Fußball-Kreisliga B

Sonsbecker Ex-Torjäger Dörrer übernimmt TuS Xanten

Steigt als Trainer wieder ins Fußball-Geschehen ein: Ex-Torjäger Thomas Dörrer.

Steigt als Trainer wieder ins Fußball-Geschehen ein: Ex-Torjäger Thomas Dörrer.

Foto: Fischer

Xanten.   Beim Fußball-B-Kreisligisten TuS Xanten gibt es im Sommer einen Trainerwechsel. Der frühere Sonsbecker Torjäger Thomas Dörrer löst Rachid Riad ab.

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Wenn ein Verein diesem Klischee entspricht, dann ist es der Klub vom Fürstenberg. „Der TuS Xanten“, sagt Thomas Dörrer, „ist ein schlafender Riese.“ Einer, der in den vergangenen Jahren aber oft genug von Alpträumen gequält wurde. Die führten ihn, den einst stolzen Oberligisten, ein Aushängeschild des Fußballkreises, bis in die Kreisliga B hinab. Thomas Dörrers Wunsch ist also nachvollziehbar. „Ich will dem TuS wieder neues Leben einhauchen“, verspricht er.

Gelegenheit dazu wird er ab der kommenden Spielzeit erhalten, denn dann tritt Dörrer seinen Job als neuer Trainer des TuS an. Rachid Riad, derzeit am Fürstenberg in Amt und Würden, wird in wenigen Wochen seinen Platz räumen. „Ich brauche eine Pause“, sagt der Coach und verweist auf seinen prall gefüllten beruflichen Terminkalender.

Lobende Worte von Rachid Riad

Riad, der die Mannschaft vor einem Jahr übernahm und in dieser Spielzeit noch um den Aufstieg in die A-Liga mitspielt, wird den TuS in guter Erinnerung behalten. „Der Verein und vor allem die Mannschaft sind super“, lässt er wissen und spricht von einem „schönen Jahr“ mit „netten Menschen“.

An der Spitze dieser netten Menschen steht Heribert Kerkmann, der die Fäden zum neuen Trainer geknüpft hat. „Rachid hat sehr gute Arbeit geleistet, und wir sind sehr dankbar, dass er uns geholfen hat“, sagt der Mann aus dem Vorstand.

Jetzt also kommt Dörrer, den Kerkmann schon vor mehr als einem Jahr holen wollte, der damals allerdings noch abwinkte, weil ihm seine einige Monate zurückliegende, unfreiwillige Trennung vom SV Sonsbeck II noch in den Knochen steckte. Das sei aufgearbeitet, verrät Dörrer. „Die Lust auf ein Traineramt ist wieder da“, erklärt er und stellt seine Gedanken vor. „Oberstes Ziel“, sagt der Coach, dessen sportliche Laufbahn bei der zweiten Mannschaft des OSC Rheinhausen begann und die ihn bis zum Sonsbecker Landesliga-Torjäger aufsteigen ließ, „ist die Kontinuität“.

Dörrer will den Aufstieg in die A-Liga, wenn nicht schon in diesem Jahr, dann eben 2020. Wie das klappen soll, weiß er auch schon. „Step by step“, sagt er, „und vor allem über eine vernünftige Kaderplanung.“ Dafür telefoniert er, spricht Spieler an, sammelt Zusagen für sein Projekt. Vorrangiges Augenmerk gilt dem Nachwuchs der Domstädter.

„Frank Ingendahl hat als Trainer der A-Junioren hervorragende Arbeit gemacht“, sagt Dörrer und will künftig davon profitieren. Zum einen sollen die jungen Spieler am Fürstenberg gehalten werden – da hat es bereits Gespräche gegeben, die mit der Zusage der meisten Nachwuchskicker sowie dem Gedanken, auch den derzeit noch jüngeren Jahrgang mit Seniorenerklärungen auszustatten und so an die „Erste“ heranzuführen, endeten.

Zum anderen erfährt Ingendahl, wie hoch sein Stellenwert bei Dörrer ist. „Frank hat die A-Junioren über Jahre geformt“, lobt der den Nachwuchstrainer, der aber schon signalisiert hat, künftig aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Ich hoffe, das ist noch nicht das letzte Wort. Ich würde ihn gern im künftigen Trainerstab der ersten Mannschaft sehen“, wirbt Dörrer um Ingendahl.

„Wir brauchen natürlich auch erfahrene Spieler, die den Nachwuchs an die Hand nehmen“, denkt der neue Coach weiter. Im Tor wird künftig Christian Umbach stehen. Der 26-Jährige arbeitete zuletzt als Torwarttrainer der A-Junioren des KFC Uerdingen und hielt zudem in Rindern und zuvor beim SV Hönnepel-Niedermörmter sein Tor sauber.

Braun kommt aus Sonsbeck

Marvin Braun wird noch schnell mit dem SV Sonsbeck II in die Bezirksliga aufsteigen, ehe er im Sommer zum Fürstenberg wechselt. In die Riege der Routiniers fallen auch Sebastian Kaczmarek, ehemaliger Niederrhein- und Oberligaspieler und im Vorjahr noch am Fürstenberg aktiv, sowie der Ex-Orsoyer Matthias Morawin. Beide werden vom derzeitigen Tabellendritten der A-Liga, der SpVgg Rheurdt-Schaephuysen, nach Xanten wechseln.

Auch Jan Winkler hat beim TuS zugesagt. Der 26-Jährige hat bereits drei Spielzeiten in Xanten verbracht und kehrt vom SV Rees zurück.

„Wir wollen wieder vermehrt Spieler aus Xanten und der näheren Umgebung an den Verein binden“, stimmt Kerkmann den Vorstellungen Dörrers zu. Dazu gehört auch Patrick Biegala. Der langjährige Torjäger des TuS ist in der Winterpause nach seinem Abstecher nach Kalkar wieder zum TuS gestoßen und soll den Verein noch zum Aufstieg führen.

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