Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort ist beim SV Union Halle-Neustadt chancenlos

Konnte die Niederlage nicht verhindern: Loes Vandewal warf fünf Tore.

Konnte die Niederlage nicht verhindern: Loes Vandewal warf fünf Tore.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gab es im ersten Auswärtsspiel gleich eine deftige Abfuhr – gegen SV Union Halle-Neustadt.

Für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort hat es im ersten Auswärtsspiel gleich eine deftige Abfuhr gegeben: Die Gäste vom linken Niederrhein unterlagen beim ambitionierten Top-Klub SV Union Halle-Neustadt deutlich und verdient mit 22:33 (9:13).

Lintfort erwischte trotz der langen und stressigen Anreise einen gelungenen Start in die Partie. Die Mannschaft präsentierte sich in der Deckung hochmotiviert, mit guten Zuordnungen sowie einer aggressiv geführten Zweikampfausrichtung. Torwart Laura Graef hielt stark. Diese gewonnene Sicherheit übertrug sich schnell auf die Offensive. Mie Norup Isaksen zog geschickt die Fäden. Das Team zeigte sich zudem sehr lauffreudig und beweglich, riss somit immer wieder Lücken in den Union-Block. Lintfort überraschte mit seiner Spielweise und lag völlig zurecht ab der 7. Minute mehrmals deutlich in Front (5:3/8:5).

Lintfort verliert die Linie

Aber die TuS-Spielerinnen büßten in der Folgezeit ihre Souveränität ein. Die Linie ging völlig verloren aufgrund zahlreicher Zwei-Minuten-Strafen – und weil natürlich Halle-Neustadt nun intensiver am „Kabel“ zog. Die Gastgeberinnen haben viele clevere Spielerinnen in ihren Reihen, wie beispielsweise Saskia Lang (neun Tore). Die ehemalige Nationalspielerin konnte auf jede Situation reagieren, ob durch Individualität oder brachiale Wurfkraft.

Union Halle drehte den Spieß um, zeigte bis zum Pausenpfiff noch eine couragierte Vorstellung und übernahm mit 13:9 die Führung.

In den zweiten 30 Minuten war das Kräfteverhältnis klar verteilt. Die Gastgeberinnen gaben souverän den Ton an und ließen zu keiner Sekunde des Spiels noch irgendwelche Zweifel aufkommen. Die Mannschaft spielte gekonnt ihre Qualitäten aus. Lintfort geriet deutlich ins Hintertreffen (11:17/13:23), hatte nicht mehr den Hauch einer Chance. Das Team gab sich allerdings nicht auf und konnte zumindest die Schlussphase wieder einigermaßen ausgeglichen gestalten.

„Ich bin schon traurig, dass wir unsere Linie so schnell verloren haben“, erinnerte sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein an den guten Start. „Aber wir konnten das Spiel nie gewinnen. Halle-Neustadt ist in der Breite des Kaders einfach besser aufgestellt. Wir haben nach einer zwischenzeitlich ganz schwachen Phase erst im Schlussteil des Spiels wieder teilgenommen.“

Neuzugang und Geburtstagskind Katrin Kaiser warf ihr erstes Tor in der 2. Bundesliga.

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