Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort hadert gegen Berlin mit der Trefferquote

Sorgte für einige positive Lichtblicke: Becky van Nijf (TuS/blau) erzielt drei Tore gegen die Füchse Berlin.

Sorgte für einige positive Lichtblicke: Becky van Nijf (TuS/blau) erzielt drei Tore gegen die Füchse Berlin.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen mussten die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gegen Berlin eine überflüssige Heimpleite hinnehmen.

Dem kleinen Höhenflug mit zuletzt zwei Auswärtssiegen in Serie folgte ausgerechnet vor heimischer Kulisse eine schmerzliche Niederlage: Den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort fehlte es diesmal an Stabilität, so dass die Partie in der Eyller Sporthalle gegen die Füchse aus Berlin mit 22:28 (8:13) zurecht verloren ging.

Lintfort zeigte zunächst gewohnt großes Engagement. Die Defensive fand schnell die Betriebstemperatur und im Angriff herrschte eine ordentliche Geschwindigkeit. Berlin hatte so seine Mühen, seinen Rhythmus zu finden. Bei den Gästen, die mit personellen Sorgen angereist waren, wirkte die Spielanlage in der Startphase ziemlich unrund. Die TuS-Spielerinnen waren gefühlt immer einen Schritt voraus und es schien nur eine Frage der Zeit, wann der Torevorsprung (3:2/7:6) endlich deutlicher ausfallen sollte.

Aber es kam ganz anders: Lintfort wurde in seinem Auftritt zunehmend unsicherer. Der Hauptgrund war ein dürftiger Offensivauftritt. Die Spielerinnen erlaubten sich zahlreiche Schnitzer im technischen Bereich, etwa bei der Passqualität. Aber das größte Übel lag in der Trefferquote. Der TuS ging mit den kostbaren Chancen viel zu sorglos um – versiebte Möglichkeiten in Serie.

Die Linie komplett verloren

Die Lintforterinnen wurden daraufhin immer nervöser, verloren ihre spielerische Linie komplett. Nutznießer der TuS-Krise waren logischerweise die Spreefüxxe. Die Gäste witterten Morgenluft, tankten Selbstbewusstsein und drehten den Spieß noch bis zum Pausenpfiff leicht und locker um.

Aus TuS-Sicht blieben die zweiten 30 Minuten weiter zum Vergessen. Die Mannschaft fand kein probates Mittel, um sich aus der Misere zu befreien. Der Auftritt blieb schwach und über weite Teile uninspiriert. Berlin hingegen sorgte schnell für klare Verhältnisse.

Das Team agierte weiter mit einer gewissen Lockerheit – den Spielerinnen ging im sicheren Gefühl des Sieges (22:12/42.) vieles leicht von der Hand. Der Gast nutzte die „Bühne“ in Lintfort zum Schaulaufen, nahm in der Schlussphase mehrere Gänge raus, so dass Lintfort zumindest noch Ergebniskosmetik betreiben konnte.

„Die Start- und die Schlussphase waren in Ordnung – zwischendurch hatten meine Spielerinnen einen Filmriss“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Uns sind ziemlich viele, schlimme Patzer unterlaufen. Dieses Defizit hat uns auch moralisch runtergezogen.“

TuS: Vandewal 4, Klein 4, Legermann 4, van Nijf 3, Willing 3, Henschel 2, Norup Isaksen 1, Lambertz 1.

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