Fußball

Nach der Bezirksliga-Saison ist nur Schwafheim zufrieden

Dieses Stadtderby gibt es auch in der kommenden Bezirksliga-Saison: FC Meerfeld gegen den VfL Repelen.

Dieses Stadtderby gibt es auch in der kommenden Bezirksliga-Saison: FC Meerfeld gegen den VfL Repelen.

Foto: Norbert Prümen (nop) / FUNKE FotoServices

Am Niederrhein.  Eine zumeist beschwerliche Saison in der Bezirksliga-Gruppe 4 liegt hinter fünf Teams aus dem Fußballkreis Moers. Nur ein Coach ist zufrieden.

Eine zumeist beschwerliche Saison in der Bezirksliga-Gruppe 4 liegt hinter den fünf Mannschaften aus dem Fußballkreis Moers. Auch wenn die neuen Gruppeneinteilungen zur Saison 2019/2020 mittlerweile bekannt, die neue Spielzeit bereits terminiert ist, wagen wir noch einen kurzen Rückblick. Durchweg positiv fällt das Fazit dabei aber nur beim SV Schwafheim aus. Für alle anderen Teams gibt es auch Grund zu hadern. Gänzlich unzufrieden ist dafür allerdings keiner der fünf Trainer.

Am besten platziert war am Ende der VfL Repelen als Tabellendritter. „Unser Saisonziel im oberen Drittel abzuschließen haben wir erreicht“, konstatiert Trainer Sascha Weyen, räumt aber ein: „Wenn man zur Winterpause Tabellenführer ist, will man natürlich oben bleiben.“ Eine längere Schwächephase in der ersten Hälfte der Rückrunde sorgte für den kleinen Absturz vom direkten Aufstiegsplatz auf Rang drei – und somit dem Verpassen der Relegation. Weyen bilanziert: „Ich kann damit leben, aber wenn ich sagen würde, dass ich zufrieden bin, wäre das gelogen.“

Problem: „Bündelung an Ausfällen“

Einen der Hauptgründe für die Misere sieht Sascha Weyen in der „Bündelung an Ausfällen“. Oguzhan Alemdar und Mehmet Akdas fehlten beinahe die gesamte Saison. Weyen erklärt: „In der Hinrunde haben wir das noch gut kompensiert, aber gerade in der schwierigen Rückrunde haben uns da Leader-Qualitäten gefehlt.“

Zur neuen Saison gab es in Repelen einen kleinen Umbruch. Einige zum Teil langjährige VfL-Spieler verließen den Verein. „Das ist die Konsequenz aus der Situation“, sagt Weyen nur knapp. Nach dem Abstieg aus der Landesliga war der Kader weitgehend zusammen geblieben. In Folge des verpassten direkten Wiederaufstiegs ändert sich die Kaderstruktur nun. „Mit Ozan Sengül und Yasin Duman haben wir zwei Leader dazubekommen“, freut sich Weyen aber über die beiden Neuen vom SV Scherpenberg und schätzt: „Ich glaube wir sind in etwa ähnlich stark aufgestellt und haben wieder eine Mannschaft, die im oberen Drittel landen kann.“

Auf eine erfolgreiche Saison blickt derweil der SV Schwafheim. „Wir sind natürlich hochzufrieden“, ist Trainer Manfred Wranik begeistert. Nach dem Landesliga-Abstieg gab es einen riesigen Umbruch und nahezu der gesamte Kader war neu. Doch der SVS fand sich schnell und spielte eine ruhige Saison, war nahezu durchgehend in der oberen Tabellenhälfte zu finden und wurde am Ende Fünfter. Wranik meint: „Das hätte uns wohl niemand auch nur annähernd zugetraut.“

Als größten Erfolgsfaktor benennt Wranik, der ja selbst seine erste Saison als Cheftrainer erlebte, die gute Stimmung in der Mannschaft: „Die Truppe ist direkt in der Vorbereitung sofort zusammengewachsen. Der Zusammenhalt war richtig gut und die Jungs haben auch außerhalb des Platzes viel gemeinsam gemacht.“ Zur neuen Saison gab es dann auch nicht viele Veränderungen. Das Gros des Kaders blieb erhalten. Wranik: „Wichtig ist, dass wir die neuen schnell integrieren.“

„Mit besserer Platzierung gerechnet“

Auf Tabellenplatz zwölf beendete der FC Meerfeld die Saison. „Ich hatte am Anfang mit einer etwas besseren Platzierung gerechnet“, gibt Trainer Thomas Geist zu, fügt dann aber an: „Als noch alle Spieler fit waren, waren wir auch auf einem guten Weg dahin.“ Relativ früh begann dann allerdings die Verletztenmisere mit durchgehend vielen Ausfällen. „Wenn man das mal sieht, hat die Mannschaft das noch richtig gut gemacht“, findet Thomas Geist. „Für einen Verein mit unseren Möglichkeiten ist das unter diesen Umständen mehr als in Ordnung.“

Für die kommende Saison wurde der Kader daher vor allem in der Breite verbessert. Eine qualitative Verstärkung ist aber Lukas Vengels der vom SV Sonsbeck kommt. Geist freut sich: „Das ist ein sehr erfahrener Spieler und eine ganz wichtige Verstärkung.“ In der kommenden Saison möchte Geist sich natürlich am liebsten wieder weiter nach oben orientieren. „Die Mannschaft kann in der nächsten Saison so um den sechsten Platz mitspielen, aber dazu muss alles passen“, so Geist, der dann auch sofort sagt: „Mein größter Wunsch ist, dass wir diesmal möglichst verletzungsfrei bleiben.“

Beim SV Budberg bleibt von der abgelaufenen Saison wohl vor allem im Kopf, dass es die letzte von Trainer Patrick Jetten war. Sechs Jahre lang hatte er beim SVB an der Linie gestanden und im Laufe der vergangenen Spielzeit dann bekannt gegeben, dass er den Verein am Saisonende verlässt. Mit Platz zehn gelang souverän der Klassenerhalt.

„Positiv ist, dass wir uns taktisch weiterentwickelt haben und irgendwann auch flexibel zwischen verschiedenen Systemen wechseln konnten“, so Jetten. Doch er sieht auch einen Grund zur Kritik: „Es haben zu oft Spieler gefehlt durch Urlaub oder private Dinge. Dadurch mussten wir ständig mit anderem Personal spielen und das hat uns schon etwas gekostet. Den Schuh müssen sich die Jungs anziehen.“

Zur neuen Saison übernimmt in Budberg der bisherige A-Jugend-Trainer Ulf Deutz. Der Kader bleibt dagegen nahezu unverändert, und Jetten hat es zumindest, mit dem Niederrheinpokal-Kracher gegen den KFC Uerdingen ein Abschiedsgeschenk zu hinterlassen.

„Mit die beste Mannschaft der Liga“

Mit in der Gruppe war auch der VfL Tönisberg. Der vierte Tabellenplatz des VfL sieht auf dem Papier erst einmal gut aus. Doch Trainer Karl-Heinz Himmelmann ist nicht zufrieden. „Wir hatten spielerisch mit die beste Mannschaft der Liga“, findet er. „Es wäre mehr drin gewesen. Dass es nicht mehr geworden ist, lag vor allem an der Einstellung.“

Auch in Tönisberg gab es zum Saisonwechsel einen Trainerwechsel. Himmelmann machte den Schritt zum Landesligisten VfR Krefeld-Fischeln. Beim VfL übernahm Andreas Weinand, der zuletzt bei A-Kreisligist SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen tätig war.

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