FUSSBALL

Achterbahnfahrt am Waldschlösschen

Matchwinner: Pascal Roenz erzielte das 1:0 für den MSV 07, legte den 3:3-Ausgleichstreffer auf und belohnte sich für eine starke Leistung mit dem Tor zum 5:3-Endstand.

Matchwinner: Pascal Roenz erzielte das 1:0 für den MSV 07, legte den 3:3-Ausgleichstreffer auf und belohnte sich für eine starke Leistung mit dem Tor zum 5:3-Endstand.

Foto: Oliver Müller

Erst 2:0, dann 2:3 und schließlich 5:3 – der MSV liefert kein Spiel für schwache Nerven.Aufsteiger 1. FC Mülheim feiert ersten Sieg.

Laute „MSV, MSV“-Rufe schallten über den Platz am Waldschlösschen. In einer denkwürdigen Achterbahnfahrt hat sich der Fußball-Bezirksligist MSV 07 einen wichtigen Sieg über die DJK Vierlinden gesichert. Gejubelt wurde auch anderswo: In Styrum über den ersten Saisonsieg der Löwen und in Mintard über neun blau-weiße Tore. Rot-Weiß blieb gegen diese treffsichere Konkurrenz blass.

MSV 07 – DJK Vierlinden 5:3 (1:0). „Wenn ich bisher noch keine grauen Haare hätte, dann hätte ich jetzt welche“, meinte MSV-Trainer Dirk Roenz nach einem nervenaufreibenden Auf und Ab seiner Mannschaft. 2:0 geführt, 2:3 und noch 5:3 gewonnen! Aber der Reihe nach: Lange ließ der MSV kaum etwas zu und führte verdient mit 2:0. Unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung bestrafte Vierlinden dann aber mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten. „Da waren wir eigentlich mausetot“, sagt Roenz im Rückblick. Doch seine Elf bewies Moral: Trainersohn Pascal Roenz legte stark für Robin Götze auf, der mit seinem zweiten Treffer den 3:3-Ausgleich erzielte. Als der eigentlich zur Absicherung des Unentschiedens eingewechselte Benjamin Käsch dann auch noch das 4:3 machte, gab es auf dem Saarnberg kein Halten mehr. „Da brachen hier alle Dämme, das habe ich lange nicht mehr erlebt“, freute sich ein erleichterter Trainer. Sein Sohn legte in der Nachspielzeit sogar noch den fünften Treffer nach und belohnte sich für eine starke Leistung.

1. FC Mülheim – RWS Lohberg 4:2 (3:0). Da ist er, der erste Sieg des 1. FC Mülheim in der laufenden Saison. Dank einer starken ersten Halbzeit schlugen die Löwen RWS Lohberg auf dem heimischen Platz an der Moritzstraße.

„Der Knoten musste ja irgendwann mal platzen“, meinte Trainer Ali Zabad. „Wir haben von den sieben Spielen nur zwei richtig schlecht gespielt, hatten oft viele Chancen. Es war einfach mal Zeit“, so der Coach. Ünal Kara brachte den 1. FC in Führung, ehe Benjamin Kuhlewey und Abdulhamit Aküyz kurz vor der Pause sogar auf 3:0 erhöhten. Mit dem Tor zum 4:1 machte Kuhlewey später alles klar. „Ich hoffe, dass es jetzt genauso weiter geht, denn die Mannschaft ist nicht so schlecht wie es in der Tabelle aussieht“, so Zabad.

Wieder ein Tor für Mintard: Julian Piontek (li.), Andreas Kniep (verdeckt) und Mathias Lierhaus (re.) feiern einen der neun Treffer. Foto: Oliver Müller Blau-Weiß Mintard – SpVgg Meiderich 06/96 9:1 (4:0). Sieben Gegentore bei Rot-Weiß, sogar neun in Mintard – Mülheim ist in dieser Saison offensichtlich kein gutes Pflaster für die Meidericher. Mintard führte schon nach sechs Minuten mit 2:0. „Danach ist der Gegner völlig in sich zusammengebrochen“, meinte Blau-Weiß-Coach Ulf Ripke. Der Trainer weiter: „Natürlich war der Sieg in der Höhe verdient, aber man muss das Ergebnis auch richtig einordnen.“ Die Mülheimer konnten es sich sogar leisten, in der letzten halben Stunde einen Gang zurückzuschalten. Zu dem Zeitpunkt führte der Tabellenerste bereits mit 7:1. Torjäger Mathias Lierhaus wurde nach drei Toren sogar schon in der 62. Minute ausgewechselt.

Das Rot-Weiß-Team um Angreifer Pierre Hirtz musste sich im Spiel gegen den TuS Mündelheim mit einem torlosen Remis zufriedengeben. Foto: Oliver Müller SV Rot-Weiß Mülheim – TuS Mündelheim 0:0. Von so vielen Toren wie auf den anderen Mülheimer Plätzen konnten die Zuschauer der Partie zwischen Rot-Weiß und Mündelheim an der Von-der-Tann-Straße nur träumen. „Das Spiel war gewöhnungsbedürftig“, brachte es RWM-Trainer Dirk Pusch auf den Punkt. Seine Mannschaft war bemüht und stand hinten gut, vorne entwickelten die Eppinghofer aber zu wenig Zählbares. „Mündelheim hatte sogar die etwas besseren Chancen“, musste Pusch eingestehen. Dennoch hielt er das Unentschieden für ein gerechtes Ergebnis.

Kurz vor dem Ende hatte seine Mannschaft bei einer Ecke die beste Chance, um doch noch als später Sieger vom Platz zu gehen. „Das wäre vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit für das letzte Spiel gewesen“, meinte Pusch.

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