HANDBALL

Außenseiter beim Finalturnier in eigener Halle

Jubeln sie am Sonntag wieder so ausgelassen? 2017 gewannen die Handballer des HSV Dümpten in Duisburg zum letzten Mal den Kreispokal.

Jubeln sie am Sonntag wieder so ausgelassen? 2017 gewannen die Handballer des HSV Dümpten in Duisburg zum letzten Mal den Kreispokal.

Foto: Fabian Strauch

Mülheim.   Der HSV Dümpten richtet am Sonntag das Final Four um den Kreispokal aus. Zwei Regionalliga-Absteiger sind dabei – sowie zwei Gastgeberteams.

Während die meisten Handballer schon im Sommerpausen-Modus sind, steht für den HSV Dümpten am Sonntag noch einmal ein sportliches Großereignis an. Er ist Ausrichter des Final Four im Kreispokal – und das gleich bei den Herren und bei den Frauen.

„Alle Endrunden-Teilnehmer konnten sich bewerben“, erklärt HSV-Geschäftsführer Kevin Michalski. „Da waren wir ganz vorne mit dabei, weil wir mit zwei Mannschaften vertreten sind“, so Michalski weiter, der selbst auch zum Kader der ersten Herrenmannschaft gehört. Schnell habe man den Zuschlag vom Verband bekommen. Für die Dümptener ist es nicht das erste Mal, vor drei Jahren haben sie die Endspiele schon mal ausgerichtet, eine eigene Frauenmannschaft gab es damals aber noch nicht.

Damen und Herren sollten nicht getrennt werden

Es sei wohl auch möglich gewesen, die Herren- und Damenspiele getrennt voneinander stattfinden zu lassen. „Aber beides zeitgleich hatte für uns deutlich mehr Charme“, so der Geschäftsführer. Die Dümptener hoffen so trotz angekündigtem gutem Wetter möglichst viele Zuschauer in die Styrumer Von-der-Tann-Halle zu locken.

Sportlich könnte sich der Weg in die Sporthalle sicherlich lohnen, denn sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen sind mit den Wölfen Nordrhein und der GSG Duisburg Mannschaften vertreten, die in der gerade abgelaufenen Saison noch in der Regionalliga Nordrhein an den Start gegangen sind. Beide Vereine steigen nun allerdings in die Oberliga ab.

Wölfe Nordrhein stehen kampflos im Endspiel

Bei den Herren stehen die Wölfe automatisch im Finale, weil der Halbfinalgegner SC Bottrop zurückgezogen hat. Das Endspiel der Herren wird um 17 Uhr angepfiffen. Davor tritt der HSV in seinem Halbfinale gegen HSG Rot-Weiß Oberhausen an. Die Oberhausener spielen in der anderen Verbandsligagruppe und haben die Saison auf Platz acht beendet. „Vor allem als Ausrichter ist unser klares Ziel das Finale“, macht Michalski klar.

Den Anfang machen aber die Frauen. Die Halbfinalspiele dauern zweimal 20 Minuten. Das erste Spiel um 11 Uhr tragen der HSV Dümpten und die GSG Duisburg aus. Dabei ist das gerade in die Bezirksliga aufgestiegene Team von Trainer Peter Högerle wohl der absolute Außenseiter. „Aber der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Regeln“, unkt der Geschäftsführer. „Wir sind gut vorbereitet und wollen schauen was geht.“

Verbandsliga-Konkurrenten duellieren sich

Im zweiten Halbfinale stehen sich der VfB Homberg und Eintracht Duisburg gegenüber. Beide Teams kennen sich aus der Verbandsliga, während die Eintracht als Meister in die Oberliga aufgestiegen ist, haben die Hombergerinnen nur knapp die Klasse gehalten. Um 15.15 Uhr beginnt dann das Frauen-Endspiel, das in normaler Spielzeit ausgetragen wird.

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