Basketball / 2. Regionalliga

Nach dem Abstieg ist die BG Lintfort endlich wieder Favorit

Tom Grozer (rechts), hier im Pokal gegen Wuppertal, greift nach seiner schlimmen Knieverletzung noch mal an und hofft auf einen Einsatz gegen die SG Sechtem.

Tom Grozer (rechts), hier im Pokal gegen Wuppertal, greift nach seiner schlimmen Knieverletzung noch mal an und hofft auf einen Einsatz gegen die SG Sechtem.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die BG Lintfort, die den Gang aus der 1. in die 2. Basketball-Regionalliga antreten musste, startet in die neue Saison. Gegen die SG Sechtem.

Dass ein Absteiger nicht automatisch Favorit auf die Meisterschaft ist, ist aus allen Sportarten hinlänglich bekannt. Und das gilt auch im Basketball – und auch für die BG Lintfort, die den Gang aus der 1. in die 2. Regionalliga antreten musste. Doch schon jetzt scheint sicher, dass das Team um BGL-Coach Tobias Liebke in der neuen Spielklasse trotzdem ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat, wenn es um die Titelvergabe geht. Das Team ist topvorbereitet und – wie man so schön sagt – heiß wie Frittenfett auf die neue Saison. Mehr als fünf Monate Pause sind schlichtweg genug.

Nun kommen am Samstag, 20 Uhr, die Toros der SG Sechtem. Das ist die Sportgemeinschaft aus Bornheim, die etwa um die Zeiten ums Millennium herum als Kooperationspartner des Erstligisten Telekom Baskets Bonn für Furore gesorgt hat und ein unbequemer Gegner war. Und nach wie vor hält sich der Verein in der 2. Regionalliga.

Gegner im Umbruch

Doch zur neuen Spielzeit wurden Klub und Team mächtig aufgemischt. Da blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Elf Abgängen zumeist erfahrener Spieler stehen viele Talente aus der Region und der eigenen „Zweiten“ gegenüber. Meik Bassen, früher Abteilungsleiter und zuletzt Trainer, wurde als Coach durch Norbert Müller ersetzt, der zuvor beim Landesligisten BSV Roleber das Sagen hatte. Müller muss aus der SGS nun wieder ein schlagkräftiges Team aufbauen. Möglich, dass die BGL als Aufbaugegner für die Gäste aus dem Rheinland ungeeignet sind.

Immerhin hat, wie berichtet, die Liebke-Mannschaft zuletzt in der ersten Runde des WBV-Pokals Ligakonkurrent Südwest Baskets Wuppertal geschlagen. „Das sah schon sehr ordentlich aus. Die Jungs haben sich an die Vorgaben gehalten und waren sehr diszipliniert“, sparte der Coach nachher nicht mit Lob. Auch wenn er das Ergebnis nicht überbewerten will. Doch der Lintforter Trainer weiß selber nur zu gut, dass die BGL nach dem Abstieg gegen einen Gegner im Neuaufbau endlich einmal wieder vor dem ersten Sprungball Favorit ist. Das war in der 1. Regionalliga eher selten der Fall.

Nun hofft das Team weiter auf die Unterstützung der zahlreichen BGL-Anhänger und auf eine tolle Saison.

„Natürlich gehen wir als leichter Favorit in die Partie, zumal wir zu Hause spielen. Aber ansonsten gilt die selbe Marschroute wie zuletzt im Pokal: Konzentriert spielen, diszipliniert bleiben und kluge Entscheidungen treffen“, bleibt Liebke ruhig.

Er kann wieder mit Mark Sengutta, der aus dem Urlaub zurück ist, und Eric Peltz planen. Lediglich für Jochen Durdel kommt der Saisonstart nach dessen Handverletzung noch zu früh.

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