Fußball-Landesliga

Spitzenreiter Sterkrade ist zu stark für Fichte Lintfort

Mit vereinten Kräften stemmten sich die Lintforter immer wieder gegen dei Sterkrader Angriffe.

Mit vereinten Kräften stemmten sich die Lintforter immer wieder gegen dei Sterkrader Angriffe.

Foto: Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  „Das war nicht unsere Kragenweite“, gesteht Fichte-Coach Sven Schützek nach dem 0:4 gegen das Oberhausener Team. Siebenmal rettet das Aluminium.

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Sven Schützek ist ein Mann der klaren Worte. Der Trainer des TuS Fichte Lintfort gehört ganz sicher nicht zu den Vertretern seiner Zunft, die eine Fußball-Partie im Nachhinein gerne schön reden. Nach schlechten Leistungen hält Schützek sich mit Kritik an seinen Landesliga-Kickern nicht zurück. Nach der 0:4 (0:2)-Heimniederlage gegen den souveränen Spitzenreiter Spvgg. Sterkrade-Nord nahm der Fichte-Coach seine Schützlinge sofort aus der Schusslinie, indem er vor allem eines tat: nämlich den Gegner zu loben. „Die sind einfach richtig gut und machen fast gar keine Fehler. Das war heute schlichtweg nicht unsere Kragenweite“, gestand Schützek ein.

Nach zuletzt drei Siegen über Kontrahenten aus dem unteren Tabellendrittel bekamen es die Lintforter erwartungsgemäß mit einem ungleich stärkeren Gegner zu tun, der über 90 Minuten keine echte Torchance zuließ. In der Anfangsphase gab es noch die ein oder andere Kontersituation, die besser ausgespielt für Gefahr vor dem Oberhausener Kasten hätte sorgen können, doch eigentlich war die Dominanz der Gäste von Beginn an erdrückend. Nach einer halben Stunde hatten die Sterkrader schon ein Dutzend Ecken in den Fichte-Strafraum getreten. Noch gefährlicher wurde es immer wieder aus dem Spiel heraus.

Jagalski und Ufer treffen doppelt für den Gast

Die Gastgeber wehrten sich lange tapfer gegen das unvermeidlich Scheinende, bekamen entweder noch ein Bein dazwischen oder Keeper Marian Gbur war auf dem Posten. Im gesamten Spiel rettete dazu auch das Aluminium noch siebenmal für die Hausherren. „Wir hätten gerade vor der Pause noch mehr Tore kassieren können“, meinte auch Schützek.

Bei allem Kampfgeist war bei den Lintfortern eine gewisse Ängstlichkeit vor dem Ligaprimus von der ersten Minute an spürbar. Den meisten Akteuren fehlte die Ruhe am Ball, immer wieder wurde das Spielgerät im Mittelfeld leichtfertig wieder hergeben. Aus einem solch unnötigen Ballverlust resultierte auch das 0:1 durch Julius Ufer (32.), das angesichts der Sterkrader Überlegenheit fast schon einer Vorentscheidung gleichkam. Stefan Jagalski erhöhte zügig (35.) und legte schließlich in einer ereignisärmeren zweiten Hälfte den dritten Oberhausener Treffer nach (71.). Praktisch mit dem Schlusspfiff schnürte auch Ufer seinen Doppelpack (90.).

„Wir haben natürlich zu viele Fehler gemacht, aber heute müssen wir einfach auch anerkennen, dass der Gegner deutlich besser war“, erklärte Schützek und blickte gleich wieder nach vorne: „Wenn wir im Kreispokal gewinnen und in Süchteln etwas holen, dann ist alles gut.“

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