SECHS-STUNDEN-LAUF

Adam Hetmanski ist in Münster am harten Dreikampf beteiligt

Der Spezialist für die anspruchsvollen Laufstrecken: Adam Hetmanski vom LV Marathon Mülheim belegte in Münster den zweiten Platz.  

Der Spezialist für die anspruchsvollen Laufstrecken: Adam Hetmanski vom LV Marathon Mülheim belegte in Münster den zweiten Platz.  

Foto: Nicole Hetmanski

mülheim.   Bei der zehnten Auflage des Sechs-Stunden-Laufs in Münster erreichte Adam Hetmanski von Marathon Mülheim nach 75,440 Kilometern den zweiten Rang.

Bei der mittlerweile zehnten Auflage des Sechs-Stunden-Laufs im westfälischen Münster erreichte Adam Hetmanski vom LV Marathon Mülheim nach 75,440 Kilometern den zweiten Platz. Dauerläufer Hetmanski gehörte seit dem Startschuss zum Führungs-Trio und bot den Zuschauern an der Sportschule der Bundeswehr Warendorf einen rasanten Schlagabtausch mit seinen beiden Rivalen.

1,130 Kilometer fehlten dem Mülheimer Ultralangstreckler bis zur erlaufenen Distanz des Erstplatzierten Frank Wiegand vom Verein Passtschon98, 290 Meter lag er derweil vor dem Dritten Christof Marquardt von der LG Deiringsen).

Unangenehme Windböen und Starkregen

Unangenehme Windböen und unliebsamer Starkregen führten zu erschwerten Bedingungen für das auf 600 Läuferinnen und Läufer limitierte Teilnehmerfeld. Die Bodenbeschaffenheit des 3000-Meter-Rundkurses wechselte zwischen Asphalt, Tartan- und Finnenbahn.Über die Marathon-Distanz hinaus hielten sich die besten zehn Läufer in einer Runde. Die an der Spitze laufenden Hetmanski, Wiegand und Marquardt trugen den Dreikampf um den Sieg aber konsequent unter sich aus.

Nach zehn Kilometern erarbeitete sich Marquardt seinen zwischenzeitlich größten Vorsprung von 1,28 Minuten, den seine Verfolger stetig dezimierten. „Bis zur 50 Kilometer-Marke sind wir ein extremes Tempo gelaufen“, so Hetmanski. Seine Durchschnittszeit betrug 4,35 Minuten pro Kilometer, auf den ersten 30 Kilometer kam er sogar 4,22 Minuten.

Bei Kilometer 50 nimmt der Mülheimer die Führung

Bei Kilometer 50 übernahm der Mülheimer Adam Hetmanski zwischenzeitlich die Führung, bis die Konkurrenten erneut überholten. Das Trio behielt einander permanent in Sichtweite.

Sechs Kilometer später riss der starke Wind Hetmanski die Startnummer mit dem zeitmessenden Transponder vom Gurt, die er im vollen Tempo mit Sicherheitsnadeln sporadisch wieder befestigte. Ein Zwischenstopp hätte ihn garantiert die Endplatzierung gekostet. Ab Kilometer 68 ließ sich Wiegand, der Deutsche Vizemeister im Sechs-Stunden-Lauf von 2018, Rang eins schließlich nicht mehr nehmen.

Hetmanski zog in den letzten eineinhalb Runden an Marquardt, dem Deutschen Meister des Jahres 2017, in einem Tempo von 12,42 Minuten pro Runde vorbei.

>>> Eine Berlinerin hält den Weltrekord

Der Sechs-Stunden-Lauf ist eine Form des Ultramarathons und gehört zu den durch eine bestimmte Zeitdauer definierten Läufe, bei dem die Teilnehmer innerhalb der vorgegebenen Zeit eine möglichst lange Strecke zu bewältigen versuchen.

Die Berlinerin Nele Alder-Baerens stellte am 11. März 2017 beim Sechs-Stunden-Lauf Münster mit 85,492 Kilometer einen neuen Weltrekord auf und verbesserte den bisherigen der Japanerin Norimi Sakurai (83,200 km) vom 27. September 2003 um 2,3 Kilometer. Der schnelle Brite Donald Ritchie hält mit 97,200 Kilometer vom 28. Oktober 1978 den Weltrekord bei den Männern.

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