Pferdesport

Osterspannung auf dem Sonsbecker Sand

Im Trab über den Sand: Siegerin Alexandra Kulka fährt hier in der Kurve schon der Konkurrenz etwas davon.

Im Trab über den Sand: Siegerin Alexandra Kulka fährt hier in der Kurve schon der Konkurrenz etwas davon.

Foto: arfi

Sonsbeck.   Bei prächtigem Wetter sahen die Zuschauer elf Rennen auf der traditionellen Bahn. Apollo entschied das Vollblutrennen über 2000 Meter für sich.

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Der Sonsbecker Renntag im Winkelschen Busch mit familiärem Flair ist ein absolutes Muss – nicht nur für Pferdekenner. Am Ostersonntag gab’s für die Zuschauer wieder einiges zu sehen, auf und abseits der 650 Meter langen Bahn. Elf Rennen standen diesmal auf dem Programm. Angefangen vom Kaltblut-Reiten, Trabfahren und -reiten über die Minitraber bis zum Vollblutrennen – für viele kleine wie große Gäste ist die Veranstaltung in Sonsbeck immer wieder aufs Neue faszinierend.

In Gruppen standen die Zuschauer am Rand der Bahn. Andere hatten es sich im familiären Kreis mit Campingstühlen und Picknickdecken gemütlich gemacht. Die fast hochsommerlichen Temperaturen sorgten zusätzlich für gute Stimmung. Das Zockerfieber grassierte an den Wettschaltern. Perfekt verliefen über Wochen die Vorbereitungen für den Renntag. Die Bodenbeschaffenheit des Geläufs gilt als das A und O. „Ohne unsere Ehrenamtler ist diese Arbeit kaum zu schaffen“, sagt Ulla Neu-Horenkamp, die Vorsitzende des gastgebenden Reitervereins „Graf Haeseler“.

70 Helfer hinter den Kulissen

Am Ostersonntag engagierten sich knapp 70 Aktive hinter den Kulissen. Für die Geschichten am Rande des Ovals sorgten Andrea Franken und Detlef Orth, die die Rennen kommentierten. Franken stellte informativ Jockey und Pferd vor, als „Herr der Farben“ glänzte Orth zum 30. Mal mit seinem Fachwissen. Alles fing für ihn in Sonsbeck an, wie er dem Publikum erzählte. Er war damals spontan als Kommentator eingesprungen.

„Erst einmal hatte ich ein Rennen kommentiert“, erinnert er sich an seine Premiere in Sonsbeck. Orth hatte alles im Blick, so auch beim Gerhard-Höfer-Gedächtnisrennen, das Alexander Weis mit Vollblut Ichy gefolgt von Roi du Soleil und Lisili nach 1700 Metern für sich entschied.

„Wenn das Pferd einspringt und vom Trab in den Galopp wechselt, folgt die Disqualifikation“

Beim Trabreit-Championessen wurde der elfjährige Wallach Garry seiner Favoritenrolle mit Ronja Walter gerecht. „Das Reglement ist streng. Wenn das Pferd einspringt und vom Trab in den Galopp wechselt, folgt die Disqualifikation“, weiß Jörg Zahn von der Rennleitung über die Besonderheit des Rennens.

Mit zu den Höhepunkten gehörte das Vollblutrennen über 2000 Meter, das mit Besonderheiten beim Publikum punktete. Als „Alterspräsident“ war der 15-jährige Vesuv im Rennen. Der vierjährige Wallach Apollo marschierte mit acht Längen zum Sieg durch. Jockey Robin Weber startete als Amateur seine Jockey-Karriere in Sonsbeck und wechselte dann ins Profilager.

Kaltblutfahren einer der Höhepunkte

Als absoluter Hingucker erwies sich ebenfalls das Kaltblutfahren. Rund 600 bis 700 Kilogramm gerieten in Bewegung. Nikita mit Fahrer Alexander Mölders meisterte souverän die Distanz. Nervenkitzel pur gab’s beim Trabrennen über 1700 Meter, für das die neunjährige Stute „La Chica“ und Leslie Renner sorgten. Sie kamen bereits zum fünften Mal auf die Waldrennbahn. Als „Renner-Team“ glückte der „Hattrick“ und damit der Anschluss an die vorherigen Siege auf der Sonsbecker Bahn. „Daddy of Paradise“ machte zunächst die Fahrt, ebenso wie Beijing, beide in Sonsbeck zum zweiten Mal am Start.

Es ist das Glitzern in den Augen von Alt und Jung, die Spannung, mit der jedes Rennen begleitet wird. Angefangen von der Vorstellung im Führring und der anschließenden Parade vor dem Rennen. Der Werdegang von Pferd und Reiter oder Fahrer wird stets akribisch verfolgt, so auch bei den Minitrabern mit Stockmaß bis 107 Zentimetern. Tim Müller (16) mit Speed Twister siegte und steht vor dem Sprung in die nächste Altersgruppe. Erstmals mit dabei war Leonie Can (10), die mit Snickers Platz zwei belegte. An Nachwuchs mangelt es nicht, wie auch das Ponyrennen mit den Sieben- bis 16-Jährigen zeigte.

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