damen-handbll: 2. liga

TuS Lintfort zieht unglücklich den Kürzeren

Bot eine ganz starke Vorstellung: Leonie Lambertz erzielte sechs Tore.

Bot eine ganz starke Vorstellung: Leonie Lambertz erzielte sechs Tore.

Foto: Markus Joosten

Kamp-Lintfort.   Handball-Zweitligist unterliegt in einem spannenden Kellerduell dem SV Werder Bremen mit 29:30. Vier Minuten vor Schluss führte der TuS 29:27.

Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben aufopferungsvoll gekämpft, ein ordentliches spielerisches Niveau abgerufen und sich nie aufgegeben: Doch alle Mühe war letztendlich für die „Katz“. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlagen in einem spannenden Duell zweier Kellerkinder beim SV Werder Bremen knapp mit 29:30 (15:15).

In dieser Begegnung stand bekanntlich eine Menge auf dem Spiel. Beide Kontrahenten agierten konzentriert. Lintfort hatte seine besseren Momente in der Offensive. Der Auftritt bot Präsenz und Übersicht – die Abläufe wurden sicher abgespult. Probleme gab es hingegen in der Abwehr. Der Verband harmonierte nicht wie gewünscht. Bremen kam zu einfachen Toren, oftmals über die Kreisposition oder nach einfachen Wechseln aus dem Rückraum.

Personelle Umstellungen

Der Gast vom linken Niederrhein reagierte und nahm die zwingend nötigen personellen Umstellungen vor. Fortan lief es besser, aber immer noch nicht gut. Die Mannschaften bekämpften sich bis zum Pausenpfiff auf einem ähnlichen Niveau, gaben keinen Zentimeter des Hallenbodens preis. Mit Hingabe und Leidenschaft.

Lintfort hatte eine schwierige Startphase in Hälfte zwei, es „klemmte“ einige Male. Aber die Souveränität kam relativ schnell zurück. Die Mannschaft holte den Rückstand auf, kämpfte sich ruhig und sachlich heran, bis Bremen wieder in Schlagdistanz war. Der Gast behielt die Übersicht. Weshalb Lintfort aber immer besser in Tritt kam, lag diesmal zum Großteil an Loes Vandewal. Die wurfgewaltige Holländerin „netzte“ insgesamt 15 Mal ein. Die TuS-Spielerinnen führten in der 56. Minute schon mit 29:27. Aber die Mannschaft verließ den ruhigen und cleveren Erfolgspfad, überdrehte beim Torabschluss. Bremen zog seinen Nutzen daraus, bestrafte die TuS-Fehler rigoros und durfte am Ende jubeln.

Der Spielausgang ist nicht gerecht

„Diese Niederlage in Bremen ist echt bitter“, so eine enttäuschte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach Spielschluss. „Wir waren in einem intensiven, spannenden Spiel mit großer Qualität zum Schluss hin ziemlich platt. Der Spielausgang ist nicht gerecht, aber wir müssen das Ergebnis akzeptieren.“

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