Juniorenfußball

Moers, Kleve und Rees bilden Sonderliga für Jugendfußball

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Die U19 des VfB Homberg, hier Berkan Can Bartu (rechts) gegen Rot-Weiss Essen am Ball, könnte im Falle eines Abstiegs aus der Niederrheinliga der neuen Sonderliga angehören.

Die U19 des VfB Homberg, hier Berkan Can Bartu (rechts) gegen Rot-Weiss Essen am Ball, könnte im Falle eines Abstiegs aus der Niederrheinliga der neuen Sonderliga angehören.

Foto: Thorsten Tillmann / FFS

Am Niederrhein.  In der neuen Saison werden die Fußball-Kreise Moers, Rees-Bocholt und Kleve-Geldern eine Sonderliga für die führenden Juniorenteams bilden.

Im vergangenen Sommer hatten die jungen Fußballer im Kreis Moers länger Pause als sonst. Nachdem dies in einzelnen Altersklassen schon oft vorgekommen war, fiel nun erstmals die komplette Qualifikation zu den Leistungsklassen der A- bis D-Junioren aus. Es gab nicht genug Meldungen der Vereine. Wer dabei sein wollte, war es auch. Und dann war auch noch der Niveau-Unterschied so groß, „dass viele Teams den Sprung in die Leistungsklasse gescheut haben“, so Hans Sommerfeld, Beisitzer im Kreisjugendausschuss des Kreises Moers. Die führenden Teams des Kreises, die sich nicht für die Niederrheinliga qualifiziert hatten, fanden kaum Gegner auf Augenhöhe.

Dieser missliche Umstand soll nun geändert werden – und zwar zur kommenden Saison 2020/21, wann und wie diese in Corona-Zeiten auch immer ausgetragen werden wird. Nachdem auch der Kreis Kleve/Geldern seine Zustimmung gegeben hat, werden die Teams von dort mit den Mannschaften der Kreise Moers und Rees/Bocholt, die bereits ihre Zusage gegeben haben, von den A- bis zu den C-Junioren eine „Sonderliga“ bilden, die zwischen der Niederrheinliga und der jeweiligen Leistungsklasse angesiedelt sein wird. „Das fördert die besseren Mannschaften und nimmt kleineren Vereinen die Hemmung, in der Leistungsklasse an den Start zu gehen“, hofft Sommerfeld. „Wir werden auch Jugend-Spielgemeinschaften zur Sonderliga zulassen“, erklärt der Kreis-Funktionär.

Jugendfußball: Jeder Kreis stellt vier Starter

Pro Altersklasse sollen zwölf Mannschaften den Start gehen. „Jeweils vier pro Kreis“, so Sommerfeld. „Außerdem wird die Sonderliga jedes Jahr nach Leistung zusammengesetzt.“ Das heißt: Es wird keinen „normalen“ Auf- und Abstieg mit den dann darunter angesiedelten Leistungsklassen geben. Die Kreise melden ihre besten Teams – sind es zu viele pro Kreis, wird eine kreisinterne Qualifikation zur Sonderliga gespielt. Absteiger aus der Niederrheinliga und Teams, die in der Qualifikation zur Niederrheinliga scheitern, bekommen automatisch einen Platz in der Sonderliga. Aus der Sonderliga werden drei Mannschaften den Sprung in die Qualifikation zur Niederrheinliga schaffen – allerdings nicht die drei Ersten, sondern das jeweils beste Team jedes der drei Kreise.

Die drei Kreise folgen damit dem Beispiel sechs anderer Kreise, die schon seit einiger Zeit jeweils „Sonderligen“ bilden. So gibt es die „Bergische Leistungsklasse“ mit den Kreisen Remscheid, Solingen und Wuppertal-Niederberg sowie die „Sonderliga Linker Niederrhein“ mit den Kreisen Grevenbroich/Neuss, Kempen/Krefeld und Mönchengladbach/Viersen.

Oberhausen spielt mit Kreisliga A und Kreisliga B

„Letztlich blieben die Kreise Essen nach dem Zusammenschluss der dortigen Kreise, Düsseldorf und Duisburg/Mülheim/Dinslaken als große Kreise mit eigenständigen Leistungsklassen übrig, die qualitativ und quantitativ keine Probleme haben, ihre Ligen zu besetzen“, rechnet Hans Sommerfeld vor.

So bliebe letztlich der Sonderfall des recht kleinen Kreises Oberhausen/Bottrop, der in der Hinrunde nur mit Kreisklassen startet und die Teams dann in der Rückrunde in eine Kreisliga A und Kreisliga B nach den Ergebnissen der Hinrunde aufteilt.

„Ich denke, dass die Sonderliga für unsere drei Kreise eine optimale Lösung ist“, sagt Sommerfeld. „Daher wollen wir auch nicht lange warten und schon zur Saison 2020/21 damit starten.“ Ob der etwas eigenartige Name „Sonderliga“ beibehalten oder etwas Griffigeres gefunden wird, „werden wir gemeinsam entscheiden, sobald die Sache steht“.

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