FUSSBALL

4:2 nach 0:2 – Mintard wacht noch rechtzeitig auf

Nick Heppner & Co drehten einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg um.

Nick Heppner & Co drehten einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg um.

Foto: Udo Gottschalk

Mülheim.   An der Spitze bleibt alles beim Alten, weil auch der MFC 97 gewinnt. Der MSV bleibt an den Top vier dran. Schwarzer Tag hingegen für Rot-Weiß.

Der Spitzenreiter bleibt dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei auf Kurs. Blau-Weiß Mintard macht aus einem 0:2 noch ein 4:2. Als Dritter liegt der MFC nach einem souveränen 3:0 weiter in Lauerstellung. Der MSV 07 schlägt den Vierten, während Rot-Weiß einen schwarzen Tag erwischt. Der 27. Spieltag der Bezirksliga in der Zusammenfassung.

SC Phönix Essen – Blau-Weiß Mintard 2:4 (2:0). Ob die Fußballer von Blau-Weiß Mintard noch die Feier zum 30. Geburtstag ihres Kapitäns Mathias Lierhaus von Freitagabend in den Knochen hatten? Am Sonntagvormittag jedenfalls lag der Bezirksligist beim SC Phönix zur Pause mit 0:2 zurück. Ein Donnerwetter und zwei Wechsel waren nötig, um den Spitzenreiter wach zu rütteln. Er gewann noch mit 4:2 (0:2).

„Die erste Halbzeit war natürlich richtig schlecht. Aber ich habe den Jungs schon in der Pause gesagt, dass wir das Spiel noch ganz klar gewinnen können“, berichtete Trainer Marco Guglielmi. Mit Wiederanpfiff zeigte seine Elf dann auch ein anderes Gesicht. Nach einer guten Stunde erzielte Marius Beyer bereits den Ausgleich.

Erst beim Stand von 3:2 hatte Phönix noch einmal eine dicke Chance, als der eingewechselte Lukas Grötecke auf der Linie rettete. Mintard hatte aber ebenfalls noch eine Reihe von Möglichkeiten. In der Nachspielzeit machte Komlan Agbegniadan, genannt „Platini“, mit dem 4:2 alles klar. Am Donnerstag empfängt Mintard den MFC 97.

Mülheimer SV 07 – DJK Adler Union Frintrop 3:2 (1:0). Ob der MSV tatsächlich noch einmal richtig in den Kampf um den Aufstieg eingreifen kann, wird sich zeigen, er bleibt den Top vier aber zumindest auf den Fersen. Der Tabellenfünfte schlug die auf Rang vier notierte DJK Adler Union Frintrop mit 3:2 (1:0).

Trainer Dirk Roenz fand den Sieg „hochverdient“. Seine Mannschaft hätte schon zur Pause höher führen müssen, profitierte aber nur von einem Torwartfehler, als Frintrops Schlussmann einen Schuss von Valentin Markic durch die Hände rutschen ließ.

Die schwächsten zehn Minuten der „07er“ nach dem Seitenwechsel nutzte Frintrop dann, um mit 2:1 in Führung zu gehen. Die Mülheimer bewiesen aber Moral und glichen in Person von Blerim Hysenlekaj aus. Der MSV hätte danach ebenso in Führung gehen können wie die Frintroper, die einmal am starken Mülheimer Keeper Timo Schunk scheiterten. So dauerte es bis zur 88. Minute, ehe Benjamin Kuhlewey den Siegtreffer für den Spielverein erzielte. Der MSV verkürzt den Rückstand auf Rang vier auf einen Punkt. Zum Relegationsplatz sind es weiterhin sieben Zähler

DJK St. Winfried Kray – Mülheimer FC 97 0:3 (0:2). Dank eines souveränen Auswärtssiegs bleibt der MFC 97 als Tabellendritter in Lauerstellung. Das 3:0 (2:0) bei der DJK St. Winfried Kray war nie gefährdet.

Schon zur Pause führte der MFC durch zwei Treffer von Bora Karadag mit 2:0. Burak Öktem machte nach einer Stunde alles klar. Zudem dezimierte sich Kray durch zwei Platzverweise. „Ich war heute sehr zufrieden, vor allem, weil wir zu Null gespielt haben“, meinte Trainer Dirk Pusch. Seine Mannschaft ließ tatsächlich nur ganz wenige Möglichkeiten des Gegners zu.

In der 65. Minute wechselte Pusch Innenverteidiger Celal Karabudak ein. Er, sein Bruder Sahin und Ahmed Aldemir sind seit Freitagabend zurück im Kader des Bezirksligisten, der damit für den Kampf um den Aufstieg wieder in Bestbesetzung auflaufen kann.

SV Rot-Weiß – SV Union Velbert 0:5 (0:1). Es war ein gebrauchter Tag für den SV Rot-Weiß: In der Bezirksliga unterlagen die vom Abstieg bedrohten Eppinghofer dem SV Union Velbert mit 0:5 (0:1), zudem fällt Stürmer Fabian Pusch womöglich lange aus.

Mit den kurzfristigen Absagen der Verteidiger Jonas Kathmann und Marvin Nipper fing alles schon schlecht an. Kevin Klewer musste nach langer Verletzungspause durchspielen. Dann vergab Philipp Wypler beim Stand von 0:0 eine Riesenchance für die Hausherren. Kurz darauf erzielte Velbert das 0:1.

„Nach dem 0:2 haben wir uns dann aufgegeben“, ärgerte sich Trainer Selami Günel. So nahm Das Debakel seinen Lauf. Zu allem Übel musste Fabian Pusch schon vor der Pause verletzt ausgewechselt werden. Ihm droht eine lange Pause. Für ihn kam A-Junior Adel Kheder zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft.

Später musste Günel auch noch die beiden gelb-rot-gefährdeten Mittelfeldspieler Bastian Masen und Recep Tuna auswechseln. Da war beim Stand von 0:4 aber auch nicht mehr viel zu retten.

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