Handball / Zweite Liga

TuS Lintfort mit bärenstarker Leistung gegen Kurpfalz Bären

Präsentierte sich erneut in überragender Form: Tatjana van den Broek erzielte gestern gegen die Kurpfalz Bären zwölf Treffer. Foto:Markus Weissenfels

Präsentierte sich erneut in überragender Form: Tatjana van den Broek erzielte gestern gegen die Kurpfalz Bären zwölf Treffer. Foto:Markus Weissenfels

Kamp-Lintfort.   Mit einem 37:31-Sieg gegen die Kurpfalz Bären Ketsch haben die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort die Abstiegsplätze verlassen.

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Der TuS Lintfort hat das neue Jahr mit einer Galavorstellung eingeläutet. Die Mannschaft kämpfte, rannte und bot über allem noch sehenswerten Handball. Der Damen-Zweitligist erwischte einen echten Sahnetag und konnte sein Können vor mehr als 500 Zuschauer in der damit gut gefüllten Eyller Sporthalle präsentieren. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein besiegten nach einem erstklassigen Auftritt die Kurpfalz Bären aus Ketsch auch in der Höhe verdient mit 37:31 (17:15). Und das I-Tüpfelchen auf der aktuellen Freude ist, dass der Verein erstmals seit langer Zeit die Abstiegsränge verlassen hat.

Tatjana van den Broek setzt Nadelstiche

Man konnte von der ersten Minute an verspüren, dass die Mannschaft sich einiges vorgenommen hatte. Der Einsatz, die Leidenschaft und die Körpersprache – alles stimmte. Dieser Auftritt hinterließ in den gegnerischen Reihen mit Sicherheit Eindruck. Lintfort überraschte vor allem mit forschen, zielstrebigen Angriffsstrukturen. Spielmacherin Eefje Huijsmans hielt die Zügel fest in der Hand. An ihrer Seite sorgten jeweils mit einem Doppelpack Naina Klein und Mona Butzen für einen ordentlichen Auftakt. Und nicht zu vergessen: Tatjana van den Broek, die aufgrund ihrer individuellen Klasse immer wieder ganz empfindliche Nadelstiche in die ohnehin schon recht wackelige Bären-Deckung platzierte.

Knappe Führungen

Die TuS-Spielerinnen wurden für ihren Aufwand mit zunächst knappen Führungen belohnt. Eine unaufmerksame Phase, in der die eigene Deckung viele einfache Gäste Tore aus dem Rückraum zuließ, brachte Ketsch wieder heran (9:9).

Die richtige Party startete aber erst mit Beginn der zweiten Hälfte. Lintfort stellte binnen weniger Minuten die Zeichen auf Sieg. Das Team „brannte“ nach dem Seitenwechsel kollektiv, spielte sich mit unglaublichem Engagement in einen „Tunnel“. Lintfort profitierte dabei allerdings von einer schlechten taktischen Maßnahme des Gäste-Trainers, der Eefje Huijsmans an die kurze Leine legen ließ und damit für die übrigen TuS-Spielerinnen Tür und Tor öffnete. Das TuS-Team nutzte die großen Räume hervorragend aus und zog vorentscheidend davon. Als Ketsch seine Defensive neu ausrichtete, war die Begegnung bereits entschieden.

Schaulaufen in der Schlussphase

Die Hausherrinnen hatten den mittlerweile völlig neben der Spur agierenden Kontrahenten komplett unter Kontrolle (32:22), konnten in der Schlussviertelstunde sogar ein verdientes Schaulaufen genießen, ohne arrogant zu wirken.

„Wir haben heute erstmals in der Saison überhaupt ein Spiel über den Angriff gewonnen. Die Pause hat meinen Mädels wohl gut getan“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

Es fehlten Vanessa Dings und Angelika Bensch. Dafür stand Caroline Mook aushilfsweise im Aufgebot, kam aber nicht zum Einsatz.

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