BADMINTON

Badminton im Breitwandformat beim Final Four in Willich

Leichtes Spiel für die flinke Niederländerin: BVM-Einzelspezialistin Gayle Mahulette wurde im Match gegen die junge Ungarin Vivien Sandorhazi vor keine große Herausforderung gestellt.    

Leichtes Spiel für die flinke Niederländerin: BVM-Einzelspezialistin Gayle Mahulette wurde im Match gegen die junge Ungarin Vivien Sandorhazi vor keine große Herausforderung gestellt.    

Foto: Claudia Pauli

mülheim.   Im ungemein packenden Halbfinalduell musste sich der Endrunden-Debütant 1. BV Mülheim in Willich dem glücklicheren TV Refrath mit 2:4 beugen.

Ein Höchstmaß an Geduld war am Samstag in der Willicher Jakob-Frantzen-Halle bei den leidenschaftlich ackernden Akteuren auf dem Spielfeld und den 500 mitfiebernden Zuschauern auf den Rängen aufgerufen. Das Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen dem erstmals beim Final Four aufschlagenden 1. BV Mülheim und dem TV Refrath kam im strapaziösen und an den Nerven zerrenden Breitwandformat daher.

Der Sprung ins Finale am Sonntag blieb der wirklich alles investierenden Auswahl von der Ruhr nach der 2:4-Niederlage versagt. Dies gelang auf dem anderen Platz Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim (4:2 gegen den SC Union Lüdinghausen).

Die Entscheidung fällt im abschließenden Mixed

Als im ungemein packenden Mixed zwischen der BVM-Spielpaarung Adam Hall und Johanna Goliszewski und dem TVR-Duo Sam Magee und Carla Nelte der von der Mülheimer Nationalspielerin geschlagene Ball provozierend und quälend am Ende des vierten Satzes an der Netzkante hängenblieb, hatten sich die Refrather zitternd ins Ziel gerettet. Dem deutschen Rekordmeister blieb der anerkennende Applaus der Zuschauer und das Spiel um Platz drei.

„Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die bis zum letzten Punkt gekämpft hat, es waren doch nur Nuancen. Manchmal haben eben die Nerven nicht ganz mitgespielt“, so der BVM-Vorsitzende Frank Thiemann nach dieser Achterbahn der Gefühle.

Der 1. BVM gerät unglücklich ins Hintertreffen

Bei der Mission Meisterschaft geriet der BVM unglücklich ins Hintertreffen. Im Schlagabtausch mit dem so kampfstarken Iren Sam Magee und Jan Colin Völker schnappten sich Tom Wolfenden und Konstantin Abramov den ersten Satz und waren im zweiten Durchgang nach einem Fehlstart gut unterwegs. Beim Stand von 11:10 galt der Satzball, doch die nötigen Punkte machten die im Finish glücklicheren Refrather.

Der dritte Satz sollte das noch toppen. Die Mülheimer legten schnell vor und wurden nach der Hälfte der Distanz von ihren Rivalen überholt. Aus Hochspannung wurde nun pure Dramatik. Beim 12:11 hieß es abermals Satzball für den Engländer und den Russen, doch wieder machten die Widersacher den Deckel drauf. Deren Gegner konnten nun nicht mehr den Schalter umlegen.

Das Damendoppel geht in den fünften Satz

Das Damendoppel ging gar in den fünften Satz. Johanna Goliszewski und Lara Käpplein erkämpften sich die 1:0-Führung, musste den zweiten Durchgang nach einem Katastrophenstart abschenken, um im Anschluss gleich wieder im gewinnbringenden Modus zu agieren. Auch das änderte sich wieder grundlegend. Fortan leisteten sich die Nationalspielerinnen viele Fehler, für den TVR ging es im Eilschritt zur 2:0 Führung. Dmytro Zavadsky und Adam Hall setzten sich derweil unbedrängt in drei Sätzen durch.

Leichtes Spiel für die Niederländerin Gayle Mahulette

Das galt auch für die Niederländern Gayle Mahulette gegen die junge Ungarin Vivien Sandorhazi. Mannschaftsführer Alexander Roovers musste sich indes nach überstandener Verletzung der Spielkunst des so unglaublich eleganten jungen Iren Nhat Nguyen beugen. Am Ende eines langen Tages folgte dieses unglaublich intensive Mixed, das allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. „Wir haben die entscheidenden Punkte nicht gemacht, da waren die anderen ein bisschen nervenstärker“, so Klubchef Frank Thiemann.

Der scheidende Teammanager Steffen Hohenberg: „Das war eine sehr, sehr enge Begegnung. Das ist sehr bitter, ich bin schon etwas zerstört. Im ersten Herrendoppel und im Damendoppel hatten wir gute Chancen. Es war nicht leicht, du leidest bei jedem Spiel mit.“

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