Fußball

Argjent Emrula sichert Mülheimer SV glücklichen Derbysieg

Gewann mit dem Mülheimer SV das Derby glücklich: Blerim Hysenlekaj.

Gewann mit dem Mülheimer SV das Derby glücklich: Blerim Hysenlekaj.

Foto: Jill Abanico / FUNKE Foto Serivces

Rot-Weiß Mülheim wehrt sich nach Kräften und hätte einen Punkt verdient gehabt. Co-Trainer Tuna Tunceli ist trotz der 1:2-Niederlage zufrieden.

Es war ein heißes Derby, das der Coach des SV Rot-Weiß Mülheim, Kim Rolinger, da verpasste. Während er nämlich Urlaub im warmen Südafrika machte, heizten seine Schützlinge, die von Co-Trainer Tuna Tunceli gecoacht wurden, den Gästen des Mülheimer SV 07 ordentlich ein. Am Ende hatte aber der Favorit dieser Bezirksliga-Partie, nämlich die Gäste des MSV die Nase vorn. Sie gewannen dieses Mülheimer Duell etwas glücklich mit 2:1 (1:0)

Die Köpfe ließen die Rot-Weißen nach der bitteren Niederlage dennoch nicht hängen. Hatten sie doch eine echte Leistungssteigerung an den Tag gelegt. Gejubelt wurde hingegen bei den 07ern, die nur knapp dem Punktverlust gegen den Tabellenletzten entgangen waren. „Das war schon ein etwas glücklicher Sieg für uns. Über ein Unentschieden hätten wir uns nicht beschweren können“, sagte auch Christian Reck, Sportlicher Leiter des MSV nach der Partie.

Doch von vorne: „Sie waren stets bemüht“, so hätte es im Zwischenzeugnis der Gastgeber nach den ersten 25 Minuten stehen können. Das Tunceli-Team, es ackerte und rackerte, allein, der Erfolg blieb aus. Und dann verletzte sich auch noch Innenverteidiger Dustin Christmann. Er musste mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden. „Das hat uns ein bisschen aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Tuna Tunceli.

Und das nutzen die Gäste des MSV. Sie übernahmen zunehmend die Kontrolle im Spiel. Nach etwa einer halben Stunde spielten sie sich gleich einen Chancen-Dreierpack heraus und hätte klar in Führung gehen können, ja müssen.

Kaiser trifft zum 1:0 kurz vor der Pause

Die besorgte dann aber erst Lennard Kaiser kurz vor der Pause. MSV-Kapitän Benjamin Käsch brachte den Ball von links in den Strafraum, im Gewusel behielt nur einer den Überblick: Lennard Kaiser. Er drückte das Spielgerät zum 1:0 über die Linie (43.) und so ging es auch in die Pause.

Auch in Halbzeit zwei zeigten die Gäste zunächst, wer Favorit in dieser Partie ist. In der 61. Minute beispielsweise, als Benjamin Kuhlewey frei im Strafraum stand, den Ball aus zehn Metern aber an Pfosten setzte. Doch Rot-Weiß hatte noch lange nicht aufgesteckt, ganz im Gegenteil. Kurz nach der verpassten 2:0-Führung der 07er hatte Steven Tonski gleich zweimal die Möglichkeit zum Ausgleich. Die erste in der 65. Minute, als er nach einer schönen Hereingabe von Sebastian van Ryn den Kopfball knapp am Tor vorbei setzte.

Keine zwei Minuten später war es wieder Tonski. Diesmal lief er frei aufs Tor der 07er zu, wollte den Ball gefühlvoll im rechten oberen Eck des Kastens versenken. Einer Glanztat von MSV-Keeper Philipp Giordani hatten es die Gäste aber zu verdanken, dass sie auch nach 67. Minute noch in Führung lagen.

Das Tunceli-Team wollten sich mit dem Rückstand nicht abfinden, drückten zunehmend, während der MSV auf Konter lauerte. In der 80. Minute bekamen die Gastgeber dann einen Freistoß an der Strafraumkante. Eine Angelegenheit für Steven Tonski. Der zwirbelte den Ball aber knapp übers Lattenkreuz.

Flanke in die Schnittstelle

Und in der 84. Minute klingelte es dann doch im MSV-Kasten. Robin Wandels Flanke in die Schnittstelle landete bei Sebastian van Ryn, der frei aufs Tor zulaufen konnte und aus knapp elf Metern ins lange Eck zum verdienten Ausgleich einschoss.

Aber die Freude über den Ausgleich währte nicht lang. Quasi im direkten Gegenzug kam auch der MSV wieder vor den Kasten der Gastgeber und Argjent Emrula schoss zur erneuten und etwas glücklichen Führung ein (86).

„Klar sind wir ein bisschen enttäuscht, weil wir den Punkt hier sicher verdient hätten. Aber ich bin auch sehr zufrieden mit der Mannschaft. Wenn wir an das, was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, anknüpfen können, dann müssen wir uns vor keinem verstecken“, resümierte RW-Co-Trainer Tuna Tunceli.

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