Fußball-Landesliga

Nach dem 8:1: GSV Moers baut auf seine jungen Wilden

Kommt in meine Arme, Jungs! Lukas Koch bejubelt sein 3:1 in Klosterhardt.

Kommt in meine Arme, Jungs! Lukas Koch bejubelt sein 3:1 in Klosterhardt.

Foto: Thorsten Tillmann

Moers.   Fünf Tore erzielten Luis Gizinski (18) und Lukas Koch (20) beim 8:1 des GSV Moers in Klosterhardt. Beide haben für die nächste Saison zugesagt.

Acht Treffer für den GSV Moers in der Fußball-Landesliga? Der auf Norderney urlaubende Klaus Angerhausen konnte es kaum glauben, als ihm am Sonntagabend das Ergebnis vom Abstiegsduell bei Arminia Klosterhardt – ein unglaubliches 8:1 des Aufsteigers – übermittelt worden war. Ebenso bemerkenswert war dabei für den GSV-Fußballobmann die Tatsache, dass die jungen Wilden im gelb-schwarzen Dress für Furore gesorgt hatten.

Der technisch starke 18-jährige Winterzugang Luis Gizinski erzielte im Oberhausener Volksgarten drei blitzsaubere Treffer und bereitete eines der beiden Tore des agilen 20-jährigen Linksaußen Lukas Koch vor. Letzteren hatte Trainer Thorsten Schikofsky schon in der vergangenen Saison von den A-Junioren in die erste Mannschaft der Grafschafter geholt. Dort entpuppte sich Koch als ein wichtiger Baustein für die Rückkehr des GSV in die Landesliga.

Zusagen für die neue Saison

„Es ist schon toll, zwei solche Talente in der Mannschaft zu haben. Gleichwohl wissen wir auch, dass es dabei nicht sehr lange bleiben wird“, sagt Obmann Angerhausen.

Gizinski und Koch haben zwar ihre Zusage für die neue Saison 2019/20 bereits gegeben. „Und bei uns hat das Wort immer gestanden“, hebt Angerhausen hervor. Luis Gizinski will sich auch daran halten: „Ich fühle mich pudelwohl, der Trainer glaubt an mich. Das ist beides viel wert.“

Gleichwohl beobachtet die lokale Konkurrenz den ehemaligen Junioren-Bundesligaspieler des MSV Duisburg aufmerksam, der wegen einer schweren Knieverletzung im vergangenen Jahr lange pausiert hatte. Der Oberliga-Tabellenführer VfB Homberg etwa und auch der Landesliga-Zweite SV Sonsbeck interessieren sich für den Spielmacher und Torjäger, der als 13-Jähriger schon eine Saison für Borussia Dortmund unterwegs war, 2013 aber zum MSV wechselte.

„Für uns war es reines Glück, ein Talent wie Luis bekommen zu haben“, betont GSV-Trainer Schikofsky. Gizinskis Vater fragte an, nachdem sein Sohn beim MSV nach der Verletzungspause nur noch zu Kurzeinsätzen gekommen war. Gizinski wohnt in Duisburg, hat sein Studium gestartet. Dass die Landesliga für ihn als Fußballer nicht die Endstation sein sollte, weiß er. „Luis kann sicher mehr, wenn er weiter an sich arbeitet“, versichert Trainer Schikofsky.

Ein vorzüglicher Mitspieler

Das gilt auch für Linksaußen Lukas Koch, der mit seinem Tempo und seinem Gespür für freie Räume in der gegnerischen Hälfte einen vorzüglichen Mitspieler für Gizinski abgibt. „Er hat uns schon in der vergangenen Saison einige wichtige Punkte besorgt. Defensiv muss er sich noch verbessern. Wenn er seine Schwächephasen im Spiel minimiert, kann auch er klar höher als Landesliga spielen“, sagt sein Trainer über sein Eigengewächs, das Anfang April seinen 20. Geburtstag gefeiert hat.

Erst einmal aber haben die Grafschafter noch ihre Freude an den Jungspunden. „Wenn wir von dieser Sorte Spieler drei oder vier in der Startelf hätten, könnte man auch mal über die Oberliga nachdenken. Dazu braucht ein Verein wie der GSV aber Glück. Die Konkurrenz schläft ja nicht“, sagt Obmann Angerhausen.

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