Handball / 2. Liga

TuS Lintfort verschläft in Nürtingen die erste Hälfte

Konnte sich nicht wie gewohnt in Szene setzen: Lintforts Loes Vandewal (rechts). Foto:Markus Joosten

Konnte sich nicht wie gewohnt in Szene setzen: Lintforts Loes Vandewal (rechts). Foto:Markus Joosten

Kamp-Lintfort.   Aufgrund einer schwachen Defensivleistung vor der Pause unterlagen die Handball-Damen des TuS Lintfort in der 2. Liga bei der TG Nürtingen.

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Drei Niederlagen in Serie verbreiten nicht gerade gute Stimmung. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort hadern derzeit mit ihrer Form. Der Mannschaft gelang es zum wiederholten Mal nicht, eine konstante Leistung abzurufen. Der Gast vom linken Niederrhein unterlag bei der TG Nürtingen trotz einer ordentlichen Aufholjagd in Halbzeit zwei am Ende verdient mit 29:32 (12:20). Der TuS Lintfort bleibt somit auf einem Abstiegsplatz.

Nach einer Abtastphase bis zum 5:5 (12. Minute) bekamen die TuS-Spielerinnen in der Folgezeit kaum noch gelungene Aktionen auf die „Platte“. Richtig schlimm war der Deckungsauftritt. Merkwürdig, weil Lintfort diesen Mannschaftsteil eigentlich beherrscht. Die Spielerinnen agierten in ihrem Bestreben viel zu brav und vor allem zu passiv.

Zu brav und zu passiv

Die beiden wurfgewaltigen TG-Rückraum-Asse Verena Breidert und Lea Schuhknecht trafen von ihren Positionen nach Belieben, ohne dabei die nötige Gegenwehr zu spüren.

Und diese Unsicherheiten übertrugen sich ziemlich schnell auf die Lintforter Offensive. Die Mannschaft versuchte zwar vieles, aber traf oftmals einfach die falschen Entscheidungen. Beispielsweise wurden die Anspiele an den Kreis übertrieben.

Die Quittung folgte auf den Fuß. Nürtingen nahm die zahlreichen „Geschenke“ an und legte sich mit einem engagierten, aber auch effizienten Auftritt ein riesengroßes Torepolster bis zum Pausenpfiff zu.

Mit Willensstärke und Ehrgeiz

Aber die TuS-Mannschaft packte in Durchgang zwei endlich ihr Kämpferherz aus. Und allein die Willensstärke sowie der Ehrgeiz, noch etwas bewegen zu wollen, reichten aus, um eine tolle Aufholjagd zu starten. Lintfort nahm in der Abwehr Umstellungen vor, zwang die Gegnerinnen fortan in Zweikämpfe und zeigte einfach eine bessere Körpersprache. Der Gast baute somit enormen Druck auf. Nürtingen zeigte nun Schwächen, nicht zuletzt weil Lintfort das Tempo hoch hielt. Die TuS-Spielerinnen konnten den großen Rückstand verringern, bekamen Nürtingen aber niemals richtig in Schlagdistanz.

„Keine Ordnung“

„Der erste Abschnitt war wirklich schlecht“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir haben überhaupt keine Ordnung in die Defensivabteilung bekommen, und die Fehler im Angriff waren einfach zu viele. Gut war aber: Die Mädels haben sich nach dem Seitenwechsel mit aller Macht gegen die Niederlage gestemmt, nur leider zu spät.“

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