Volleyball

Moerser SC erwartet das Gallische Dorf der 2. Bundesliga

Will sich beim Moerser SC steigern: Jonas Hoppe (links).       

Will sich beim Moerser SC steigern: Jonas Hoppe (links).       

Foto: Juergen Sabarz / MSC

Moers.  Der Moerser SC will im Heimspiel gegen den TV Baden am Sonntag die 1:3-Auftaktpleite in der 2. Volleyball-Bundesliga gegen Mondorf ausbügeln.

In der 2. Volleyball-Bundesliga Nord bezeichnet sich der TV Baden gern als das Gallische Dorf. Wie einst im Asterix-Comic sieht sich das Team aus dem Bremer Umland umzingelt – von schier übermächtigen Gegnern mit professioneller (Trainings-)Struktur, die es dem einzigen reinen Amateurteam der Liga natürlich schwer machen wollen. Die Sache mit dem Gallischen Dorf nimmt Hendrik Rieskamp, der Cheftrainer des Moerser SC, vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag (16 Uhr, Enni-Sportzentrum Rheinkamp) schon ernst.

„Der Vergleich hinkt sicher nicht. Baden legt über den Teamgeist meist eine große Kampfstärke aufs Feld. Dazu besitzt der Gegner in Ole Seuberlich und Ole Sagajewski zwei Angreifer, die mit ihrer Wucht Spiele auch mal fast allein entscheiden können. Wir sollten uns auf ein ähnlich schweres Match wie beim TuS Mondorf einstellen“, sagt der Coach. Der Saisonstart am vergangenen Samstag in der Bonner Hardtberghalle ging bekanntlich mit 1:3 unsanft in die Binsen.

Lukas Salimi ist eine Alternative beim Moerser SC

Eine neuerliche Pleite wollen die MSC-Riesen unbedingt vermeiden. Schließlich war vor dem Auftakt zur Zweitliga-Spielzeit das Ziel ausgegeben worden, möglichst Tabellenplatz eins zu schaffen und im Frühjahr 2021 damit sieben Jahre nach dem freiwilligen Ausstieg wieder in die Volleyball-Bundesliga zurückzukehren.

Trainer Rieskamp ist immerhin zuversichtlich, dass seine Mannen vor allem eine bessere Angriffsleistung zeigen werden als gegen Mondorf. Im Training stand die Harmonisierung von Zuspiel und Angriff im Mittelpunkt des Geschehens. „Dazu sind wir vom Kopf her weiter als noch vor einer Woche“, versichert Rieskamp. Der kann überdies mit einer wertvollen personellen Alternative planen. Zuspieler Lukas Salimi hat seine Muskelzerrung aus dem Training der vergangenen Woche, die letztlich auch einen Einsatz im ersten Spiel verhindert hatte, offenbar überwunden.

Damit würde Jonas Hoppe, der gegen Mondorf nicht seinen besten Volleyball-Abend erwischt hatte, auf seiner Position als Stammzuspieler gerade auch auf Punktelieferant Marvin Prolingheuer entlastet. Beim Start vor einer Woche hatte die Moerser Nummer Eins noch durchspielen müssen.

Moerser Trainer Hendrik Rieskamp vertraut auf seine Spieler

Coach Rieskamp vertraut natürlich nicht nur weiter auf den 21-jährigen Hoppe, sondern auf seinen 18-jährigen Youngster Salimi: „Wir haben hohe Ziele für die neue Saison gesteckt. Ich baue auf jeden einzelnen Spieler im Kader. Da gehört Lukas Salimi selbstverständlich dazu.“

Auf dem Feld ist das MSC-Talent allerdings auch gern mal Zocker. „Wenn alles klappt, sieht es bei Lukas natürlich gut aus. Geht es aber schief, stehen dem Trainer schon mal die Haare zu Berge“, gibt Rieskamp zu. Der wünscht sich gegen den TV Baden eine solide Vorstellung. Und einen Sieg, um ein wenig Dampf vom Kessel zu nehmen.

Die Gäste kommen mit der Empfehlung eines 3:0 über den SV Warnemünde nach Moers. Sicher nicht die schlechteste Voraussetzung für die Psyche im Gallischen Dorf.

Rund 300 Zuschauer werden erwartet

Übrigens: In Corona-Zeiten erwarten die Zweitliga-Volleyballer des Moerser SC zum ersten Heimspiel am Sonntag ab 16 Uhr gegen den TV Baden rund 300 Zuschauer – die aktuell größtmögliche Kulisse mit den Einschränkungen durch die Pandemie.

Im Enni-Sportzentrum wird übrigens nach dem Spiel gegen Baden die Lounge geöffnet sein. Wer hier noch etwas plauschen und trinken will, muss sich vorher über die MSC-Homepage im Internet aufgrund der Corona-Situation anmelden.

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