HALLENFUSSBALL

Beim MSV 07 sind Träume erlaubt

MSV-Trainer Dirk Roenz (li.) und sein Team gehen als Favorit in die Vorrunde.

MSV-Trainer Dirk Roenz (li.) und sein Team gehen als Favorit in die Vorrunde.

Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim.   Am zweiten Tag der Stadtmeisterschaft steigt auch der Vorjahressieger mit ein. Zwei Bezirksligisten dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden.

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Am zweiten Tag der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft steigt auch der Vorjahressieger mit ein. Zwei Bezirksligisten dürfen aber auch nicht außer Acht gelassen werden.

Gruppe B: MSV geht selbstbewusst ins Rennen

Beim Mülheimer SV 07 ist die Zeit des Träumens zurück. Nach mehreren Jahren im grauen Mittelfeld oder gar in der Gefahrenzone der Bezirksliga beendete der Spielverein das Jahr 2018 auf dem vierten Platz in der Tabelle, mit nur fünf Punkten Rückstand auf den ersten Platz.

„Viele im Verein sind natürlich schon euphorisch“, sagt Trainer Dirk Roenz. Doch das scheint ihn nicht zu stören. Die gute Stimmung nimmt er gerne mit. Auch in die Halle, wo der MSV 2013/2014 den bislang einzigen Titel holte. Hinter Oberligist VfB Speldorf gehören die „07er“ gemeinsam mit den anderen Bezirksligisten immer zur Reihe der ärgsten Herausforderer.

In der Vorrunde gilt für die Blau-Weißen eigentlich nur das Weiterkommen. In seiner Gruppe ist der MSV der ranghöchste Klub. „Wir haben eine schlagkräftige junge Truppe“, sagt Roenz. Noch nicht mit dabei sein wird Rückkehrer Jan Zuweis, der nach einer Halbserie in Mintard den Weg zurück zum Waldschlösschen gefunden hat.

Herausgefordert wird der MSV am Sonntag von einem starken Kreisliga-A-Trio. Der TuSpo Saarn und der SV Heißen belegen in der Tabelle die Plätze drei und vier, sind also durchaus in der Liga, dem Favoriten gefährlich zu werden. „Ich denke, dass wir in der Vorrunde in den letzten beiden Jahren positiv überraschen konnten, daran möchten die Jungs anknüpfen“, sagt Heißens Trainer Fabian Eins.

Der dritte A-Ligist, der Tabellenneunte SC Croatia, hat sich für die Rückrunde noch einmal verstärkt – mit den beiden Rückkehrern Toni Matic (1. FC Monheim) und Ivan Hrgota (FC Cro Sokoli Aachen) sowie Ivo Zlatic (TVD Velbert) und Stipe Maretic (NK Mladost Tribunj). Für die neue Saison haben zudem bereits zwei A-Jugendliche zugesagt.

Last but not least: Der Dümptener TV. gegen die haben wir vor zwei Jahren mal nur Unentschieden gespielt“, erinnert sich Saarns Vorsitzender Maik Brechlin und warnt vor dem B-Ligisten. Der hat jüngst Torjäger Patrick Füllhas aus Buchholz zurückgeholt. „Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht die beste Hallenmannschaft sind“, sagt Trainer Frank Valasek.

Gruppe C: Keine Auflösungserscheinungen beim VfB

Viele Augen werden am Sonntag gespannt auf den VfB Speldorf schauen. Der Oberligist ist nicht nur der Sieger der letzten drei Jahre, sondern sorgte in den letzten Wochen der Hinrunde für mächtig Schlagzeilen. Trainer Christian Mikolajczak ist weg, mit Arman Corovic und Esad Morina (beide FSV Duisburg) auch die ersten Spieler. Doch weitere Auflösungserscheinungen, auf die der ein oder andere Kontrahent mit Sicherheit heimlich gehofft hat, bleiben aus.

„Wir laufen mit einer schlagkräftigen Truppe auf“, sagt der sportliche Leiter Oliver Röder. Die Trainerrolle wird Kapitän Kai Gröger übernehmen. Neben Corovic und Morina sind wohl zwei weitere Spieler nicht mehr im Aufgebot. Namen möchte der sportliche Leiter aber noch nicht nennen. „Das wird man dann in der Halle sehen, wer das sein wird“, so Röder.

In dieser Besetzung ist der VfB dann weiterhin Favorit, mindestens in seiner Vorrundengruppe. Allerdings steht den grün-weißen im Bezirksliga-Herbstmeister Blau-Weiß Mintard ein starker Konkurrent gegenüber. Die Mintarder waren 2015 der letzte Hallenstadtmeister, der nicht VfB Speldorf hieß.

Für die „Grenzgänger“ könnte es in diesem Winter erstmals zur bösen Terminkollision kommen. Denn am Tag der Mülheimer Finalrunde steht die Qualifikation in Essen an – und diesmal nicht etwa gegen Kreisligisten, sondern gegen die Landesligisten Kray und Überruhr sowie den Bezirksliga-Zweiten Kupferdreh. Das wird ein echter Drahtseil-Akt für uns“, sagt Trainer Marco Guglielmi.

Auch auf den 1. FC Mülheim muss man in der Halle immer ein Auge haben, auch wenn die neue Mannschaft von Trainer Toni Collura mit den letzten Jahren nur noch zum Teil etwas gemein hat. „Die Jungs haben auf jeden Fall Spaß daran und wir haben auch einige technisch gute Spieler, die für die Halle geeignet sind“, sagt Collura über das für ihn noch neue Hallenturnier.

Komplettiert wird die Gruppe vom Kreisliga-A-Absteiger TSV Heimaterde. „Ein Weiterkommen wäre ein Bonus. Wir werden versuchen, die Gegner zu ärgern“, sagt Kapitän Jonas Bruckmann.

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