2. Handball-Bundesliga

TuS Lintfort unterliegt TG Nürtingen nach schwacher Leistung

| Lesedauer: 2 Minuten
Hatte gute Momente im Dress des TuS Lintfort: Lena Heimes (beim Fallwurf) erzielte gegen Nürtingen fünf Tore.

Hatte gute Momente im Dress des TuS Lintfort: Lena Heimes (beim Fallwurf) erzielte gegen Nürtingen fünf Tore.

Foto: Rainer Hoheisel / FUNKE Fotos Services

Kamp-Lintfort.  In der 2. Handball-Bundesliga kassierten die Frauen des TuS Lintfort am Samstagabend gegen die TG Nürtingen eine knappe 25:26-Heimniederlage.

Das Nervenkostüm wurde schon arg strapaziert: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort unterlagen nach einer insgesamt kampfbetonten und in der Schlussphase äußerst dramatisch verlaufenden Partie daheim gegen die TG Nürtingen mit 25:26 (13:14). Beide Kontrahenten rangieren mit nun jeweils 5:7 Punkten im breiten Tabellenmittelfeld.

Beim TuS Lintfort gab es bei diesem richtungweisenden Spiel keine Experimente. Trainerin Bettina Grenz-Klein schickte ihre stärkste Formation ist Rennen. Schon im Vorfeld war klar, dass Nürtingen mit einer ganz offensiven Deckungsvariante beginnen würde. Aber Lintfort hatte dennoch Schwierigkeiten, fand zu selten den Schlüssel, um die TG-Abwehr zu knacken. Den TuS-Spielerinnen unterliefen zu viele einfache Fehler.

Torfrau Laura Graef beim TuS Lintfort gut drauf

Die Gastgeberinnen hechelten zunächst zwar regelmäßig Rückständen hinterher, ließen sich aber nicht abschütteln. Dass lag zum einen an der insgesamt ordentlich verteidigenden Defensive und an einer noch besser aufgelegten Laura Graef. Die Torhüterin zeigte wieder einmal ihre großen Fähigkeiten, vereitelte etliche Nürtinger Chancen.

Der TuS Lintfort brauchte lange, um sich besser auf den Gegner einzustellen. Dies gelang erst ab der 21. Minute, noch bei einem 8:11 Rückstand, als kurzzeitig der Knoten platzte und vier Treffer in Serie die eigene 12:11-Führung brachte.

TuS Lintfort vergibt zu viele gute Chancen

Aber nach dem Seitenwechsel war von der Herrlichkeit nichts mehr übrig geblieben. Die TuS-Spielerinnen agierten total kopflos, ließen beste Einwurfmöglichkeiten in Serie liegen und wurden dadurch immer noch konfuser. Nürtingen hatte leichtes Spiel und enteilte auf ein zwischenzeitliches 21:15 (46.). Aber die Gäste setzten ihre Dominanz leichtfertig aufs Spiel. TG-Trainer Simon Hablizel brachte oft die siebte Feldspielerin. Zu oft.

Trainerin Bettina Grenz-Klein: „Ein schwacher Auftritt“

Nürtingen vertändelte mehrfach Bälle. Lintfort traf deshalb allein dreimal – zweimal sogar durch Torhüterin Laura Graef – mit schnellen Würfen ins verlassene Gästetor. Nürtingen blieb aber bei der taktischen Ausrichtung. Und so war Lintfort wieder im Spiel. Lena Heimes schaffte 20 Sekunden vor dem Abpfiff den vielumjubelten 25:25-Ausgleich. Aber Nürtingen bekam mit dem Schlusspfiff noch einen Siebenmeter zugesprochen und traf – Lintfort verlor am Ende mit 25:26!

„Wir müssen uns die Niederlage selbst zuschreiben“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Es war über weite Strecken ein schwacher Auftritt meiner Mannschaft.“

Torhüterinnen: Laura Graef 2, Alexandra Humpert.

Feldspielerinnen: Prudence Kinlend 3, Leonie Lambertz 3, Jule Samplonius 3/2, Hannah Haase, Dana Gruner, Anika Henschel 2, Maxime Drent, Pia Kühn, Jana Willing 2, Andra Lucas, Lisa Kunert 5, Lena Heimes 5.

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