Feldhockey

2. Bundesliga: KHTC vor Wochenende der Wahrheit

Die vielen Abgänge in der Rückrundenpause kompensierte der Kahlenberger HTC mit einigen Jugendspielern, die sich noch an das Niveau der 2. Bundesliga akklimatisieren müssen.

Die vielen Abgänge in der Rückrundenpause kompensierte der Kahlenberger HTC mit einigen Jugendspielern, die sich noch an das Niveau der 2. Bundesliga akklimatisieren müssen.

Foto: Oliver Mueller / FFS

Der KHTC hat Samstag und Sonntag zwei schwere Gegner vor der Brust. Trainer Tim Leusmann spricht im Vorfeld über die kommenden Aufgaben.

Die Zeit läuft dem Kahlenberger HTC langsam davon. Doch an Aufgeben ist nicht zu denken. Schließlich ist der Klassenerhalt für die ersten Herren in der 2. Feldhockey-Bundesliga noch möglich. Nur: Es muss in den kommenden Spielen gepunktet werden. Das weiß auch Trainer Tim Leusmann: „Wenn wir am Wochenende keine Punkte holen, wird es nicht nur eng, sondern wohl oder übel auch rechnerisch schwieriger, sich mit eigener Kraft zu retten“, sagte er im Vorfeld.

Der Tabellenletzte hat am Wochenende einen Doppelspieltag im Westen vor der Brust. Und die Gegner haben es auch noch in sich: zuerst geht es zur Star-Truppe von Blau-Weiß Köln am Samstag (14 Uhr), am Sonntag (14 Uhr) dann ist Schwarz-Weiß Neuss zu Gast. Heißt im Umkehrschluss: der Tabellenzweite und -dritte trifft auf die junge Kahlenberger Mannschaft. „Keine Frage, das sind jetzt nicht die leichtesten Gegner für uns. Aber im Endeffekt ist es doch egal. Schließlich müssen wir punkten“, betonte Leusmann. Mit derzeit nur drei Punkten aus 13 Spielen beträgt der Abstand zum rettenden Ufer sieben Zähler.

Jugendspieler müssen sich noch an die Liga gewöhnen

Die allgemeine Situation rund um den Klub macht es für den Coach selbstverständlich nicht einfacher. Der gravierende Umbruch, der in den vergangenen Monaten stattgefunden hat, ist längst nicht beendet. „Wir haben ja viele Jugendliche dabei, die sich noch an das Niveau 2. Bundesliga akklimatisieren müssen“, sagte Leusmann. „Hinzu kommen die Jungs, die von der zweiten Mannschaft hochgezogen wurden.“ Der spielerische Unterschied zwischen 2. Bundesliga und 1. Verbandsliga ist verständlicherweise groß.

Trotz aller widrigen Umstände herrsche im Team und beim Training eine sehr gute Stimmung. „Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung und der Wille ist niemandem abzuschreiben“, sagte Leusmann. „Die jungen Spieler wissen, dass sie nun Verantwortung übernehmen müssen. Das fällt zwar noch einigen nicht so einfach, aber wir sind auf einem guten Weg.“

Im Training wird viel gespielt

Mit vielen verschiedenen Spielformen sorgt der Mülheimer im Training dafür, dass sich die Spieler Stück für Stück aufeinander einstimmen und Abstimmungsfehler in Zukunft vermieden werden. „Wir fokussieren uns jetzt gar nicht auf die Gegner und machen große Analysen. Wir konzentrieren uns einzig auf uns und unsere Spielweisen.“ Leusmann wünscht sich für die Spiele gegen Köln und Neuss, dass „mein Team stabiles Hockey zeigt.“ Das bedeute aber auch, frisch im Kopf zu bleiben. Etwas, das die Gegner dem KHTC noch voraus haben. „Wir halten bis zur Halbzeit immer sehr gut mit, aber dann kommen die Gegner mit ihrer Erfahrung und wir können uns von einem Rückschlag noch nicht erholen.“

Die Marschroute ist also bekannt: Punkte müssen her. Leusmanns Erwartung für das Wochenende der Wahrheit lautet: „Wir spielen zuhause etwas besser. Deshalb muss gegen Neuss am Sonntag auf jeden Fall etwas Zählbares her.“

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