Frauen-Handball

TuS Lintfort erwartet beim Heimturnier einen Bundesligisten

Ein Wiedersehen mit Prudence Kinlend..

Ein Wiedersehen mit Prudence Kinlend..

Foto: Christoph Karl Banski / FFS-Archiv

Kamp-Lintfort.  Der TuS Lintfort steht vor dem Höhepunkt der Saisonvorbereitung. Der Verein richtet in der Eyller-Sporthalle ein interessantes Dreierturnier aus.

Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Bei den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort werden in allen Bereichen des Trainings nun die Zügel angezogen. Es dauert zwar noch gut drei Wochen, bis die Meisterschaft mit dem Heimspiel am 7. September gegen Sachsen Zwickau losgeht. Aber diese Zeit gilt es klug und intensiv zu nutzen.

Aus Sicht des TuS Lintfort steht am Samstag, 17. August, 14 Uhr, der Höhepunkt der Vorbereitung auf dem Plan. Der Verein richtet in der Eyller-Sporthalle ein interessantes Dreierturnier aus. Das absolute Zugpferd ist sicherlich der ambitionierte Bundesligist TSV Bayer 04 Leverkusen, der sich für die kommende Spielzeit auch für den Europapokal qualifiziert hat. Das Trio wird von V&L Geleen aus der niederländischen Ehrendivision komplettiert.

Integration der vier Neuzugänge

Für den TuS Lintfort sind diese Testspiele von enormer Bedeutung. Die Mannschaft muss sich weiter einspielen und die Integration der vier Neuzugänge voran treiben. Da kommen solche Härtetests gegen starke Konkurrenz gerade recht. Insbesondere das Kräftemessen gegen die „Werkselfen“ aus Leverkusen versprüht einen ganz besonderen Glanz. Denn die Bayer-Historie kann sich sehen lassen. Der Verein holte sich insgesamt zwölf nationale Titel (zuletzt 1987) sowie neun Pokalsiege (zuletzt 2010). Auch der aktuelle Kader ist gespickt mit zahlreichen, hochkarätigen Spielerinnen, was für die anstehende Saison 2019/20 hoffen lässt.

Leverkusen schlug viermal auf dem Transfermarkt zu und holte unter anderem Prudence Kinlend von Frisch Auf Göppingen. Für den TuS Lintfort keine Unbekannte: Die mittlerweile 27-jährige wurfgewaltige Rückraumspielerin trug vor einigen Jahren das TuS-Trikot und erfreute die Fans schon damals mit ihrer Dynamik und Explosivität. Und es gibt ein weiteres Wiedersehen. Die niederländische Nachwuchsspielerin Annefleur Bruggeman gehört ebenfalls zum Bayer-Aufgebot, wurde bekanntlich in der vergangenen Saison für ein Jahr mit einem Zweifachspielrecht an den TuS Lintfort verliehen. TuS-Spielerin Naina Klein besitzt bekanntlich ebenfalls ein Zweifachspielrecht mit Bayer Leverkusen. Doch die Torjägerin wird nach ihrem Kreuzbandriss erst in der kommenden Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.

„Für uns sind die Testspiele immens wichtig“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Auch wenn Bayer Leverkusen eine Nummer zu groß ist. Wir benötigen gerade diese starken Gegner, die unsere eigenen Fehler aufdecken. Zudem sind wir froh, dass ein Erstligist zu uns kommt. Das ist nicht selbstverständlich und alltäglich. Meine Mannschaft soll sich daher anständig präsentieren, möglichst die Strukturen beibehalten und eine stete Rücklaufmoral an den Tag legen.“

Deckung benötigt noch Zeit

Für Lintfort ist es wichtig, dass die Mannschaft sich weiter einspielt – besondere die Deckung benötigt noch Zeit. Spielerinnen müssen sich finden und in unterschiedlichen Konstellationen harmonieren.

Im Angriff gilt es den Spagat hinzugekommen, um zum einen die Neuzugänge zu integrieren, aber auch unter Druck- und Stresssituationen die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln. „Auch wenn die Belastung hoch ist, wir wollen in Spiel zwei noch einmal alles geben.“ Becky van Nijf laboriert nach wie vor an einem Fersensporn. Leonie Lambertz und Katharina Ueffing fehlen aus privaten Gründen.

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