Handball / 3. Liga

TuS Lintfort unterlaufen gegen Haunstetten zu viele Fehler

Konnte die Lintforter Niederlage trotz zweier Treffer nicht verhindern: Mona Butzen (beim Wurf). Foto:Markus Joosten

Konnte die Lintforter Niederlage trotz zweier Treffer nicht verhindern: Mona Butzen (beim Wurf). Foto:Markus Joosten

Kamp-Lintfort.   Nach vier Siegen in Serie gingen die Handball-Damen des TuS Lintfort gegen den TSV Haunstetten am Samstag mal wieder als Verlierer aus der Halle.

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Der kurze Höhenflug ist beendet! Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort mussten sich nach vier Siegen in Serie nun wieder einmal geschlagen geben. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlagen vor heimischer Kulisse dem TSV Haunstetten mit 23:27 (9:15).

Wie eng die Leistungsdichte in der Liga ist, hat dieses Spiel eindrucksvoll aufgezeigt. Lintfort traf auf ein Team, das zuvor viermal unterlegen und bis auf einen Abstiegsrang abgerutscht war. Aus TuS-Sicht herrschten also prima Voraussetzungen. Doch es kam anders: Haunstetten präsentierte sich in einer tollen Form. Der Gast überzeugte mit einer geschlossenen, cleveren Mannschaftsleistung und überraschte damit.

Kein probates Mittel

Die TuS-Spielerinnen suchten vergebens ihre Stabilität in der Defensive. Vor allem im Zentrum brannte es über weite Strecken der ersten Hälfte „lichterloh“.

Die Gastgeberinnen fanden kein probates Mittel, um das sehr effiziente TSV-Kreisläuferspiel auch nur in Ansätzen zu unterbinden. Haunstetten warf entweder gleich die Tore oder bekam nach Fouls die fälligen Siebenmeter.

Auch in der Offensive mit hoher Fehlerquote

Aber auch der Offensivauftritt war alles andere als fehlerfrei. Lintfort hatte große Probleme damit, sein Konzept gegen eine gut funktionierende, offensive und giftige 3:2:1-TSV-Abwehr durchzudrücken.

Im Spielaufbau fehlten die zündenden Ideen und vor allem die Durchschlagskraft. Die TuS-Spielerinnen erlaubten sich obendrein zu viele technische Patzer, trafen schlechte Entscheidungen und litten unter einer mäßigen Trefferquote. Ganz anders Haunstetten: Der Gast agierte ruhig und besonnen, war in etlichen Situationen gedankenschneller und nutzte seine Chancen rigoros aus.

Steigerung nach dem Seitenwechsel

Die Hausherrinnen kamen mit einer deutlich engagierteren Einstellung nach der Pause zurück aufs Parkett. In den Aktionen war nun deutlich mehr Feuer. Das Team kämpfte sich mehrmals bis auf drei Tore heran, konnte das Match aber nicht mehr drehen. Haunstetten wusste stets die richtigen Antworten und verließ das Feld als verdienter Sieger.

„Wir waren heute geistig nicht so frisch“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach Spielschluss. „Schwierigkeiten gab es gegen die offensive TSV-Deckung, und selbst haben wir individuelle Fehler in unserer Abwehr gemacht. Mein Team hat sich in Hälfte zwei zwar rangekämpft, aber die Trefferquote blieb schwach.“

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