American Football

2. Damenbundesliga: Die T-Rocks benötigen noch Zeit

Keine Frage, auch bei den Damen geht es im Tackle Football richtig zur Sache. Die Shamrocks spielen in einer Spielgemeinschaft mit den Duisburg Vikings und nennen sich T-Rocks.

Keine Frage, auch bei den Damen geht es im Tackle Football richtig zur Sache. Die Shamrocks spielen in einer Spielgemeinschaft mit den Duisburg Vikings und nennen sich T-Rocks.

Foto: Steffen Postel / Privat

Einige Spielerinnen sind noch nicht einmal 16 Jahre alt und müssen schon bei den Damen ran. Am Sonntag geht’s zum Derby nach Bochum.

Absteigen können die Tackle-Footballerinnen der Mülheim Shamrocks, die in einer Spielgemeinschaft mit den Duisburg Vikings antreten, eh nicht. Weil die Cologne Ronin nämlich die Saison in der 2. Damenbundesliga längst kampflos beendet haben. „Deshalb können wir die Saison dafür nutzen, uns in der Liga zu etablieren“, sagt Pressesprecher Steffen Postel.

Im Teenager-Alter schon bei den Damen

Dass es in dieser Spielzeit nicht um den Abstieg geht, kommt der Mannschaft von Headcoach Benjamin Heinzen auch recht gelegen. Die Spielgemeinschaft Mülheim/Duisburg – T-Rocks wird sie genannt – hat die ein oder andere Baustelle im Team. Denn im Roster (so wird der Kader im American Football bezeichnet) tummeln sich viele Spielerinnen, die noch nicht einmal 16 Jahre alt sind. „Das ist für Damen-Football nicht völlig unüblich“, merkt Postel an. Es gebe schließlich kaum bis gar keine Jugendmannschaften in Nordrhein Westfalen, so dass junge Footballerinnen direkt in den Kader der Frauenmannschaften gezogen werden würden, wenn sie nicht vorher schon aufhören.

Doch dadurch fehlt ihnen in den Partien bisweilen häufig die nötige Aggressivität in den Tackles, oder sie lassen sich von ihren Gegnerinnen zu leicht abkochen. Dass Mülheim/Duisburg zurzeit eine ausgeglichene Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen aufzuweisen hat, liegt daran, dass schon beide Spiele gegen die abgestiegenen Ronins aus Köln schon gewertet wurden.

Eine zufriedenstellende Niederlage

Umso wichtiger sind für den Trainerstab also die Erkenntnisse aus den beiden Niederlagen. Gab es beim 0:47 gegen Aachen noch überhaupt kein Licht im Spiel, so war das 10:26 am vergangenen Wochenende gegen die Gießen Golden Dragons schon deutlich zufriedenstellender. „Das Team ist schon deutlich aggressiver zur Sache gegangen“, erinnert sich Postel zurück. Zumal die Defensive einen wirklich guten Job gemacht habe. „Allerdings hatte die Offense so ihre Probleme. 18 der 26 Punkte von Gießen gehen auf ihr Konto.“ Ballverluste, die zu gegnerischen Punkten führen, sind für jeden American-Football-Coach ein Ärgernis. „Aber auch das lässt sich in Zukunft abstellen“, verspricht Postel.

Am Sonntag zum Beispiel, wenn die Spielgemeinschaft aus Mülheim und Duisburg zum Derby nach Bochum anreist. Die Miners sind aktuell Tabellenzweiter, haben gegen Tabellenführer Aachen nur knapp verloren. Postel kündigt an: „Ich erwarte einen heißen Kampf. Weil wir uns gegenüber dem vergangenen Wochenende noch einmal steigern werden.“

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