folgte die Trendwende, der 1. BVM musste sich auch mit Niederlagen beschäftigen.

Plötzlich frohlocken die Gegner der Mülheimer

Drei Mal hintereinander frohlockte der Gegner, zuletzt, der personellen Not der Mülheimer geschuldet, der TC Refrath. „Am Wochenende wollen wir wieder in die Form der ersten Spiele zurückfinden“, lautet dann auch die Vorgabe von Teammanager Steffen Hohenberg.

Die Zeichen stehen gut, denn die in jüngster Zeit im internationalen Turnreigen aufschlagenden Johanna Goliszewski, Lara Käpplein und Robin Tabeling sowie Niluka Karunaratne aus Sri Lanka reihen sich wieder in den Spielbetrieb ein. „Vier Punkte aus beiden Spielen sind unser Ziel. Mindestens“, blickt Hohenberg auf das intensive Wochenendpensum mit dem Heimspiel am Samstag, 17 Uhr, in der Innogy Sporthalle gegen den SV Fun-Ball Dortelweil und der schweren Auswärtspartie am Sonntag, 15 Uhr, im Norden der Republik beim punktgleichen Tabellennachbarn TSV Trittau.

Die Mülheimer Asse sind aus Asien zurückgekehrt

Vor diesem Hintergrund gilt die Rückkehr der „Asiaten“ als freundlicher Wegweiser. Nach ihrer Teilnahme an den Princess Sirivannavari Thailand Masters 2018 in Bangkok machten sich Goliszewski, Käpplein und Tabeling auf den Weg nach Kuala Lumpur, Schauplatz der Perodua Malaysia Masters 2018. Auch bei diesem Topturnier ereilte das BVM-Trio das frühe aus. Die deutschen Nationalspielerinnen scheiterten in der ersten Runde an einem indischen Doppel, der Niederländer Tabeling kam im Mixed ebenfalls nicht über den Auftakt hinaus.

Fast mit der vollen Kapelle gegten den SV Fun-Ball

Was für den 1. BVM heißt: Fast volle Kapelle am Samstag. Die Niederländerin Gayle Mahulette weilt aktuell noch bei den Swedish Open 2018 in Lund und wird am Sonntag von Hohenrerg am Hamburger Hauptbahnhof abgeholt. Das Einzel gegen Dortelweil übernimmt Katharina Altenbeck, gegen ihre Gegnerin Theresa Wurm hat sie bislang immer gut ausgesehen. Derweil verstärkt Lara Käpplein das Zweitliga-Team im Heimspiel am Samstag (13 Uhr, Innogy Sporthalle) gegen den STC Blau-Weiß Solingen. In Trittau sind dann alle Asse vereint.

Hessen gehören zu den Lieblingsgegnern des 1. BVM

Zwei Jahre nach ihrem Abstieg aus der deutschen Königsklasse kehrte die Mannschaft aus dem hessischen Dortelweil im Sommer als Zweitligameister wieder auf das Bundesliga-Parkett zurück. Die Hessen sind einer der Lieblingsgegner des BVM, denn nicht nur das Hinspiel gewann die Mülheimer mit 5:2, auch die übrigen Bundesliga-Vergleiche zwischen den beiden Mannschaften entschied der Rekordmeister ausschließlich für sich.

Der SV Fun-Ball zeichnet sich nicht durch absolute Spitzenspieler in seinen Reihen aus, als vielmehr durch möglichst viele Spieler aus dem Frankfurter Raum.

Dortelweil schlägt sich für einen Aufsteiger beachtlich

„Dortelweil schlägt sich für einen Aufsteiger wirklich beachtlich“, zollt Steffen Hohenberg dem Respekt. Nichtsdestotrotz geht der 1. BVM als Favorit in das Duell. Aber gerade die unerwartete Heimpleite gegen Freystadt zeigt, dass es keine vermeintlich leichten Gegner in der Bundesliga gibt.

Wegweisenden Charakter für den weiteren Saisonverlauf dürfte die Partie in Trittau haben. Ein wenig unerwartet erreichten die Norddeutschen in der letzten Saison das Final-Four-Turnier. Doch zu Beginn der aktuellen Spielzeit stockte der Erfolgsmotor der Norddeutschen. Im Hinspiel siegte der BVM mit 4:3. „In Trittau ist es immer schwierig. Nicht nur die Halle ist speziell, auch die Mannschaft ist unangenehm zu bespielen“, so Hohenberg zum Gegner, der gerade bei den Damen exzellent aufgestellt ist.

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